Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
 |
|
28.12.2004, 00:21
|
Wirkliche und illusionäre Liebe Beitrag #17 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 07.06.2003
Beiträge: 19.871
|
das ist tatsächlich ein sehr schöner thread, der gut reinknallt ins herzchen.
|
|
|
28.12.2004, 22:08
|
Wirkliche und illusionäre Liebe Beitrag #18 (permalink)
|
|
Gesperrt
Registriert seit: 27.07.2003
Ort: Berlin
Beiträge: 10.109
|
Re: Wirkliche und illusionäre Liebe
[quote="spontiwelli"][quote="Arjuna Deva"]
Zitat:
Wirkliche und illusionäre Liebe
Arjuna, 10.09.2004
Liebe ist keine Illusion, sondern eine Tatsache. Liebe IST Wahrheit. Alles was mit Schuld zu tun hat, Streit, Hass, Gewalt, dagegen ist eine Illusion und kann NIEMALS etwas mit wirklicher Liebe zu tun haben.
Lieber Arjuna
Dieser Text hat mich sehr angesprochen. Liebe die keine Ilusion ist im Zusammensein mit einem Menschen zu erfahren und zu erleben, hat mich eigentlich immer mehr angezogen als alle sogenannten Erleuchtungs-erfahrungen(ich meine das nicht abwertend). Persönliches Scheitern in Liebesbeziehungen war für mich immer Antrieb zur Suche und zuletzt auch zur Aufgabe derselben. Die Liebe als "immer neu" in einer ganz "normalen Mann-Frau Beziehung" zu leben sehe ich als "das Abenteuer"das mir beschieden ist. Hierzu folgende Erfahrungsbeschreibung Die "Geliebte" wird in diesem Zusammenhang
zum Leben selbst).
DU und ICH
Die Geliebte wird durch die Liebe die ich auf sie richte, zu einer freien und fürchtenswerten Macht, die ich vergebens zu zähmen suchte.
Je mehr ich mich an sie binde, ihr aus freien Stücken die volle Macht über mich gebe, desto mehr entfernt sie sich von mir und erhält eine ungeheure Größe.
Zu lieben bedeutet, mich der Geliebten auszuliefern, mich von ihren Launen abhängig zu machen und mich unter das Joch eines unberechenbaren, bezaubernden Despoten zu begeben. Mit einem einfachen Wort, einer einfachen Geste, kann sie mich in den Himmel erheben oder in die Hölle verstoßen. Mich an sie zu ketten, über die ich vor lauter Begehren kein Urteil mehr habe, bedeutet verletzlich, nackt, wehrlos und gefangen zu sein. In dem Maße wie sich die Liebe vertieft, wird der andere fremder, unerkannter und gleichzeitig die Möglichkeit zur Ekstase oder Zerrüttung. Zu lieben heißt sich einem ausweglosen Urteil zu beugen. Entweder werde ich angenommen oder weggestoßen. Es ist die Geliebte von der ich auch das Schlimmste befürchte: Ihr Verlust oder ihre Flucht bedeutet die eigene Verstümmelung. Die Liebe den eigenen Tod. Die Liebe erlöst uns von der Sünde des Lebens. Wenn sie scheitert bin ich der Willkür des Lebens ausgeliefert. Das Unerträgliche am Liebesschmerz besteht darin, dafür bestraft zu werden für den anderen alles persönlich mögliche getan haben zu wollen; es ist keine Bestrafung für einen Fehler, sondern für eine abgewiesene Hingabe.
Das „Nein“ der Geliebten ist unwiderruflich. Es kann nicht eingeklagt werden und lässt mich mit meinem Verlassensein allein.
Es ist das Glück in der Liebe, wenn man alle Vorstellungen ruhen lassen kann um sich ihr einfach in tiefer Ruhe hinzugeben. Doch auch dieses Glück trägt in sich schon den Keim seiner eigenen Zerstörung, falls es zu häuslicher Ruhe verkommt. Es ist immer möglich den anderen aus der Position der Liebe zu entlassen und ihn durch ein langes gemeinsames Leben vorhersagbar zu machen, so vertraut wie ein altes Möbelstück. Das ist eine traurige Erfahrung, und ich schwankte oft hin und her zwischen der Angst den anderen nicht zu verstehen und der Verzweiflung ihn zu gut zu kennen. Die erste Wunde erfuhr ich, als mir die Geliebte in einer faszinierenden und begnadeten Energie erschien und ich vergeblich versuchte ihr zu folgen und sie einzufangen. Die zweite Wunde entstand aus der übermäßigen Durchschaubarkeit eines zu menschlichen, zu berechenbaren Gegenübers, das beim Verschwinden seiner Außergewöhnlichkeit und seiner Wildheit auch den Reiz verlor.
