Selbst-Ergründung
Dieser Begriff fällt öfter im Zusammenhang mit der Lehre Shankaras und Ramana Maharshis.
Da ich des Sanskrit nicht mächtig bin, beziehe ich mich auf das deutsche Wort der Selbst-Ergründung oder Selbst-Befragung.
Dieser Begriff kann missverstanden werden, insofern hier ein Selbst wäre, das hinterfragt oder ergründet werden könnte.
Dem ist nicht so.
Weder lässt sich das Selbst ergründen, noch lässt es sich hinterfragen.
Was hinterfragbar und ergründbar ist, ist das, was sich ergründet und was sich befragt, denn nur dies hat einen Grund, eine Quelle.
Die Quelle, das Selbst aber, hat sich noch nie gefragt, was es ist, noch sucht es einen Grund seiner selbst.
Es ist sich selbst und als sich selbst gibt es keine Fragen. Fragen stellen sich dem Bewusstsein:
Wer bin ich?
Wo komme ich her?
Was soll das alles?
Wann kommt der Bus?
Und die zielgerichtetste Frage nach dem Grund ist die Frage: Wer bin ich?
Da Bewusstsein niemals eine wahrhaftige Antwort darauf hat, ist nach jeder ernsthaft gestellten Frage "Wer bin ich" sofort ein *Blanc*-Stille.
Es ist die vermutlich effektivste Methode, sämtliche Glaubenssätze und fehl-Identitäten zu durchschauen.
Es ist aber nicht das Selbst, was sich da ergründet. Es ist das Bewusstsein, welches seinen Grund sucht.
Und da mit der Hnterfragung seiner selbst immer eine nicht-Antwort kommt, werden alle Fehlannahmen mit der Zeit ausgeräumt werden.