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08.12.2004, 00:35
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Nur eine Geschichte Beitrag #17 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 07.06.2003
Beiträge: 19.871
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Spontiwelli,
willkommen.
Diese, Deine Geschichte berührt in mir etwas:
Vor einiger Zeit lernte ich jemanden kennen, verliebte mich zum ersten Mal und lernte die grösste für mich denkbare Lektion, denn diese Liebe blieb scheinbar einseitig, da sie nicht auf die "gleiche Art" erwidert wurde.
Das jedoch liess in mir etwas aufgehen, was seit dem blüht und blüht und blüht.
Denn - statt mich in eine Ecke zu verziehen und zu leiden, bekam diese Liebe etwas absolutes, unantastbares, unvergleichliches. Lars, der war, verschwand, ging ein und auf. Und blühte, blühte, blühte.
Und gleichzeitig war da Schmerz, ein tiefer, unvorstellbarer. Aber je mehr mich das ergriff, desto klarer wurde, das zwischen beiden keinerlei Unterschied bestand!
Als dann zwischen mir und dem anderen Menschen nur noch Klarheit war, diese Klarheit auch Lars durch und durch erfasste, da war jegliches Wollen aufgegangen, diese Liebe hatte tatsächlich Preis gegeben, was "ich" immer schützen wollte. Lars.
Schön, dass Du mich daran erinnert hast!
Danke.
Lars
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08.12.2004, 00:50
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Nur eine Geschichte Beitrag #18 (permalink)
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Registriert seit: 07.12.2004
Beiträge: 0
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Von Lars:
diese Liebe hatte tatsächlich Preis gegeben, was "ich" immer schützen wollte.
Dieser Satz ist eine Rose,eine Rose, eine Rose.
Ich kann ihren Duft riechen.
Danke
Sponti
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08.12.2004, 08:05
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Nur eine Geschichte Beitrag #19 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 07.06.2003
Beiträge: 19.871
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Re: Nur eine Geschichte
Zitat:
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Zitat von spontiwelli
Hallo Ihr Lieben!
Ganz spontan bin ich auf eurer Website hier gelandet und habe etwas herumgeschmöckert. Und ganz spontan habe ich mich registriert und tippe mich jetzt hier ein. ja natürlich habe ich auch eine geschichte: 55Jahre, Vater von 2Jungs von 8 und 4, Mann und Geliebter einer umwerfenden Frau, Hausmann, Musiker. Ende dieses Sommers isses mir dann passiert. Ich habe über alles die eingebildete Kontrolle verloren. meine Frau war mich am verlassen, die Familie am Auseinanderbrechen, alles was ich meinte zu sein und zu haben ging den Bach hinunter, einschließlich meiner Energie es zu verhindern. Die katastrophe war nicht aufzuhalten. ja und dann geschah was: ich war gerade das Brennholz für den Winter am Sägen, als mich der Blitz des Verstehens traf. Worte sind so banal aber ich versuchs trotzdem. Da war plötzlich dieses Erkenntnis:
Da ist dieser mOMENT, in dem das Leben passiert, unsagbar, unfassbar und unbeschreiblich. Und dann kommt das Denken und will diesen unbeschreiblichen Moment fassen und macht eine Geschichte daraus. Und diese Geschichte will mir erzählen sie wäre die Wahrheit und diese "Wahrheit" macht daß ich mich glücklich oder unglücklich fühle. Und diese Geschichte nimmt mich raus aus dem unbeschreiblichen Moment des Lebens. Mich hats voll getroffen in diesem Moment. Die Säge fiel mir aus der Hand, ich ging ins Haus setzte mich auf einen Stuhl, Tränen liefen mir übers Gesicht, ich konnts einfach nicht fassen.
Meine Frau hat mich nicht verlassen, alles ist irgendwie neu und unbeschreiblich, auch wenn ich hier versuch mit dürren Worten was zu beschreiben. Das Leben geht weiter, nur die Geschichte hat aufgehört als sogenannte Wahrheit zu existieren. Es ist nur eine Geschichte die ich hier erzähle. Ich weiß nicht die Wahrheit, ich bin die Wahrheit. Wir alle sind die Wahrheit, egal welche Geschichten wir uns und ande3ren erzählen. Ich schreibe das, weil ich spüre, dies ist ein virtueller Platz der Freiheit wo ich das was ich bin, mit(anderen?)teilen kann.
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Hallo Sponti, wenn du bereits schon so lange mit deiner Frau zusammen gelebt hattest wirst du irgendwo in dir wissen ob sie dich liebt und nur ein Ventil brauchte, oder ob sie dich wirklich hätte verlassen wollen.
Ein sicheres Zeichen das der Partner nur ein Ventil braucht ist es wenn er darüber zu sprechen versucht und du davon weisst.
