Unbeweglich
Blutend liege ich am Boden und singe, dir zu Ehren, Liebeslieder.
Lieder die nur dich besingen, besiege ich sogar den Tod.
Tödlich sind die Hiebe deines Schwertes.
Schwer ist es, wenn man nicht zu sterben weiß.
Kampflos liege ich und nackt; du beobachtest und lachst.
Lächelnd schaue ich empor zu dir, löse mich vom Allem.
Alles lege ich in deine Hände als dankendes Geschenk.
Schenkend lächelst du mich an, dein Schwert verlierend.
Wie heilend deine klanglose Stimme doch ist, mein Freund.
Freundlich, wie umarmend, stellst du wieder mich auf Beine.
Beide stehen wir, nun endlich, und ernähren uns von Blicken.
Blicke die verstehen, was niemand sonst verstehen kann.
"Jetzt, mein Freund, bist du des Lebens Leben."
Lebendig, neugeboren, sehe ich ein letztes Mal in deine Augen.
Augenblicklich, unbeweglich.