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Jnana

Der innere Weg der Selbsterforschung
"Wer bin ich?"


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Alt 19.08.2010, 14:20   Wiederholung Beitrag #1 (permalink)
Senior Member
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.077
Standard Wiederholung

Dieses fand ich aus dem Jahre 2003

Der User Anonymos hat ihn reingesetzt.

Ich möchte ihn gern nochmal mit Euch lesen.....







Für die "ach so erleuchteten/erwachten"!


An einem lauen Sommerabend saß ich unter einer Linde und hörte meiner Lieblings-Amsel zu. Da erschien Mister Ium und setzte sich neben mich. Wir saßen still und lauschten.
Plötzlich hörte ich Mister Ium wie im Selbstgespräch: "Wer sind diese Leute, dass sie so vehement darauf bestehen, sie wären nicht ihre Körper? Nicht ihre Gefühle und Gedanken? Mögen sie ihre Körper nicht? Was ist geschehen?" "Oh", sagte ich zu ihm, "diese Leute haben sich jahrelang im Hin und Her Ihrer Gedanken verloren; sie haben am Auf und Ab ihrer Gefühle gelitten, und sie haben es satt. Also fangen sie an zu suchen: den Sinn des Lebens, das Glück und sich selbst. Satsang-Lehrer erinnern sie schliesslich daran, dass Körper und Gefühle kommen und gehen und geben ihnen die erlösende Nachricht, dass sie nicht ihre Körper sind.
Diese Lehrer geben ihnen auch die eigentliche Frage auf, nämlich zu erkennen, wer sie in Wahrheit sind. Und so fragen sich diese Leute immer wieder: 'Wer bin ich'. Und manche erkennen dann, und viele glauben einfach, dass sie reines Bewusstsein sind - der unermesslich weite, raumlose Raum. Der ewige Raum, aus dem alles entsteht und in dem alles geschieht." "Und das, was durch sie geschieht, wollen sie nicht sein?" fragte Mister Ium. "Wie könnten sie das sein, was kommt und vergeht?" fragte ich zurück. "Ach so, diese Menschen haben wohl eine Abneigung gegen den Wandel der Formen? Grenzen sie sich deswegen gegen diesen Aspekt der Schöpfung ab? Ist es das? Halten sie sich noch zu sehr an einer bestimmten Form der Schönheit fest, so dass sie den Wandel in eine andere Form der Schönheit nicht genießen können? Ist für sie Genießen gleichbedeutend mit Festhalten-Wollen? Können sie deswegen nicht mit dem ewigen Strom fließen, der im Kommen und Gehen ihres Körpergeistes liegt? Suchen sie das Ewige aus Angst vor dem Vergehen - dem scheinbaren? Das Kommen und Gehen, der Wandel der Formen ist doch auch ewig!"

Mir surrte etwas der Schädel und Mister Ium machte eine Pause. So saßen wir eine Weile in Stille, bis ich sagte: "Der ewige Wandel - ja, schön und gut, aber wer bin ich darin?" "Oh," sagte Mister Ium: "Ich, jedenfalls, bin sowohl der Raum, aus dem alles entsteht, als auch das, was kommt und vergeht. Ich bin in allem. Das, was du den Raum nennst, ist ewig, und Kommen und Gehen ist ewig. Und ich bin nicht halb. Ich bin in beiden Aspekten des Ewigen. Warum nur verwehren sich diese Leute?"

Mir drehte sich immer noch der Kopf und so brauchte ich eine Weile, bis ich vorsichtig sagte: "Ich glaube, diese Menschen hatten vergessen, dass sie reines Bewusstsein sind, in all dem Trubel, mit dem sie sich rumplagen. Und nun sind sie froh, sich an die Stille zu erinnern, die sie in Wahrheit sind." Er sagte: "Ja, sich an die Stille, an das Bewusstsein erinnern, aus dem man kommt, ist gut, wenn man es vergessen hat. Und ein bisschen Heimweh schadet dann auch nicht. Es ist wie ein Weckruf der Erinnerung. Aber muss man nur wegen ein bisschen Heimweh gleich auf der Hälfte der Reise umkehren? Diese Leute sind noch weit entfernt davon, ihren Körper ganz mit Bewusstsein und Licht zu durchdringen und zu beseelen. Sie könnten im Bewusstsein ruhen und den Körper ganz beseelen. Dann würden sie erkennen, dass auch der sich wandelnde Körper ewig ist. Und nicht nur das: sie könnten ihn feiern und Liebe, Bewusstheit und Schönheit auf der Erde vermehren."
Es kam mir langsam so vor, als würden wir am Wesentlichen vorbeireden, und deswegen wandte ich ein: "Aber Mister Ium: wenn einer sich fragt: 'Wer bin ich', dann landet er niemals bei einer sich ändernden Form. Er landet, wenn er sich tief genug fragt, in der Dimension, aus der er alles wahrnimmt. Und diese Dimension kann doch nur formlos sein, reines Bewusstsein, gegenstandslos, unveränderlich!"
Ich war stolz, das ich das so schön formuliert hatte und so war auf ich auf die Antwort nicht gefasst.

