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Bhakti

Der Weg des Herzens, Hingabe und Liebe, Verschmelzung mit dem Göttlichen


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Alt 15.06.2010, 10:31   Schönheit und die Anziehungen des Schönen Beitrag #17 (permalink)
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Benutzerbild von Antar
 
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Zitat:
Zitat von Melodie Beitrag anzeigen
...
Zitat:
schwingt man den so einfach hin und her, ist er durchlässig(neutral).
erstmal nur die reine potenz DA!
die lücken können sich aber füllen, mit schönem und unschönem
(so ist das im leben!).
das vervollkommt das ganze natürlich!
Wichtig ist zusagen, dass die "reine Potentz" oder Quelle, nicht irgendwann oder irgendwo, oder in irgendeiner speziellen Weise ist.
Sie ist. Und sie ist nicht getrennt.

Melodie ist die Quelle genauso wie Antar - nicht die Namen von uns, nicht die Körper, nicht die Persönlichkeiten - aber der Raum des Seins, in dem diese Formen sind, der ist hier.

Und das ist keine These oder Theorie, auch kein Bild (auch wenn ich versuche, mich über Bilder anzunähern) sondern die Realität unserer wahren Natur.

Dieses Sein, mag aus einer gedanklichen Perspektive neutral erscheinen. Aber aus der direkten Schau des Seins, ist es einfach das was du bist, deine Natur, Ganzheit, Einheit, keine Person.

Die Vervollkommnung, betrifft also nicht deine wahre Natur, nicht das Sein, nicht den Raum, der ist.
Dort gibt es nichts zu vermehren oder vermindern. Nichts was dort geschehen könnte, warum?
Weil es nichts anderes auf dieser Ebene gibt, als DAS.

Die Vervollkommnung bezieht sich dann auf die Ebene des Menschseins, und beschreibt einen Weg der Integration, dieser Erfahrung in die verschiedenen Aspekte des Lebens.

Zitat:
wenn man gut aufpasst, denke ich kann man sicher so einiges kontrollieren, vielleicht auch mal wieder etwas endfernen, was nicht gewollt oder "hässlich" ist...?
Es geht, wenn man diesen Weg gehen will, um Freiheit, totale Freiheit. Und man muss dort anfangen, wo man gerade steht. Also schauen, wo man steht, und von dort dann beginnen.

Eine gewisse Kontrolle kann anfangs helfen, um den massiven Griff der Gedanken erstmal zu lockern, um überhaupt einen klitzekleinen Riss, in diesem Gedankengebäude wahrnehmen zu können. Die Kontrolle bezieht sich dann auf eine spirituelle Diziplin, einen Weg, wie beispielsweise, Atembetrachtung, Meditation, Yoga usw.

Später verändert sich das dann etwas, und ab einem gewissen Punkt, ist Kontrolle sogar kontraproduktiv.

Aber zuerst muss der Weg beschritten werden, der dich anzieht.

Zitat:
vielleicht auch mal wieder etwas endfernen, was nicht gewollt oder "hässlich" ist...?
Das kommt dann auf deinen Willen an, was du willst. Wenn es dann totale Freiheit ist, die du willst, wird es für dich unwichtig werden.

Die innere Ausrichtung ist wichtig. Selbstehrlichkeit, absolute Aufrichtigkeit (vorallem einem selbst gegenüber) ist wichtig. Ehrlich schauen, was man wirklich will, und dann danach handeln.

Die wenigsten wissen wirklich was sie wollen - sie werden einfach unbewusst gelebt, von ihren Wünschen und Ängsten, die sich permanent ändern, aber alles läuft nur oberflächig ab.

Um tief zu tauchen, bedarf es der Bereitschaft. Du musst für dich an den Punkt kommen, wo du ganz klar wirst, über deine Ausrichtung, wo du deinen Fokus hinrichten willst.

