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02.08.2007, 21:47
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra Beitrag #1 (permalink)
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Member
Registriert seit: 23.07.2007
Ort: Münster
Beiträge: 46
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra
Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra
Ur
Grund
Urgrund
Urgrund ist
Urgrund ist und
Urgrund ist und ist
Urgrund ist und ist doch
Urgrund ist und ist doch nicht;
ist ein Potential, aber kein Ding;
existiert (nicht) ohne keine Zeit;
ist ungeboren und unsterblich
seit jeher und immer im Jetzt.
Ist jenseits der Gedanken, und
doch sind sie Teil davon
Ist jenseits von Gefühlen, und
doch sind sie Teil davon
Ist jenseits von Sinn und Sinnen
und doch sinnt ein Teil davon:
"Form ist Leere, Leere wird zur Form
Kein Auge, Kein Ohr, Keine Nase,
Keine Zunge, Kein Körper, Kein Geist,
Keine Farbe, Kein Klang, Kein Geruch,
Kein Geschmack, Kein Tastsinn.
Kein Ding, das exisitiert."
(Herz-Sutra)
Was ist der Urgrund, wenn er nicht existiert?
Lass die Frage los, denn der Urgrund ist
Antwort an sich und niemals durch Frage
erfahrbar.
Lass die Antwort los, denn auch wenn der
Urgrund Antwort ist, so ist diese Antwort
kein Wort, kein Gefühl, keine Empfindung,
kein Ding, das man logisch greifen könnte:
"Um Jetztheit wiederzuentdecken, muss man zurückschauen, dorthin, wo wir hergekommen sind, zurück zum ursprünglichen Zustand.
In diesem Fall geht es nicht darum, in die Vergangenheit zu schauen, etwa einige tausend Jahre zurück; es geht darum, zurück in den eigenen Geist zu schauen, dorthin, wo 'Geschichte' noch gar nicht angefangen hat, wo das Denken noch gar nicht angefangen hat, dorthin, wo noch nicht einmal ein einziger Gedanke jemals aufgetreten ist.
Wenn man mit diesem ursprünglichen Grund in Verbindung ist, wird man niemals mehr verwirrt durch die Illusionen von Vergangenheit und Zukunft.
Man ist dann in der Lage, dauerhaft in der Jetztheit zu verweilen.
Dieser ursprüngliche Seinszustand kann mit einem uranfänglichen oder kosmischen Spiegel verglichen werden.
Mit "uranfänglich" meinen wir 'unbedingt', 'nicht durch irgendwelche Umstände verursacht' [aus sich selbst heraus existierend].
Etwas 'Uranfängliches' ist keine Reaktion für oder gegen irgendeine Situation.
Alle Bedingtheit resultiert aus Unbedingtheit.
Alles, was zusammengesetzt ist, ist aus etwas entstanden, das vom Ursprung her reines Potential war.
Wenn etwas bedingt ist, wurde es erschaffen oder geformt. Man spricht davon, Ideen oder Pläne zu form-ulieren. Im Gegensatz dazu ist das Unbedingte frei davon, geformt zu sein, frei davon, etwas Erschaffenes zu sein."
(Trungpa Rinpoche)
Nun 'kennen' wir ihn, den Urgrund,
der unkennbar, unverkennbar,
kannbar aber unwillbar ist....
Doch wie ist er zu erfahren, kann
man ihn ergreifen, kann mit Methode
man ihn kaufen, kann mit Gebeten
man ihn bezwingen oder seine Macht
ersingen? Kann man ihn besitzen?
Kann man ihn beschmutzen, muss
man ihn putzen? Muss man schwitzen
muss man leiden, um ihn zu nutzen?
"Der grundlegende Referenzrahmen des kosmischen Spiegels ist ausgesprochen unermesslich - und er ist frei von jedem Vorurteil, frei von Tod oder Heilung, frei von Hoffnung oder Furcht.
Die Methode, um zurückzuschauen und den Seins-Zustand des kosmischen Spiegels zu erfahren, ist, sich einfach zu entspannen.
In diesem Fall ist mit Entspannung jedoch etwas ganz anderes gemeint, als die übliche Vorstellung des Abendlandes davon, herumzuhängen oder sich Freizeit zu gönnen; sich durch einen schönen Urlaub abzulenken.
Entspannung meint hier eine Entspannung des Geistes, ein Loslassen der Anspannung und der Konzepte und Depressionen, die einen normalerweise gefangen halten.