Mister Ium sagte: "Nun, das ist eine Seite der Wahrheit, und es ist wunderbar, wenn sie erkannt wird. Vor allem, wenn jemand jahrelang so getan hat, als wäre er sein Denkapparat. Aber es ist nicht die volle Wahrheit, und daran festzuhalten, trennt und macht einseitig. Und achte mal darauf, diese Einseitigkeit hat einen Grund: Wenn sich diese Menschen fragen 'Wer bin ich', dann schwingt eine unausgesprochene Aufteilung und Eingrenzung mit. Sie fragen eigentlich: 'Wer bin ich als das, was sich nicht verändert.' oder 'Wer bin ich als wahrnehmendes Bewusstsein'. Wenn sie sich ausserdem auch fragen würden: 'Wer bin ich als Energiestrom ins Leben' oder 'Wer bin ich als sich wandelnde Energie', dann würden sie auch die andere Seite der Wahrheit erkennen." Nun wurde es mir doch zu abgehoben.

Ich sagte: "Aber wenn ich auch mein Körper bin, dann stirbt doch dieser Teil! Oder willst du etwa sagen, dass mein körperlicher Anteil dann in Erde und Würmern weiterlebt und in Wurzeln und Bäumen und Beeren und Vögeln?" Ich war inzwischen etwas aufgebracht.
Aber Mister Ium schaute mich nur mit großen Augen an und fragte leise: "Was weisst du wirklich vom Tod? Jetzt, in diesem Moment sterben unzählige deiner Zellen und unzählige werden neu geboren. Du atmest ein, was die Bäume ausatmen, und deine Zellen bilden sich aus dem, was die Erde hervorbringt. Du existierst durch einen Stoffwechsel im Kraftfeld der Sonne und der Erde, der dich ständig durchströmt. Und doch denkst du, dass dein Körper stirbt, wenn dein Herz nicht mehr schlägt und die Bestandteile deiner Körperzellen neue Verbindungen eingehen. Das ist wohl wie bei dem einzelnen Wassertropfen, wenn er mit anderen Tropfen in Berührung kommt und zugunsten der größeren Einheit seine kleine Hülle verliert: er denkt vielleicht, dass er aufhört zu existieren. Es ist gut und soll so sein, dass er den Drang hat, als einzelner Tropfen zu bestehen, dazu hat er seine Oberflächenspannung. Aber das ist nur vorübergehend für das Formenspiel wichtig. Und wenn sich der Wassertropfen fragt, wer er ist, wird er erkennen, dass er Teil des Ozeans ist. Und wenn du ganz in deinem Körper ankommst, wirst du wissen, dass er ein sich ständig wandelnder Prozess ist, den du nicht vom Umfeld trennen kannst. Spätestens dann wird deine Oberflächenspannung nachlassen.
Und ausserdem: was hast du dagegen, dass Amseln dir so nahe sind? Oder besser: dass sie zum erweiterten Feld deines Organismusses gehören?"

Ich schaute wohl noch verwirrter, denn Mister Ium setzte hinzu: "Experimentiere einfach mit beiden Fragen! Dann wirst du nicht nur erkennen, dann wirst du sein, was du in Wahrheit bist!" Damit lächelte er mir zu und ging.


...

Fand ich jetzt mal spannend - im Rahmen der Diskussionen, die hier so in letzter Zeit gelaufen sind....

-Die Heraushebungen sind von mir.
windschwester ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2010, 14:33   Wiederholung Beitrag #2 (permalink)
 
Registriert seit: 28.01.2010
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von windschwester Beitrag anzeigen
Dieses fand ich aus dem Jahre 2003
Für die "ach so erleuchteten/erwachten"!

Plötzlich hörte ich Mister Ium wie im Selbstgespräch: "Wer sind diese Leute, dass sie so vehement darauf bestehen, sie wären nicht ihre Körper? Nicht ihre Gefühle und Gedanken? Mögen sie ihre Körper nicht?
Hab nur bis hierher gelesen...