Eigentlich gibt es nur 2 Wege. Freiheit, oder der Traum. Je klarer man in seiner Ausrichtung wird, desto einfacher geht die Reise.
Antar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2010, 11:11   Schönheit und die Anziehungen des Schönen Beitrag #18 (permalink)
 
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ja bezieht sich aufs menschsein, meinte ich auch genau so!
ja klingt alles logisch!

mir kommen, sicherlich noch n paar fragen ...
Gast2524 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2010, 06:51   Schönheit und die Anziehungen des Schönen Beitrag #19 (permalink)
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Die Schönheit eines Menschen ist nicht abhängig vom äusseren Erscheinungsbild, sondern davon was ein Mensch von innen ausstrahlt. Ein Mensch der mit sich im reinen ist, ist in der Lage das auch nach aussen zu zeigen. Wenn er eine offenheit seinen Mitmenschen gegenüber zeigt, so das dieser merkt, ich werde so angenommen wie ich bin. Es gibt so viele kleine Dinge die die Schönheit eines Menschen ausmachen. Und diese ist nicht abhängig von der äusseren Hülle. Die Schönheit der Seele ist viel schöner wie jede Hülle. Den eine schöne Hülle zeigt nicht die Schönheit der Seele. Sie zeigt nur etwas was scheint aber nicht ist.
Überall hört man, die inneren Werte zählen. Aber diese Worte sind wie Rauch im Wind, der viel zu schnell verfliegt und sich im nichts auflöst. Und genauso löst sich die Hülle auf wenn das was aus dem inneren kommt nicht mit dem Übereinstimmt was das äussere verspricht. Wie Rauch im Wind. Und es bleibt nichts.
lizzy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2010, 06:56   Schönheit und die Anziehungen des Schönen Beitrag #20 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Antar Beitrag anzeigen
Ein Zitat von Sathya Sai Baba, was ich vor Jahren mal las, gefiel mir damals sehr gut, heute immer noch, und es war damals sehr kraftvoll als ich es las:

"In der Schöpfung gibt es nichts Böses, nicht einmal einen winzigen Teil. Das Böse erscheint als solches nur durch eine falsche Sichtweise. Die Schöpfung nimmt die Farbe der Brille an, die wir tragen. In sich selbst ist sie ewig rein und heilig."






Das ist wohl wahr was da steht.
lizzy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2011, 03:08   Schönheit und die Anziehungen des Schönen Beitrag #21 (permalink)
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Beiträge: 6.594
Standard Das Geheimnis der Schönheit

Mir wurde vorhin etwas klar, im Bezug auf das Thema Schönheit. Keine große Sache, aber doch eine Kleinigkeit, die ich vorher nicht so deutlich sah.

Die Frage war: Was ist Schönheit? Und was ist so anziehend an ihr bzw. was ist ihre Anziehungskraft?

Man kann diese Fragen sicher auf mehreren Ebene stellen und beantworten, ich schaute mir jedoch die relative Ebene an, wo mich Schönheit im Außen anzog im Bezug auf das Thema der romantischen Liebe.

Es gab mehrere Menschen in meinem Leben, in die ich mich verliebte bzw. denen ich "verfiel", die eine unglaubliche Schönheit hatten.

Was machte sie so schön?

Das viel mir heute wie Schuppen von den Augen. Ihr Nicht-Begehren, ihre Nicht-Bedürftigkeit, ihre Nicht-Anhaftung und Nicht-Identifikation in Bezug auf mich und eine Beziehung zu mir, machte sie so schön für mich.
Gerade weil sie mich nicht "brauchten", gerade weil sie mich nicht begehrten, mir nicht verfallen waren, konnten sie ihre Schönheit bewahren, die mich wiederum anzog wie die Motte das Licht.

Wären diese schönen Menschen, in eine Verliebtheit, in eine Bedürftigkeit, in ein Wollen in Bezug auf mich "gefallen", ich bin mir sicher, wäre der Reiz der Schönheit geschmälert oder sogar gebrochen gewesen.
Ein "Makel" hätte sich mit der Bedürftigkeit eingeschlichen, der diese unbefleckte Schönheit verhüllt und verdunkelt hätte. "Hässlichkeit" hätte den Ausdruck der Schönheit überlagert.

Im Roman "Lolita" von Nabokov, wird diese Faszination der Schönheit, im Kontext einer einseitig projizierten Liebessehnsucht, sehr deutlich.
Lolita, erscheint für Humbert wie eine Göttin. Sie ist die verkörperte Schönheit für ihn. Doch wird diese Faszination der Schönheit, dieses "Ausstrahlen" der Schönheit in der Beziehung in dieser Form nur erreicht, indem Lolita, gegenüber Humbert kein intensives Begehren, keine Verliebtheit, kein Wollen entwickelt.
Nur durch ihr Nicht-Begehren in Bezug auf Humbert, kann sie für ihn in der Aura übersinnlicher und göttlicher Schönheit erscheinen.