In diesem Bereich unterscheiden sich Sieg und Niederlage kaum und man schwankt beständig zwischen der Gewalt des Unbekannten oder der Abstumpfung durch das zu sehr Vertraute. Im einen Fall entkommt mir der andere und ich versuche verzweifelt ihn wieder einzuholen, im anderen Fall entziehe ich mich je mehr der andere verfügbar geworden ist und sich dem gewöhnlichen Lauf meines Lebens anpaßt. Doch indem ich Schwäche gegen Sicherheit tausche verliere ich auch eine notwendige innere Wachheit. Denn der schrecklichste Schrecken ist der, in einem ruhigen Trott dahin zu leben. Wenn man meint das Rätsel des anderen gelöst zu haben, dann wird er banal. Um nicht unter der exzessiven Ferne zu leiden, habe ich den anderen gezähmt, so gut, daß mich seine sperrige Nähe bedrückt. Gestern noch blieb er mir mitten in der tiefsten Umarmung fremd und ich lebte in der Angst verlassen zu werden. Jetzt ist er vorhersehbar geworden, auf den Funktionsablauf eines „Schatzis“ reduziert, der jede Fähigkeit mich zu überraschen verloren hat.
Liebe bedeutet die unentwirrbare Verknüpfung von Schrecken und Wunder zu erleben.
Zwar kann man auf der Liebe herum trampeln und sie verfluchen, doch das ändert nichts an der Tatsache, daß sie und nur sie allein uns das Gefühl gibt zu leben und in ihr verdichten sich die schönsten Momente bis zur Auflösung des Denkens.
Spontiwelli
|
hallo Sponti,
du brichst mir das Herz!
ich erkenne! ich bin ein lauer Liebhaber!
versuche ich doch genau dieser Ohnmacht zu entfliehen!
wunderbare Worte, ich wünschte ich wäre solcher Hingabe fähig!
Pa
|
|
|
27.09.2005, 10:51
|
Wirkliche und illusionäre Liebe Beitrag #19 (permalink)
|
Registriert seit: 07.12.2004
Beiträge: 0
|
Zitat:
|
Zitat von Janesh
das ist tatsächlich ein sehr schöner thread, der gut reinknallt ins herzchen.
|
|
|
|
27.09.2005, 11:13
|
Wirkliche und illusionäre Liebe Beitrag #20 (permalink)
|
|
Guest
Registriert seit: 03.08.2005
Beiträge: 0
|
Zitat:
|
Zitat von Arjuna
Liebe ist keine Illusion, sondern eine Tatsache. Liebe IST Wahrheit. Alles was mit Schuld zu tun hat, Streit, Hass, Gewalt, dagegen ist eine Illusion und kann NIEMALS etwas mit wirklicher Liebe zu tun haben.
|
hey, so wie der Arjuna das beschrieben hat, so wollte ich das eigentlich ausdrücken in den anderen Threads, wo es gerade um die Liebe geht, nur ich habe die Worte nicht mehr gefunden. Der war ja ganz schön mutig, das so herauszuposaunen. Na ja, er ist ja nicht mehr hier die Großschnauze.
Gruß
Norbert
|
|
|
01.11.2005, 21:35
|
Wirkliche und illusionäre Liebe Beitrag #21 (permalink)
|
|
Guest
Registriert seit: 03.08.2005
Beiträge: 0
|
Re: Wirkliche und illusionäre Liebe
Zitat:
|
Zitat von spontiwelli
Zitat:
|
Zitat von Arjuna Deva
Liebe ist keine Illusion, sondern eine Tatsache. Liebe IST Wahrheit. Alles was mit Schuld zu tun hat, Streit, Hass, Gewalt, dagegen ist eine Illusion und kann NIEMALS etwas mit wirklicher Liebe zu tun haben.
|
Dieser Text hat mich sehr angesprochen. Liebe die keine Ilusion ist im Zusammensein mit einem Menschen zu erfahren und zu erleben, hat mich eigentlich immer mehr angezogen als alle sogenannten Erleuchtungs-erfahrungen (ich meine das nicht abwertend). Persönliches Scheitern in Liebesbeziehungen war für mich immer Antrieb zur Suche und zuletzt auch zur Aufgabe derselben. Die Liebe als "immer neu" in einer ganz "normalen Mann-Frau Beziehung" zu leben sehe ich als "das Abenteuer"das mir beschieden ist.
Hierzu folgende Erfahrungsbeschreibung:
(Die "Geliebte" wird in diesem Zusammenhang zum Leben selbst).
DU und ICH
Die Geliebte wird durch die Liebe die ich auf sie richte, zu einer freien und fürchtenswerten Macht, die ich vergebens zu zähmen suchte. Je mehr ich mich an sie binde, ihr aus freien Stücken die volle Macht über mich gebe, desto mehr entfernt sie sich von mir und erhält eine ungeheure Größe.
Zu lieben bedeutet, mich der Geliebten auszuliefern, mich von ihren Launen abhängig zu machen und mich unter das Joch eines unberechenbaren, bezaubernden Despoten zu begeben. Mit einem einfachen Wort, einer einfachen Geste, kann sie mich in den Himmel erheben oder in die Hölle verstoßen. Mich an sie zu ketten, über die ich vor lauter Begehren kein Urteil mehr habe, bedeutet verletzlich, nackt, wehrlos und gefangen zu sein. In dem Maße wie sich die Liebe vertieft, wird der andere fremder, unerkannter und gleichzeitig die Möglichkeit zur Ekstase oder Zerrüttung.