Das bedeutet, weder für noch gegen eine Erfahrung zu sein. Das heisst, man bittet nicht um die eine Art von Gedanken und verurteilt die andere Art von Gedanken, sondern man tritt ohne Bewertung an jeden Gedanken heran.
Man lässt Dinge sein, wie sie sind, ohne sie zu beurteilen.
Das ist der ideale Zustand von Entspannung der die Erfahrung der Jetztheit des kosmischen Spiegels möglich macht.
Tatsächlich IST dieser Zustand bereits die Erfahrung des kosmischen Spiegels."
(Trungpa Rinpoche)
Der Urgrund, die Quelle allen Seins,
der kosmische Spiegel, der Raum,
der den Traum aller Wesen verbindet
und sich überall und nirgends befindet.
Lass los, lass los, entspanne den Geist,
dann wird er eins mit seinem Urselbst,
von dem er doch niemals getrennt war
ausser durch die Frage, suchend zumeist
gestellt - gestellt vor - vorgestellt durch
die Vorstellung, ur-geteilt durch Urteil,
ein-geteilt, das Einteil....
Lass los, spring - und fliege im Himmel
der nicht-dualen nicht-seienden Existenz
des himmlischen Seins.
Seit jeher und immer im Jetzt;
ist ungeboren und unsterblich;
existiert (nicht) ohne keine Zeit;
ist ein Potential, aber kein Ding;
Urgrund ist und ist doch nicht;
Urgrund ist und ist doch
Urgrund ist und ist
Urgrund ist und
Urgrund ist
Urgrund
Grund
Ur
-------------------------------------------------------
Text und Übersetzung der Zitate a.d. Englischen von mir:
http://www.omspace.org/forum/forum.p...thread&id=1246
Auch zum Anhören, von mir vorgetragen:
http://voiceofom.org/ (Track 1 - Der kosmische Urgrund)
Viel Spass!
Andreas
Geändert von Vajra Advaita (03.08.2007 um 09:46 Uhr)
Grund: "
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02.08.2007, 21:50
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra Beitrag #2 (permalink)
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Guest
Registriert seit: 30.12.2006
Beiträge: 0
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Ich hänge diese Übersetzung des Herz-Sutras mal hier rein ...
Persönlichkeit besteht aus den fünf greifenden Komponenten: Form, Empfindung, Wahrnehmung, Gestaltungen, Bewußtsein, welche alle von Natur leer von jeglicher Selbstheit sind.
Form ist Leere, Leere ist nicht verschieden von Form, noch ist Form verschieden von Leere, in der Tat, Leere ist Form. Und weiter. Empfindung ist Leere, Leere ist nicht verschieden von Empfindung, noch ist Empfindung verschieden von Leere, in der Tat, Leere ist Empfindung.
Und weiter: Wahrnehmung ist Leere, Leere ist nicht verschieden von Wahrnehmung, noch ist Wahrnehmung verschieden von Leere, in der Tat, Leere ist Wahrnehmung.
Und weiter: Gestaltung ist Leere, Leere ist nicht verschieden von Gestaltung, noch ist Gestaltung verschieden von Leere, wahrlich, Leere ist Gestaltung. U
nd weiter: Bewußtsein ist Leere, Leere ist nicht verschieden von Bewußtsein, noch ist Bewußtsein verschieden von Leere, wahrlich, Leere ist Bewußtsein.
Da alle Dinge, o Sariputra, die Natur der Leere besitzen, haben sie weder Anfang noch Ende. Sie sind weder fehlerlos noch nicht fehlerlos, sie sind weder vollkommen noch unvollkommen.
In der Leere gibt es keine Form, keine Empfindung, keine Wahrnehmung, keine Gestaltung, kein Bewußtsein. Da gibt es kein Auge, kein Ohr, keine Nase, keine Zunge, keine Tastempfindung, keinen Geist. Da gibt es kein Sehen, keinen Ton, keinen Geruch, keinen Geschmack, kein Getast, keinen geistigen Prozeß, kein Objekt, kein Wissen, kein Nichtwissen. Da gibt es keine Zerstörung von Objekten, kein Aufhören des Wissens, kein Aufhören des Nichtwissens. Da gibt es keine Edlen Vierfachen Wahrheiten: kein Leiden, keine Ursache des Leidens, kein Aufhören des Leidens, keinen zum Ende des Leidens fahrenden Pfad. Da gibt es keinen Zerfall und keinen Tod und keine Zerstörung des Begriffes von Zerfall und Tod. Da gibt es kein Wissen vom Nirwana, da gibt es kein Erreichen des Nirwana, da gibt es kein Nicht-Erreichen des Nirwana.