So weit so gut...

Für denjenigen der dieser Schönheit im Kontext der romantischen Liebe "verfällt", bietet es meiner Erfahrung nach, aber auch eine Möglichkeit des Wachstums an.
Die Aura der Schönheit zieht im Außen an, ihr Duft ist unglaublich, verführerisch und wunderbar - da im Kontext dieser Beziehung aber auch eine Einseitigkeit liegt, ist eine "Erfüllung" ausgeschlossen.
Der der Schönheit Verfallene, hat nur den einen Wunsch, die Schönheit zu "trinken", doch hier beginnt bereits die Schwierigkeit.
Er erhält ein paar Tröpfchen, ist berauscht, doch es liegt nicht im Wesen dieser Beziehungssituation, dass die "Verführerin", den "Durst" zu stillen vermag.
Ihre Aufgabe ist lediglich, den Durst zu "entfachen", und dann wenn er entfacht ist, sich wieder zurückzuziehen.

Jetzt hat der Verführte zwei Möglichkeiten. Er wählt, weiterhin die Rolle des verfallenen Verführten zu spielen, und sich bis in die Unerträglichkeit in seiner ungestillten Sehnsucht auf seine Verführerin zu beziehen, und somit weiterhin ein "Opfer" der Schönheit zu bleiben, oder aber, er lässt sich auf dieses entfachte Feuer ein, welches die Verführerin, als "göttliche Botin", in ihm wachrief, und es nun bis in alle Zellen zu fühlen, nunmehr ganz ohne Fixpunkt, ohne Objekt zu sein, da erkannt wurde, dass diese Sehnsucht keine Möglichkeit der Verwirklichung innerhalb dieser Beziehungssituation mehr findet.
Dann geschieht der Wechsel, weg von dem Objekt der Schönheit, hin erstmal wieder zu einem selbst, und all den "entfachten Gefühlen", die nun nicht mehr im Bezug zu einem äußeren Objekt stehen.

In der Stille der Versenkung, beruhigt sich der nach außengehend/projizierende Verstand wieder, und die "Motte" zieht es nach und nach nicht mehr nach außen zum Licht.
Je mehr die Versenkung in die Stille gesucht wird, desto mehr verliert die "Motte" das Interesse, im Außen nach dem Licht zu suchen, und erkennt so nach und nach, das wahre Wesen der Schönheit, ohne der Faszination zu erliegen, dem äußerlichen Lichtschein der Schönheit bedingungslos zu folgen.
Der Abglanz dieser äußerlichen Schönheit, verliert seine Bindungskraft auf die "Motte", die nun auch nicht mehr vor den funkelnden äußerlichen Lichtern herumflattert, sondern auf der Blume des Sein ruht *g* .


Persönlich interessieren würde mich, wie eine Beziehung aussieht, die nicht einseitig-projizierend vs. einseitig-nicht-begehrend abläuft, sondern wo zwei Menschen zusammenkommen, die beide keine Erfüllung und Befriedigung durch die andere äußere Schönheit suchen, da sie beide in ihrer Schönheit bereits ruhen!
Das fände ich spannend zu sehen bzw. zu erfahren, wie sich zwei "Schönheiten" begegnen und wie sie sich aus und in dieser Freiheit entfalten.

Da mag auch noch eine gewisse "Romantik" oder auch "Sehnsucht" in mir mitschwingen, in Bezug auf diese Vorstellungen, die dann letztendlich die ganze Sache doch wieder verderben bzw. sich dort reinmischen, und auch etwas naiv verklärt die ganze Sache noch betrachten, aber die Sache (das Thema) an sich, sehe ich nicht als schlecht an.

Als Ideal ist Beziehung und/oder Begegnung in Freiheit und ohne Bindung, sicher schön, aber die Frage ist immer, wie es umgesetzt und gelebt werden kann...

