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Alt 20.06.2008, 13:18   Neunankömmling reinwiel Beitrag #25 (permalink)
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Zitat:
Zitat von OWK Beitrag anzeigen

Ja, leere Zitate haben durchaus ihren Reiz. Man weiss dann gut, worauf man sich nicht bezogen hat, und sagt in eigenen Worten, was man verstanden hat, aber nicht gesagt wurde.

*g*
herrlich erfrischend
Antar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.06.2008, 16:18   Neunankömmling reinwiel Beitrag #26 (permalink)
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Zitat:
Zitat von reinwiel Beitrag anzeigen

Bisher glaube ich erfahren zu haben, dass Satsang keine Lehre ist, keine Lehrer hat, keine Mitglieder um sich versammelt.
Stimmt in gewissem Grade, aber wie will oder könnte man dann anderen Leuten etwas Gutes tun? Tobias möchte z.B. gerne geistig weiterhelfen. Ich auch, denn viele Menschen fahren sich fest, glauben entweder, dass es Gott überhaupt nicht gibt, oder dass einzig und allein die katholische, protestantische, orthodoxe Kirche Recht hat oder dass einzig und allein der Islam das Wahre verkündet. Oder gefällt euch die Bhagavadgita oder der Dalai Lama am besten?

Oder ist es so: Wir alle sind Gott, weil Gott in allem ist? Ich glaube gerade das nicht. Oder wenn wir alle schon in Gottes Hand liegen - brauchen wir dann überhaupt eine Entwicklung? frägt euer Reinhard
Gott ist Liebe. Gott mache ich nicht an irgendeiner Religion fest.
Ich zitiere gerne, ist einfach, geht schneller. Warum mir die Mühe machen, etwas in eigene Worte zu fassen.
Und Tobias, ja Tobias, ist einfach ein Meister. Für mich. In meinen Augen.

Zitat:
Ist Satsang nur eine Form des Innewerdens, so wie es Martina praktiziert? Sie weiß, dass alles nur Ansichten und Sichtweisen sind. Schade ist nur, dass sie alles nur so belässt, wie es ist. Man brauche eigentlich nicht viel zu diskutieren.
Ich wusste gar nicht, dass ich Satsang praktiziere. Interessante Sichtweise.
Aber was weiß ich schon, noch nicht mal, dass alles nur Ansichten und Sichtweisen sind. Ich sehe es nur so.
Du musst aber nicht gleich Schaden nehmen, das ich alles so belasse. Mir geht es sehr gut damit.
Kannst mal unter wikipedia schauen, was diskutieren ist. Argumente, Gegenargumente und zum Schluss sollte ein Resultat erfolgen. Das ist nichts für mich.
Aber bitte, jeder, wie er es mag.
Martina Weigt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 08:28   Neunankömmling reinwiel Beitrag #27 (permalink)
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Beiträge: 27
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Schönen guten Morgen alle!

Schöne und tolle Antworten, frei, besinnlich, manchmal etwas ironisch (leere Zitate), undogmatisch - danke. Also dann weiß ich, was Satsang ist: die Befreiung vom Herkömmlichen, der Wert der persönlichen Einstellung und das Ent-Wickeln des eigenen Kerns. Und jeder hat seinen eigenen Weg, seine eigene Wahrheit, eine Auffassung, die Geistiges einbezieht.

Das alles ist wirklich wertvoll, alle Achtung. Ich habe leider schon mit Menschen (in einem anderen Forum) diskutiert, die hartnäckig bestreiten, dass es Gott gibt und dass der Gedanke, dieser sei in allem und wir in ihm, völliger Unsinn ist. Auch wenn ich hier auf höchst unterschiedliche Ansichten treffe, eines scheint allen Teilnehmern dieser Gesprächstafel gemeinsam zu sein: Der Glaube, das an geistige Welten und Wege "Glauben-Können". Das ist einmal ganz wesentlich.

Bitte stört euch nicht daran, dass ich vor allem wegen der Fülle nicht auf alle Antworten eingehe und im Besonderen Zitate anführe. Ich will eher nur einige Gedanken aufnehmen.

Der erste Gedanke befasst sich mit dem "Gutes tun". - Freilich, man kann fragen: Was ist denn überhaupt gut und ist alles für jeden gleich gut? Und was soll das, alle mit meinem "Guten" beglücken zu wollen? Reicht es nicht schon mit der Formel: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ?? Oder ist Folgendes besser?: "Tu jedem das, was du gerne hättest, dass er es dir selbst tue!"

Meiner Meinung nach könnte man "Gutes-Tun" auch so sehen: Jemanden fördern, in seinen Gefühlen, in seinem geistigen Bereich, in der Vielfalt des Lebens. Geht es nicht auch darum?

Der zweite Gedankenkreis, auf den es ankommt, hängt an Gott. Es ist richtig, jeder soll und kann seiner eigenen, jubjektiv geprägten Ansicht von Gott nachgehen. Wenn es geht, sollte man ihn darin auch fördern. Aber es gibt ja so viele Abweichungen: Der Meinungsaustausch über Gott kann das Gefühl des Einzelnen wesentlich verschönern, erweitern, wenn nicht sogar vertiefen. Schon deshalb ist es gut, sich über Gott zu unterhalten.