Vielleicht sind es ja die, die aus Erfahrung sprechen weil sie ihren Körper schon mal verlassen haben....wer weiß?


herzlichen Gruß
Gast2433 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2010, 14:40   Wiederholung Beitrag #3 (permalink)
Senior Member
 
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.077
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@ Su

Lies' mal den Rest, Schnurzel.
-Ich finde, das haut voll rein - also BEI MIR.

hdl
windschwester ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2010, 14:47   Wiederholung Beitrag #4 (permalink)
 
Registriert seit: 28.01.2010
Beiträge: 0
Standard

Zitat:
Zitat von windschwester Beitrag anzeigen
@ Su

Lies' mal den Rest, Schnurzel.
-Ich finde, das haut voll rein - also BEI MIR.

hdl
ja späder,

das muss sofort reinhauen, sonz ist die Aufmerksamkeit ganz wacker futsch. aber ich kuck nachher...


hdal
Gast2433 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2010, 15:02   Wiederholung Beitrag #5 (permalink)
 
Registriert seit: 03.08.2009
Beiträge: 0
Standard

Zitat:
Zitat von windschwester Beitrag anzeigen
Dieses fand ich aus dem Jahre 2003

Der User Anonymos hat ihn reingesetzt.

Ich möchte ihn gern nochmal mit Euch lesen.....



Ja, schöne Geschichte Windschwester... aber irgendwie finde ich, liegen sie beide ein wenig daneben... der eine versteht sich als reines Bewusstsein minus der Form, der andere als reines Bewusstsein plus der Form...

vielleicht liegt es nur an der Formulierung, aber beide scheinen ein Konzept zu vertreten, ähnlich dem mit dem Becher: der als halbvoll oder halbleer gesehen werden kann, je nach Sichtweise...

Aber irgendwie stört mich der Becher, der bei beiden in der Geschichte sichtbar wird... ich glaube der Becher ist das eigentliche Problem, nicht ob er halb voll oder halb leer ist...

solange da nämlich ein Becher gesehen werden kann, wird auch stets ein Inhalt gesehen... ja, der Becher macht den Missklang an der Story...
Gast2315 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2010, 15:20   Wiederholung Beitrag #6 (permalink)
 
Registriert seit: 28.01.2010
Beiträge: 0
Standard

Zitat:
Zitat von Manko Beitrag anzeigen

solange da nämlich ein Becher gesehen werden kann, wird auch stets ein Inhalt gesehen...
Irgendwie erinnert mich der Becher jetzt an dein Thema *Bewusstsein und Liebe*. Der Becher als Bewusstsein und die Liebe als die Fülle...was sonst?

Wenn man aber den *Hass* nicht als die Leere bezeichnen würde blieb da nur noch der Becher. Weder halb voll, noch halb leer. Bewusstsein eben.


Und, ach ja,
wenn man einfach mal hassen würde, anstatt sich nur auf die Liebe auszurichten, dann könnte man sehr schön beobachten, dass er, wenn man ihn nicht bewertet, ziemlich flott wieder verschwindet. Denn wenn man nur lieben wollte, würd man in einer ziemlich heuchlerischen Welt leben. Es gibt nun mal Momente, wo wir auch mal sauer sind und dazu neigen, zu hassen. Alles darf da sein und wieder verschwinden.

Da wir aber nun mal konditioniert sind und uns eingetrichtert wurde, dass lieben das bessere ist, haben wir ein schlechtes Gefühl, wenn wir hassen.

Geändert von Gast2433 (20.08.2010 um 15:22 Uhr)
Gast2433 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2010, 15:27   Wiederholung Beitrag #7 (permalink)
 
Registriert seit: 28.01.2010
Beiträge: 0
Standard

Übrigens hab ich gestern das Gesamtwerk unserer Moderation hier ziemlich gehasst. Und die Betonung lag auf dem Werk und nicht auf der Moderation. Nu isset erstmal futsch.

Mal schaun, ob's wieder auftaucht.
Gast2433 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2010, 15:38   Wiederholung Beitrag #8 (permalink)
 
Registriert seit: 28.01.2010
Beiträge: 0
Standard

Zitat:
Zitat von Manko Beitrag anzeigen
.. ja, der Becher macht den Missklang an der Story...
oder der Inhalt.


Gast2433 ist offline   Mit Zitat antworten
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