Eine Frage, die man meiner Meinung, eigentlich nur mit der eigenen "Praxis" beantworten kann, indem man eben, wie der "Verführte" plötzlich mit sich selbst konfrontiert ist, wenn die Verführerin, ihr "Werk der Entfachung" vollbracht hat, und nun "diesen Augenblick" einfach fühlen muss - ohne einen Fixpunkt, und ohne den Bezug auf ein äußeres oder inneres Objekt zu haben.

Bis man nicht selbst vollständig "schön" geworden ist, wird man wohl gezwungen sein, weiterhin Ego-Muster in Beziehungen auszudrücken, und dazu gehört wohl auch das Spiel zwischen Verführer und Verführten.
Antar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2011, 07:06   Schönheit und die Anziehungen des Schönen Beitrag #22 (permalink)
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Benutzerbild von überbelichtet
 
Registriert seit: 15.02.2010
Beiträge: 5.306
Standard

Bei Schönheit und Bedürfnislosigkeit muss ich an einen Tiger denken. Einen wilden Tiger. Er ist vollkommen Bedürfnislos. Er ernährt sich selbst. Er ist jederzeit bereit das notwendige zu tun ohne zu zögern. Er ist sich selbst nicht verpflichtet. In keinster Weise. Es gibt nichts was ihn Diskreditieren könnte. Er ist ein reines Wesen.

Gestern fiel mir noch der Witz ein: Geht ein Tiger zum anderen und fragt ihn: Kannst du mich das Tigersein lehren?



überbelichtet ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2011, 11:29   Schönheit und die Anziehungen des Schönen Beitrag #23 (permalink)
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Benutzerbild von Geheimagent
 
Registriert seit: 04.02.2010
Ort: Kommt drauf an
Beiträge: 5.246
Standard Schönheit und Anziehung

Mich beschäftigte die Schönheit viele Jahre. In der Musik, bei den Frauen, in der Natur, den Gefühlen und Ideen.......

Und je mehr ich auf Schönheit traf, desto tiefer erfuhr ich auch die Hässlichkeit.

Es stellte sich heraus:

Es ist nicht schwer, die Schönheit in mir wachzurufen. Wenn ich geziehlt auf sie zusteuere, die Häßlichkeit meide, mich ganz ihrem Ruf hingebe, dann tritt sie zuverlässig in meine Wahrnehmung.

Aber sie wird dort nicht verweilen und sensibilisiert mich für ihr Gegenteil, die Hässlichkeit.

Warum ist dies so, fragte ich mich.

Weil etwas in mir vorliegt, was zwischen Schönheit und Hässlichkeit unterscheidet.

Die wundervolle Vision einer perfekten Beziehung, ist durchtränkt mit der Vorstellung, wie es nicht sein sollte.

Die Schönheit einer Blume birgt die Hässlichkeit ihres Verwelktseins.

Die innerlichen Ekstasen wissen von den dunkelsten Stunden.

Was also ist Schönheit?
Gibt es überhaupt eine Schönheit, die nicht ihr Gegenteil birgt?

Ich würde sagen, ja.

Es gibt eine vernichtende Schönheit. Eine Schönheit, die nicht an eine Form, an eine Vorstellung gebunden ist.
Eine Schönheit, die nicht weiß, was schön ist.
Eine Schönheit, die so bar jeder Vorstellung davon ist, was schön ist, dass das gesamte Universum in ihr Platz findet, und von ihr singt, durch den Aschenbecher, durch die Vögel am Himmel, durch Fukushima, durch die Sterne, durch das überfahrene Rehkitz auf der Autobahn, den Tod der Lieben, die Dissonanz eines Akkordes, das Lächeln der Monalisa........

Geändert von Geheimagent (01.09.2011 um 11:34 Uhr)
Geheimagent ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2011, 13:51   Schönheit und die Anziehungen des Schönen Beitrag #24 (permalink)
Senior Member
 
Benutzerbild von shams
 
Registriert seit: 18.01.2009
Ort: Stuttgart
Beiträge: 3.021
Standard

Die Schönheit ist ein besonders großer festverwurzelter Baum.
Der Wald kann sich wirklich glücklich schätzen.
Ohne Bäume gibt es keinen Wald.
shams ist offline   Mit Zitat antworten
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