Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
 |
|
14.12.2011, 11:37
|
Wer bin ich ? Beitrag #1 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 28.10.2010
Beiträge: 504
|
Wer bin ich ?
Psychologisch
Das Gehirn eines Neugeborenen ist sozusagen ein Rohling, der erst ausgeformt werden muss“, beschreibt es der Erlanger Neurobiologe Ralph Dawirs. Diese Feinabstimmung passiert erst nach der Geburt. „Genau das ist die große Chance des Menschen“, sagt Martin Textor. Denn so kann er sich genau an seine Umgebung anpassen, ganz gleich, ob es sich um die Wüste handelt oder eine technisierte Großstadt.
http://www.familie.de/baby/entwicklu...-sehr-schnell/
|
|
|
20.12.2011, 23:43
|
Wer bin ich ? Beitrag #2 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 04.02.2010
Ort: Kommt drauf an
Beiträge: 5.302
|
Wer bin ich?
Wie Veda ja bereits im Eingangsposting angedeutet hat, gibt es die unterschiedlichsten Perspektiven, die auf die Frage nach dem, was ich bin, aufscheinen können.
Die vielleicht phantastischste Reise, die sich vor meinem inneren Auge bislang abspielte, und von der ich diesmal berichten möchte, geschah nach der Initiation des Herzens, also nach dem ersten Erkennen dessen, was ich wirklich bin.
Ich habe noch niemals jemanden davon erzählt, weil zum einen das Erleben die Grenzen der Sprache überschreitet und zum anderen es auch keinen absoluten Wert inne hat.
Innerhalb der relativen Wirklichkeit könnte es jedoch recht brisant erscheinen. Und vielleicht kann durch meine Beschreibungen dieser verschachtelten Realitätsebenen auch deutlich werden, warum "Selbsterkenntnis" als höchstes Ziel aller Erfahrung für mich eben eine exklusiv-Stellung genießt.
Vorerst möchte ich aber nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle Formulierungen eine mehr oder weniger unzureichende Übersetzung davon sind, was sich tatsächlich so abspielte, wie es sich eben abspielte.
Außerdem gibt es weder eine Garantie, noch die Notwendigkeit, dies in ähnlicher Form erfahren zu können, obwohl das Erlebte für mich selbst nicht angezweifelt werden kann.
Da ich nicht weiß, wie komplex dieser Versuch wird, werde ich ihn in Fortsetzungen gestalten, um zumindest eine Gewisse formale Übersicht zu wahren.
Sämtliche Ausführungen fallen jedenfalls unter den Überbegriff des Jnana-Yoga, also der Ergründung dessen, was ich bin.
Fortsetzung folgt...
|
|
|
21.12.2011, 00:10
|
Wer bin ich ? Beitrag #3 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 11.11.2011
Ort: Swizra - El-Kawthar
Beiträge: 646
|
Wer oder was du bist? Liebe was den Inhalt anbelangt, da reichen die Worte nicht aus und ich sage mal "unbegrenzt".
|
|
|
21.12.2011, 01:25
|
Wer bin ich ? Beitrag #4 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 04.02.2010
Ort: Kommt drauf an
Beiträge: 5.302
|
Das Geheimnis der Selbsterkenntnis
oder einfach bums!
Ja, was hat es eigentlich auf sich mit dieser Selbsterkenntnis? Um es kurz zu machen: nichts.
Etwas ausführlicher: Es ist der Bruch mit jeder Vorstellung von der Identität dessen, was ich bin. In Wahrheit kann die Frage nach meiner wahren Identität, "Wer bin ich?", nur deshalb erscheinen, weil ich von einer mehr oder weniger bewussten Antwort ausgehe.
Meine Identität ist bereits eine gewachsene Überzeugung, die jedoch unzureichend ist, die einen Mangel an Vollständigkeit aufweist.