Zu lieben heißt sich einem ausweglosen Urteil zu beugen. Entweder werde ich angenommen oder weggestoßen. Es ist die Geliebte von der ich auch das Schlimmste befürchte: Ihr Verlust oder ihre Flucht bedeutet die eigene Verstümmelung. Die Liebe den eigenen Tod. Die Liebe erlöst uns von der Sünde des Lebens. Wenn sie scheitert bin ich der Willkür des Lebens ausgeliefert. Das Unerträgliche am Liebesschmerz besteht darin, dafür bestraft zu werden für den anderen alles persönlich mögliche getan haben zu wollen; es ist keine Bestrafung für einen Fehler, sondern für eine abgewiesene Hingabe.
Das „Nein“ der Geliebten ist unwiderruflich. Es kann nicht eingeklagt werden und lässt mich mit meinem Verlassensein allein. Es ist das Glück in der Liebe, wenn man alle Vorstellungen ruhen lassen kann um sich ihr einfach in tiefer Ruhe hinzugeben. Doch auch dieses Glück trägt in sich schon den Keim seiner eigenen Zerstörung, falls es zu häuslicher Ruhe verkommt. Es ist immer möglich den anderen aus der Position der Liebe zu entlassen und ihn durch ein langes gemeinsames Leben vorhersagbar zu machen, so vertraut wie ein altes Möbelstück. Das ist eine traurige Erfahrung, und ich schwankte oft hin und her zwischen der Angst den anderen nicht zu verstehen und der Verzweiflung ihn zu gut zu kennen.
Die erste Wunde erfuhr ich, als mir die Geliebte in einer faszinierenden und begnadeten Energie erschien und ich vergeblich versuchte ihr zu folgen und sie einzufangen. Die zweite Wunde entstand aus der übermäßigen Durchschaubarkeit eines zu menschlichen, zu berechenbaren Gegenübers, das beim Verschwinden seiner Außergewöhnlichkeit und seiner Wildheit auch den Reiz verlor.
In diesem Bereich unterscheiden sich Sieg und Niederlage kaum und man schwankt beständig zwischen der Gewalt des Unbekannten oder der Abstumpfung durch das zu sehr Vertraute. Im einen Fall entkommt mir der andere und ich versuche verzweifelt ihn wieder einzuholen, im anderen Fall entziehe ich mich je mehr der andere verfügbar geworden ist und sich dem gewöhnlichen Lauf meines Lebens anpaßt. Doch indem ich Schwäche gegen Sicherheit tausche verliere ich auch eine notwendige innere Wachheit. Denn der schrecklichste Schrecken ist der, in einem ruhigen Trott dahin zu leben. Wenn man meint das Rätsel des anderen gelöst zu haben, dann wird er banal. Um nicht unter der exzessiven Ferne zu leiden, habe ich den anderen gezähmt, so gut, daß mich seine sperrige Nähe bedrückt. Gestern noch blieb er mir mitten in der tiefsten Umarmung fremd und ich lebte in der Angst verlassen zu werden. Jetzt ist er vorhersehbar geworden, auf den Funktionsablauf eines „Schatzis“ reduziert, der jede Fähigkeit mich zu überraschen verloren hat.
Liebe bedeutet die unentwirrbare Verknüpfung von Schrecken und Wunder zu erleben. Zwar kann man auf der Liebe herum trampeln und sie verfluchen, doch das ändert nichts an der Tatsache, daß sie und nur sie allein uns das Gefühl gibt zu leben und in ihr verdichten sich die schönsten Momente bis zur Auflösung des Denkens.
Spontiwelli
|
Danke Sponti!
|
|
|
 |
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Andere Themen im Forum Bhakti
|
| Thema |
Datum |
Autor |
Antworten |
Letzter Beitrag |
Die Kultur und Philosophie der Buntheit
Die Kultur und Philosophie der Buntheit: Hallo Ihr Lieben,
ich fühle mich gerade...
|
10.10.2008 |
Xilixinxi |
5 |
10.10.2008 09:18 |
"äktschn in perfäktschn"
"äktschn in perfäktschn": Osho Zen Tarot : Grosse Arkana
2. Die Innere...
|
21.05.2007 |
Niranjana |
4 |
21.05.2007 12:48 |
Im Mutterbauch ;-)
Im Mutterbauch ;-): Wunder des Lebens Tiere im Mutterleib ...
|
20.12.2006 |
Ranva |
13 |
21.12.2006 18:27 |
Unbeweglich
Unbeweglich: Unbeweglich
Blutend liege ich am Boden und...
|
28.08.2006 |
Alex |
0 |
28.08.2006 17:08 |
Gefühlskommunikation
Gefühlskommunikation: Aufgrund von Unzufriedenheit mit der Art meiner...
|
17.07.2006 |
Gast53 |
20 |
20.07.2006 02:26 |
|