Ich selbst musste schon seit langem da hindurch, lebe seit über 20 Jahren mit einem Invaliden Partner zusammen mit dem Sex nicht mehr möglich ist. Wer Sex als Grund betrachtet seinen Lebenspartner zu verlassen, da muss die Beziehung auch sonst arg gestört sein. Natürlich wurmt es den Partner wenn ich meine sexuellen Wünsche nicht mehr bei ihm ausleben kann ....das ist normal und verlangt vielleicht auch den Gang zum Therapeuten ....was in unserem Fall auch geschah ....man sieht ein Problem und benötigt in ein neues Gleichgewicht zu kommen. Das kann auch geschehen wenn man sich gar nicht trennen will.... würde mir nicht im Traum in den Sinn kommen wegen meinem Sextrieb den Partner( den ich Liebe) aufzugeben. Mit dem Wissen das der Körper trotzdem Sex benötigt, auch wenn das beim Partner nicht mehr geht muss man sich eben eine Lösung suchen, Verdängen kann man diese Körperfunktionen nicht ewig.
Beim Wandern ist es daselebe, seit der Partner nur noch ein paar Meter gehen kann rufe ich eben die freunde an wenn ich wandern will, sitze bestimmt nicht den ganzen Tag zuhause deswegen. Währenddessen ruft der Partner dann seinerseits gelegentlich Freunde an die zu ihm kommen um irgendwas zu machen.
Grundsätzlich denke ich spürt der partner ob Liebe im Spiel ist welche eine Beziehung zusammenhält oder ob man sich gegenseitig nicht mag. Darauf kann man bei irgendeinem Streit vertrauen und darauf aufbauen.
Wenn man den Partner liebt muss man ihn ganzheitlich respektieren und seine Wünsche ernst nehmen, auch wenn die manchmal schmerzen wie eifersucht verursachen. Der Therapeut macht da nichts anderes wenn man in eine 'Ehetherapie' geht, man muss lernen die Grenzen neu zu setzen und wahr zu nehmen was der Partner braucht. Wenn die Partner sich gegenseitig lieben ist das 'nur' eine Sache einer guten Streitkultur und der IST- Zustand- Akzeptanz wenn man innerlich spürt das der partner handelt um sich etwas zu holen was ich nicht geben kann.
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08.12.2004, 09:38
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Nur eine Geschichte Beitrag #20 (permalink)
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Registriert seit: 07.12.2004
Beiträge: 0
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Lieber Andreas, danke für die therapeuthischen Tipps. Meine Therapie war folgende:
"Einfach die verhaftete Schattengestalt penetrieren bis zur ejakulativen Bereitschaft meditativer Bedingungslosigkeit im Bewußtsein der unpersönlichen triebhaften Selbststeuerung systemischer Prozesse."
In diesem Sinne liebe Grüße
Sponti
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08.12.2004, 09:42
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Nur eine Geschichte Beitrag #21 (permalink)
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Guest
Registriert seit: 29.06.2004
Beiträge: 0
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08.12.2004, 11:45
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Nur eine Geschichte Beitrag #22 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 07.06.2003
Beiträge: 19.871
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Toll!
Dazu mal wieder Lao Tse. :wink:
Ergib dich dem Tao und sei eins mit der Quelle.
Nimm deine natürlichen Reaktionen an
und sieh, wie alles seinen Platz findet.
Betrachte einfach die Welt als dich selbst.
Nimm die Dinge, wie sie sind.
Der Weise lässt alles kommen und gehen
ohne Mühe oder Vorliebe.
Da er hinsichtlich der Ergebnisse keine Erwartungen hat,
ist er bei ihrem Ausgang nie enttäuscht.
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08.12.2004, 12:22
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Nur eine Geschichte Beitrag #23 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 18.10.2004
Beiträge: 2.575
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Let it go, let it happen!
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08.12.2004, 12:41
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Nur eine Geschichte Beitrag #24 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 07.06.2003
Beiträge: 19.871
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Zitat:
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Zitat von spontiwelli
Lieber Andreas, danke für die therapeuthischen Tipps. Meine Therapie war folgende:
"Einfach die verhaftete Schattengestalt penetrieren bis zur ejakulativen Bereitschaft meditativer Bedingungslosigkeit im Bewußtsein der unpersönlichen triebhaften Selbststeuerung systemischer Prozesse."
In diesem Sinne liebe Grüße
Sponti
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 Ich hoffe du erlaubst deiner 'unpersönlichen Selbststeuerung', also dem Animalischen trotzdem gelegendlich seine Freiheiten, denn alleine dadurch das es dir Bewusst wird ist der Trieb nicht abgeschafft. Aber dass du die dir verhaftete Schattengestalt in neuem Licht der meditativen Selbsterkennung beobachtet hast ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung sich zu verändern.
Gruss: Andreas
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