Und da ich im Grunde sehr kompromisslos bin, bin ich gezwungen, meine Antwort zu hinterfragen, oder zumindest den in ihr wohnenden Mangel zu kompensieren, bis sich die Vollständigkeit eines Zustandes einstellt, der die Frage nach mir selbst aufzulösen vermag.
Und diese Auflösung bezeichne ich als Selbsterkenntnis oder einfach nur bums!
Denn tatsächlich explodierte jede Vorstellung, jede Überzeugung davon, wer ich bin.
Was blieb, war so einfach und so vollständig, dass ich nicht darüber zu schreiben vermag. Außerdem geht es mir ja auch in erster Linie in diesem Teil des Forums darum, was danach geschah.
Denn es gab ein Danach.
In Selbsterkenntnis gibt es kein Davor oder Danach. Aber mit dem Bums!, also der Explosion aller Vorstellungen und Überzeugungen darüber, was ich bin, und der damit eingeleitete Eintritt in die Ewigkeit und Vollkommenheit des Seins, wurde durch ein erneutes Bums! abrupt beendet.
Der Fächer der Realitätsebenen
(Teil 1 : Gott sein)
Das Bums! des Eintritts führte zum Bums! des Austritts.
Nur kam ich als ein anderer raus, als der ich vor dem Eintritt war.
Das erste, was mit dem Bums! des Austritts geschah war, dass der Ich-Gedanke, so mächtig, so frisch und neugeboren, wie er noch nie zuvor erfahren wurde.
Deshalb werde ich besser in der Gegenwart schreiben, um die Eindringlichkeit dieses Erfahrens zu verdeutlichen:
ICH!
Und mit diesem Gedanken kommt auch gleich die Ergründung, was mit mir da eigentlich los ist, und wovon ich nun zu wissen glaube, was ich bin.
Ich befinde mich auf einer gottgleichen Ebene. Das Wissen um die eigene Göttlichkeit. Alles, was hier zu sehen ist, das gesamte Universum, einschließlich meines mickrigen Körpers, bin ich, ist nichts als meine göttliche Kreativität.
Ich verstehe nun die Polarität in ihrem tiefsten Sinne. Ich verstehe die Konflikte auf dem Planeten. Wir sind Götter! Das alles bin Ich!
Ich sehe, dass es im Grunde kein Konflikt, sondern lediglich der Ausdruck des polaren Prinzips meiner Verwirklichung ist.
Zwei sich aufhebende Kräfte einer Wirklichkeit. Jeder der Gott, der ich bin, perfekt seine Rolle ausfüllend, als Regierungschef, als Hartz IV Empfänger, als Baum, als Straße, als Planet, als Galaxie, alles Ich und nur Ich.
Ohh es gibt so viele Götter. Und jeder Gott ein Archetyp meiner selbst. Jeder Gott mit einer einzigartigen Gewichtung meiner unerschöpflichen Kreativität.
Und die Welt ist nichts als der scheinbare Kampf und die Selbstbehauptung meiner Aspekte, meiner Vorstellungen.
Und jeder Aspekt hat seine eigene Welt, von der er ausgeht.
Ich gehe durch die Straßen und sehe nur Götter. Jeder ein Gesandter seiner vollkommenen Welt. Sie alle wissen es! Sie alle spielen das Spiel der Realität. Sie alle sind Ich. Und meine Rolle ist die Rolle, die ich zu spielen habe.
Ich bin, das Ich bin!
...
..
.
Diese Wahrnehmung geschah nach dem ersten Bums!
Fortsetzung folgt...
Geändert von Geheimagent (21.12.2011 um 01:35 Uhr)
|
|
|
21.12.2011, 11:29
|
Wer bin ich ? Beitrag #5 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 04.02.2010
Ort: Kommt drauf an
Beiträge: 5.302
|
Der Fächer der Realitätsebenen
(Teil 2: Menschsein)
Nach einer Zeit verschwand langsam die Ebene der Götter. Das faszinierende ist, dass das Resonanzprinzip auf jeder Ebene wirkt. Das heißt, dass abhängig von der Konstitution des Ich-Gedankens, auch darauf reagiert wird. Man kennt sich sozusagen, ohne jemals miteinander zu tun gehabt zu haben.
