31.10.2004, 21:10
|
TV-Tipps Beitrag #1 (permalink)
|
|
Guest
Registriert seit: 29.06.2004
Beiträge: 0
|
TV-Tipps
gleich, 21:15 auf VOX:
Die Kraft der Gefühle
Original-Titel: Primal Instincts
Ende: 22:20
Dokumentation, USA 2004
Folge: 1 / 2
Angst
Zitat:
Nicht immer ist es der Verstand, der unser Tun und Handeln bestimmt - oft sind unsere Emotionen dafür verantwortlich. Die deutsche Erstausstrahlung der zweiteiligen Dokumentation "Die Kraft der Gefühle" zeigt, wie diese Emotionen in der körpereigenen "Drogenfabrik" reguliert werden und was passiert, wenn diese Fabrik außer Kontrolle gerät. Am Beispiel von Angst und Wut, zwei Urinstinkten des Menschen, wird gezeigt, warum wir unseren Emotionen oftmals schutzlos ausgeliefert sind. Neue Forschungsergebnisse, kulturelle Vergleiche und Experteninterviews geben einen spannenden Einblick in die komplexe und geheimnisvolle Gefühlswelt des Menschen.
Teil 1: Angst
Die erste Episode von "Die Kraft der Gefühle" setzt sich mit der Angst auseinander: Von der Angst als vererbter Reaktionsbereitschaft im Kampf ums Überleben, über biochemische Prozesse im Gehirn bis hin zu krankhaften Neuroseerscheinungen einer modernen Gesellschaft.
Evolutionsgeschichtlich betrachtet ist Angst ein sinnvoller und äußerst nützlicher Affekt, der uns vor Gefahren warnt und bei angemessener Reaktion auch vor den Folgen schützt. Weitaus komplexer und bei weitem noch nicht vollständig erforscht ist die Angst als psychobiologisches Phänomen. Im Zustand der Angst wirken körperliche und seelische Reaktionen ebenso zusammen wie genetisch gespeicherte Programme und individuelle Erfahrungen. Noch sind lediglich einzelne Aspekte jener komplexen Prozesse bekannt, die im Hirn ablaufen, wenn wir beispielsweise vor Angst erstarren oder unter rätselhaften Phobien leiden.
In Bruchteilen von Sekunden reagieren die verschiedenen Bereiche im Gehirn, wenn Auge oder Ohr bedrohliche Sinnesreize melden. Eine Kettenreaktion von Hormonen und Neurotransmittern wird ausgelöst. Die Nebennieren spielen dabei eine wichtige Rolle, indem sie die Stresshormone Adrenalin und Cortisol ausschütten, welche wiederum für die körperlichen Reaktionen verantwortlich sind.
Angst kann sowohl unbewusst wirken als auch unbewusst erlebt werden. In verschiedenen Lebensabschnitten äußert sie sich auf unterschiedliche Weise. Ein gewisses Maß an Angst und Furcht ist normal für die psychische Entwicklung des Kindes, aber auch für die Lernfähigkeit des Menschen generell. Eine völlige Abwesenheit der Angst weist meist auf eine psychische Störung und Erkrankung hin.
Als krankhaft werden Ängste dann bezeichnet, wenn eine deutliche Diskrepanz zwischen Angstobjekt und dem Grad der Angstreaktion besteht. Meist sind sie an erkennbare äußere Anlässe gebunden, manchmal treten sie aber auch scheinbar grundlos auf. So bei dem 27 Jahre alten Gavin, der davon berichtet, wie er plötzlich und ohne erkennbaren Grund von Schwindelanfällen, exzessivem Schwitzen, Herzrasen und heftigen Kopfschmerzen heimgesucht wird.
|
|
|
|