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29.03.2007, 20:26
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Poesie des Herzens Beitrag #17 (permalink)
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Guest
Registriert seit: 30.12.2006
Beiträge: 0
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Wie ich die Liebe auch beschreiben und erklären will,
wenn ich zu ihr komme, schäme ich mich dafür.
Mag auch die Sprache manches erklären,
Liebe ohne Sprache macht es klarer.
Die Feder beeilt sich, zu schreiben;
wenn sie zur Liebe kommt, zerbricht sie.
Rumi

Geändert von Gast780 (29.03.2007 um 20:28 Uhr)
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04.04.2007, 10:14
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Poesie des Herzens Beitrag #18 (permalink)
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Guest
Registriert seit: 30.12.2006
Beiträge: 0
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Was es ist
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist wie es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist wie es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist wie es ist
sagt die Liebe
(Erich Fried)
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29.04.2007, 10:42
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Poesie des Herzens Beitrag #19 (permalink)
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Guest
Registriert seit: 30.12.2006
Beiträge: 0
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Heute will ich dir zu Liebe Rosen
Heute will ich dir zu Liebe Rosen
fühlen, Rosen fühlen dir zu Liebe,
dir zu Liebe heute lange lange
nicht gefühlte Rosen fühlen:
Rosen.
Alle Schalen sind gefüllt; sie liegen
in sich selber, jede hundert Male,
wie von Talen angefüllte Tale
liegen sie in sich und überwiegen.
So unsäglich wie die Nacht
überwiegen sie den Hingegebnen,
wie die Sterne über Ebnen
überstürzen sie mit Pracht.
Rosennacht, Rosennacht.
Nacht aus Rosen, Nacht aus vielen vielen
hellen Rosen, helle Nacht aus Rosen,
Schlaf der tausend Rosenaugenlider:
heller Rosen-Schlaf, ich bin dein Schläfer.
Heller Schläfer deiner Düfte; tiefer
Schläfer deiner kühlen Innigkeiten.
Wie ich mich dir schwindend überliefer
hast du jetzt mein Wesen zu bestreiten;
sei mein Schicksal aufgelöst
in das unbegreifliche Beruhen,
und der Trieb, sich aufzutuen,
wirke, der sich nirgends stößt.
Rosenraum, geboren in den Rosen,
in den Rosen heimlich auferzogen,
und aus offnen Rosen zugegeben
groß wie Herzraum: dass wir auch nach draußen
fühlen dürfen in dem Raum der Rosen.
(Rainer Maria Rilke)

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03.11.2007, 00:53
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Poesie des Herzens Beitrag #20 (permalink)
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Junior Member
Registriert seit: 26.08.2007
Ort: Nähe Augsburg
Beiträge: 25
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das ist das Ende
"Das ist das Ende."
sagt die Welle,
die sich zärtlich liebend
zurück ins Meer begibt
Ein Ende, das ohne Anfang war.
"In Ihre Hände begebe ich dies Leben auf ewig."
vibrierende Stille
goldenes Strahlen
zeugen von einem Wissen, das Worte nie berührten,
zeigen die Freude, die keine Ursache kennt.
Die nächste Welle erhebt sich
Stille
Strahlen
immer schon
Nick
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20.10.2008, 08:43
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Poesie des Herzens Beitrag #21 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 21.06.2007
Ort: Nordrheinwestfalen
Beiträge: 553
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An den unsterblich Geliebten
Francisca Stoecklin (1894-1931)
An den unsterblich Geliebten
Meere sind zwischen uns und Länder und Tage.
Aber ich weiß,
Du wartest auf mich
Jetzt und immer.
Wissend und gut.
Meere sind zwischen uns und Länder und Tage.
Ich sehne mich nach dir,
Nach deinen sanften Händen,
Nach deiner frommen Schönheit,
Nach deiner klugen Güte.
O ich sehne mich nach dir.
Alles, was ich habe, will ich dir schenken,
Alles was ich denke, will ich dir denken,
Ich will dich lieben in allen Dingen,
Meine schönsten Worte will ich dir singen,
All meine Schmerzen und Sünden will ich dir weinen.
Meiner Seligkeit Sonnen werden dir scheinen.
Was ich bin, will ich dir sein.
Meine Träume sind voll deiner Zärtlichkeit.
Mein Blut singt süß deine Unendlichkeit.
Weiße Seele
Unsterblich Geliebter.
Du blühst sehr wunderbar
Im Gestirn meiner Liebe,
Im Schauer meiner Ängste,
Im Lachen meines Glücks.
Du blühst sehr wunderbar
Im Gestirn meiner Liebe.
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21.10.2008, 10:11
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Poesie des Herzens Beitrag #22 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 21.06.2007
Ort: Nordrheinwestfalen
Beiträge: 553
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Sehnsucht
Sehnsucht
Du hast dereinst in heissen Stunden
Oft weinende, wünschende Sehnsucht empfunden,
Oft glühend begehrendes, drängendes Brennen,
Den ewigen Urquell des Seins zu erkennen
Und lichtgesättigt ... erkennend vergeh'n ...
Du hast oft dämm'rig verträumtes Weh'n
Und leises, lindlallendes Sehnen gefühlt
Nach mildem Balsam, der Wunden kühlt,
Nach schlummernder, stillender Friedensnacht ...
Dann wolltest du duftende, klingende Pracht
Und ewiger Schönheit berauschende Flut
Und ewiger Liebe beglückende Glut ...
Und immer hast du dich gesehnt und gequält
Nach dem Einzigen, Einen, das immer dir fehlt',
Und hast dereinst in heissen Stunden
Oft weinende, wünschende Sehnsucht empfunden ...
Das ist vorbei ... du bist so stille!
Verstummt all dein irrender, rastloser Wille,
Verstummt ist das alte, süss-traurige Lied,
Das dich so oft gequält, gemüht,
Und endlich magst du glücklich sein!
Doch meine Seele seufzet: - Nein,
Mir ist so eisig, eisig' kalt!
Ich wollt', sie käme wieder bald!
Das schmächtige, duftige, todkranke Weib,
Mit ewig verlangendem, bebendem Leib
Und ewig verlangenden, schmerzlichen Blicken ...
Denn Schmerz und Verlangen ist höchstes Entzücken ...
Und süsser Genuss sind todtraurige Lieder ...
Ich sehne, ich sehne nach Sehnsucht mich wieder!
(Lisa Baumfeld 1877 - 1897)
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