Es können sich merkwürdige Synchronizitäten einstellen, die Ausdruck der fortwährenden Verbundenheit des Ich-seins sind.
So stand ich z.B. mal an einer Bushaltestelle und wollte den angeschlagenen Fahrplan nach meinem nächsten Bus durchforsten, als ein Auto an mir vorbeifuhr, in dem sich ein jugendlicher Beifahrer aus dem Fenster lehnte und mir zurief: "Noch 3 Minuten!"
Ich überprüfte leicht belustigt seine Aussage, und er behielt recht.
Das Menschsein zeichnet sich in erster Linie durch eine relative Unbewusstheit der tieferen Zusammenhänge der Ich-Ebenen aus. Nicht, dass sie nicht wirken würden, nur spielen sie eben keine bewusste Rolle für die Konstitution des menschlichen Ich-Gedankens.
Als sich diese Ebene in mir einstellte, dachte ich nur: "Mein Gott, ich werde wieder normal!". *gg*
Immerhin hatte ich die längste Zeit meines Lebens in dieser "Normalität" gelebt. Und doch ist es anders, da das Wissen um die Relativität dieser Wahrnehmung im Hintergrund blieb.
Gut, seien wir Mensch. Keine wirklich große Herausforderung, weil sich wie immer alles im Grunde von selbst ergibt. Die Gespräche mit Mitmenschen, der ganz normale Alltag, die menschlichen Bedürfnisse. Alles ergibt sich einfach, auch die Sorgen und Ängste, die Leiden und Freuden.
Nach einer gewissen Zeit, trat eine starke Sehsucht zumindest nach den höheren Bewusstseinsebenen in den Vordergrund.
Ich begann das Menschsein zu verachten, begann das Ich-sein zu verachten. Wie kann man es hier, in dieser öden Gleichförmigkeit der täglichen Routinen nur so lange aushalten?
Die Zeit nagte an meinem Bewusstsein, die Inhaltslosigkeit raubte mir die Sinne.
Das Menschsein verblasste zunehmend, und ich betrat höllische Gefilde.
Fortsetzung folgt.....
|
|
|
21.12.2011, 16:46
|
Wer bin ich ? Beitrag #6 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 04.02.2010
Ort: Kommt drauf an
Beiträge: 5.302
|
Der Fächer der Realitätsebenen
(Teil 3: Hölle sein)
Auf der höllischen Schwingungsebene des Ichs ist es ziemlich eng. Ein starker innerlich Druck begleitete mich und die Negativität der Gedanken und der Wahrnehmungsfokus ist äußerst düster.
Zwar wußte ich noch irgendwo, dass es sich um eine bedingte Wahrnehmung handeln musste, aber dennoch befand ich mich auf einer Ebene, auf der ich mich nicht mehr von dem Grauen der Ereignisse, die auf diesem Planeten an den unterschiedlichsten Orten stattfanden, unterscheiden konnte.
Ich hatte das Gefühl, das Wesen der unsäglichsten Missetaten zu verstehen, teilte die Emotionen der Isolation, der Kälte der Gewissenlosigkeit, den Überdruck von Aggression, von Selbstzerstörung.
In meinen Träumen, die den diversen Horrorfilmen in nichts nachstanden, war ich nicht nur Opfer, sondern auch Täter.
In einem Traum befand sich etwas Dämonisches in einem dunklen Zimmer, in dem ich mich befand. Zuerst fürchtete ich mich, aber dann wurde ich wütend, so wütend und hasserfüllt, dass ich mich zu verwandeln schien. Ich riss alles im Zimmer um, und wütete, es solle sich mir zeigen, ich würde es in der Luft zerreißen, es zu Tode quälen. Ich kam an einen Spiegel und sah den Dämon: Ich war es selbst.
