Zitat:
Zitat von Bob
Ich will eben das Ganze, dieses ominöse, nicht nachweisbare und eben auch nicht vorhandene "absolute Subjekt" in Frage stellen.
Das ist eine Vorstellung wie "Gott".
Dieses vermutete "absolute Subjekt" ist das Subjekt.
Also gibt es 7 000 000 absolute Subjekte - man ist aber auf der Suche nach dem einem absoluten Subjekt - und welches soll das sein, wenn nicht Du selbst?!
Aus philosophischer Sicht ist Selbsterkenntnis die Überwindung der völlig natürlichen Subjekt-Objekt-Spaltung durch eine Rückwendung des Erkenntnisvorgangs auf die eigene Person Selbst. Also das, was zwischen dem 1. und 2. Bild gemacht wird...
|
Ist ja erstmal auch nicht verkehrt.
Das man also erstmal "Gott" verneinen muss/will.
Aber es ist auch noch nicht das Ende. Das Ende der Verneinung ist nicht das Nein, sondern das Ja, aber kein gewöhnliches Ja mehr, kein Ja mehr aus der Kategorie "Ja und Nein".
Schopenhauer hat den Punkt vermutlich nicht erreicht und blieb im Nein stecken (mehr als ein paar Seiten konnte ich bisher aus "Die Welt als Wille und Vorstellung" nicht lesen, da ich es so dröge und trocken fand).
Aber als Zwischenschritt mag es gut sein, sich erstmal von Vorstellungen zu verabschieden, und zu sagen: "ich glaube nichts mehr", bis man eben das "Nein" durchbricht und auch das "Nichts der Abwesenheit" durchbricht, indem eben "Gott" in dieses "Nichts" wieder einsteigt.
Das ist dann nicht mehr der Gott der kleinen Leute, nicht mehr Gott der Vorstellungen, sondern das Licht Gottes, die Essenz von Gott, die das Nichts durchbricht, wie die Strahlen der Sonne, den Himmel durchdringen.
Schopenhauer mit seinem Nein, stellt also noch nicht den Endpunkt dar.