Warum gibt es kein Erlangen des Nirwana? Weil Nirwana das Reich von keiner «Dingheit» ist. Wenn die Ichseele der Persönlichkeit eine dauernde Größe wäre, so könnte sie das Nirwana nicht erreichen.
Nur weil die Persönlichkeit aus vergänglichen Elementen besteht, kann sie das Nirwana erreichen.
Solange ein Mensch höchstes, vollkommenes Wissen sucht, weilt er immer noch im Reiche des Bewußtseins. Wenn er Nirwana verwirklichen soll, so muß er über das Bewußtsein hinausgehen. Im höchsten Samadhi, nach Überschreitung des Bewußtseins, ist er über Unterscheidung und Wissen hinübergelangt, über die Reichweite von Veränderung oder Angst hinaus; dann genießt er schon Nirwana.
Das volle Verstehen von diesem und die geduldige Annahme hiervon ist höchstes, vollkommenes Wissen, welches Prajna-Paramita ist. Die Buddhas der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, da sie höchsten Samadhi erreicht haben, indem sie erleuchtet werden, verwirklichen die Prajna-Paramita.
Daher, o Sariputra, sollte jeder Selbstverwirklichung der Prajna-Paramita suchen, die Transzendente Wahrheit, die unüberschreitbare Wahrheit, die Wahrheit, die alles Leiden löscht, die Wahrheit, die für immer wahr ist.
Prajna-Paramita! Transzendente Wahrheit, die den aufgewühlten Ozean von Leben und Tod überspannt, um alle Sucher zum anderen Ufer der Erleuchtung hinüberzutragen.
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02.08.2007, 22:16
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra Beitrag #3 (permalink)
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Member
Registriert seit: 23.07.2007
Ort: Münster
Beiträge: 46
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Danke  Hier ist es vielleicht auch etwas besser aufgehoben - im Erleuchtungsthread könnte es etwas untergehen... Dein Posting dort hat mich animiert, dies zu posten... Lieben Gruss! Andreas
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02.08.2007, 22:29
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra Beitrag #4 (permalink)
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Guest
Registriert seit: 30.12.2006
Beiträge: 0
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Danke Andreas,
das mit dem Urgrund hat mir gefallen. Die Frage nach dem Uhrgrund. Warum gibt es eine Uhr? Die Uhr ist die beknackteste Erfindung der Menschheit. *g* Die Erfindung des Weckers kommt gleich hinten dran. *g* Schaffen wir die Zeit doch einfach ab. Dann gibt es auch kein gestern und kein morgen mehr. Ich sehe keinen Uhrgrund - sozusagen. *g*
LG
Norbert
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02.08.2007, 22:34
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra Beitrag #5 (permalink)
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Member
Registriert seit: 23.07.2007
Ort: Münster
Beiträge: 46
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Als ich gestern ein Samarpan-Video auf Jetzt-TV schaute und er gerade von Vergänglichkeit redete, ist exakt in dem Moment mein digitaler Funkwecker kaputt gegangen. Das Bild ging einfach weg, neue Batterien brachten es auch nicht wieder. Was soll man da noch sagen  Lieben Gruss! Andreas
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02.08.2007, 22:37
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra Beitrag #6 (permalink)
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Guest
Registriert seit: 30.12.2006
Beiträge: 0
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cool *lol*
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03.08.2007, 08:27
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra Beitrag #7 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 26.05.2006
Ort: Bremen, Germany
Beiträge: 4.888
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Mein Gott, ich möchte das alles mal verstehen, was ihr so schreibt. Jnana, Nirwana usw. Aber eigentlich ist es egal. Ist mir einfach zu hoch, habe gar keine Lust.
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03.08.2007, 08:46
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Über den Ur-Grund: Ein Herz-Sutra Beitrag #8 (permalink)
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Registriert seit: 10.07.2007
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von Vajra Advaita
Als ich gestern ein Samarpan-Video auf Jetzt-TV schaute und er gerade von Vergänglichkeit redete, ist exakt in dem Moment mein digitaler Funkwecker kaputt gegangen. Das Bild ging einfach weg, neue Batterien brachten es auch nicht wieder. Was soll man da noch sagen  Lieben Gruss! Andreas
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Schicke ihm die Rechnung für einen neuen 
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