Aber auch diese Ebene hielt sich nicht lange. Glücklicherweise wirkte durch das bums! der Selbsterkenntnis eine hohe Stabilität des Gewahrens. So dass die innerlichen Zustände des Ich zwar emotional/geistig voll durchlebt wurden, es aber zu keinen Handlungen kam, die meine Person in Konflikte mit den Gesetzeshütern brachte. *gg*
Stets begleitete die Intensität der Realitätsebenen des Ichs auch die Gefestigkeit des Gewahrens ihrer Relativität und Bedingtheit. Ohne dieses Gewahren wäre ich wohl verloren gewesen, zumindest in diesem Leben.
Fortsetzung folgt...
|
|
|
21.12.2011, 17:46
|
Wer bin ich ? Beitrag #7 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 04.02.2010
Ort: Kommt drauf an
Beiträge: 5.302
|
Der Fächer der Realitätsebenen
(Teil 4: Wer bin ich?)
Nachdem die drei unterschiedlichen Wahrnehmungsebenen des Ich ausgiebig, hier natürlich jedoch nur grob komprimiert zusammengefasst, erfahren wurden, stellte sich eine gewisse Transparenz des Ich ein.
Das Sehen, was ich alles sein kann, wich dem Durchschauen der Unwirklichkeit jeder Ebene, die mit dem Ich als eine Verdichtung entstehen kann.
Die höchsten, gottgleichen Zustände des Ichs schienen mir genauso unwirklich zu sein, wie die höllischsten Zustände.
Alles nur eine Frage der Verdichtung aber nichts Absolutes.
Die Frage, wer ich bin, stellte sich kaum mehr. Und wenn sie erschien, dann war da nur eine stille Antwortlosigkeit.
Ich vergaß zunehmend, dass ich überhaupt bin, und musste immer wieder plötzlich lachen, wenn es mir dann doch mal auffiel, dass ich bin. Aber was ich bin, interessierte mich nicht mehr. Ich musste weder wissen, was ich bin, noch dass ich bin, um das zu sein, was ich bin.
Ich erinnerte mich an Ramana, der ja sozusagen versprochen hatte, dass die Frage "Wer bin ich?", zuletzt, wie ein Stock, der ins Feuer gehalten wird, selbst verbrennt.
Obwohl ich Ramana erst zu lesen bekam, nachdem meine Selbstergründung zum ersten bums! geführt hatte, war er wie ein stiller Begleiter für mich. Einmal begegnete ich Ramana im Traum und ich dankte ihm mit einer innigen Umarmung.
Auch Karl Renz spielte eine wichtige Rolle für mich. Sein radikales Vernichtungs-mundwerk, raubte mir mit die letzten Hoffnungen, durch mein Tun wieder in das zurückzufinden, was kein davor und danach kennt.
Wer bin ich?
Jede Antwort wird brennen, ist schon Asche, bevor sie brennt.
|
|
|
21.12.2011, 20:18
|
Wer bin ich ? Beitrag #8 (permalink)
|
|
Senior Member
Registriert seit: 06.10.2011
Beiträge: 1.626
|
bitte verhehle nicht aus Respekt vor der Integrität ,dass auch diese Schilderung getränkt und gefiltert ist von einem "LieblingsSelbstbild".
Im Prinzip ist nix davon so passiert.
|
|
|
 |
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Weitere Themen von Veda
|
| Thema |
Datum |
Forum |
Antworten |
Letzter Beitrag |
Satsangforum Feedback
Satsangforum Feedback: Schön das es neue bereiche im Forum gibt :D kann...
|
14.12.2011 |
Feedback- & Hilfe-Forum |
7 |
28.12.2011 14:44 |
Gefühle - Feelings
Gefühle - Feelings: dann werde ich mal den neuen Bereich nutzen ;)
...
|
14.12.2011 |
Bhakti |
6 |
15.12.2011 17:37 |
Psychologie
Psychologie: es heist ja das ein Kind mit 7 Jahren schon...
|
16.07.2011 |
Offenes Forum |
54 |
25.08.2011 11:15 |
|