Und das möchte ich allemal, meint für heute - Reinhard

www.balanceamweg.de.ki
reinwiel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 09:01   Neunankömmling reinwiel Beitrag #28 (permalink)
 
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Zitat:
Zitat von reinwiel Beitrag anzeigen

Der zweite Gedankenkreis, auf den es ankommt, hängt an Gott. Es ist richtig, jeder soll und kann seiner eigenen, jubjektiv geprägten Ansicht von Gott nachgehen. Wenn es geht, sollte man ihn darin auch fördern. Aber es gibt ja so viele Abweichungen: Der Meinungsaustausch über Gott kann das Gefühl des Einzelnen wesentlich verschönern, erweitern, wenn nicht sogar vertiefen. Schon deshalb ist es gut, sich über Gott zu unterhalten.

Und das möchte ich allemal, meint für heute - Reinhard

www.balanceamweg.de.ki
Gott zeigt sich zwar auch in den Gedanken, aber noch direkter in seinem Sein: ich bin.

Der alte Name Gottes: Ich bin, der ich bin.

Wer bin ich? Antwort: "ich bin" (schon hier)
Was bin ich? Antwort: "ich bin, der ich bin" (unsagbar).

So kann man sich dem Sein Gottes zuwenden, das unabhängig von den
Gedanken über Gott ist, und mit den Gedanken hier (hier, ein anderer Name für: ich bin).

Gott nachforschen ist die Meinungen über Gott vor das antlitz gottes zu stellen: "ich bin, der ich bin".

(das war jetzt mit 180 km/h, sorry. )

Aber ich bin heute etwas direkt
Gast1447 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 09:28   Neunankömmling reinwiel Beitrag #29 (permalink)
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Zitat:
Zitat von reinwiel Beitrag anzeigen
Schönen guten Morgen alle!

Schöne und tolle Antworten ..
Jau!

Zitat:
jeder hat seinen eigenen Weg, seine eigene Wahrheit, eine Auffassung, die Geistiges einbezieht.
Jau, du auch!

Zitat:
Meiner Meinung nach könnte man "Gutes-Tun" auch so sehen: Jemanden fördern, in seinen Gefühlen, in seinem geistigen Bereich, in der Vielfalt des Lebens. Geht es nicht auch darum?
Nö, damit stelle ich mich über den anderen.
Martina Weigt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 09:46   Neunankömmling reinwiel Beitrag #30 (permalink)
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Zitat:
Zitat von reinwiel Beitrag anzeigen
Der Meinungsaustausch über Gott kann das Gefühl des Einzelnen wesentlich verschönern, erweitern, wenn nicht sogar vertiefen. Schon deshalb ist es gut, sich über Gott zu unterhalten.
Lieber Reinhard,

das finde ich sehr schön. So in dem Sinne "wenn 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind..." (nur meinte Jesus da nicht seine Person mit "meinem Namen", sondern er sprach von umfassender Ebene).

In solchen Gesprächen findet tiefe Begegnung statt, man berührt sich selbst im Gegenüber. Da ist ein inneres Brennen, das einen zu diesen Gesprächen hinzieht und das einen mit dem anderen wundersam verbindet.

Obwohl es ja nichts zu sagen gäbe, und es oft an Worten fehlt, es genau zu fassen, passieren hier diese Gespräche und das ist wunderschön.
Sei dazu willkommen.

Liebe Grüsse
Savitri
Savitri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 10:11   Neunankömmling reinwiel Beitrag #31 (permalink)
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Ich nenne es LIEBE!
Martina Weigt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.06.2008, 08:56   Neunankömmling reinwiel Beitrag #32 (permalink)
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Schönen guten Morgen alle!

Savitri bekundet: Manchmal gibt es kaum etwas zu sagen, und trotzdem passieren hier diese wunderschönen Gespräche. Richtig, und ist das nicht ein guter Ansporn, sich weiter auszutauschen? Um den inneren Frieden auch unter dem Aspekt von aktiv und passiv, männlich und weiblich zu leben, denn nicht nur für Antar geht es um das theoretische Verständnis, sondern hauptsächlich um die direkte unmittelbare Erfahrung.

Doch ist mit Bezug auf Gott schon Folgendes hinterlegt worden:
Claudi betont: Gott ist in ALLEM. Wo soll er sonst sein? Und dem stimmt Pflaumi zu. OWK ergänzt hier sinngemäß: Wenn irgendetwas außerhalb von Gott existieren kann, dann ist Gott nicht omnipräsent! Vor allem nicht mit seinem großen "Ich Bin", was für Tobias so wichtig ist. Liza hat sogar über die Trinität nachgedacht, während für Martina Gott einfach die Liebe ist.

Es geht hier nicht um das Verschiedene, wichtig ist einmal der individuell starke Bezug zu Gott. Und so gesehen muss der so genannt "richtige" Gottesglaube einfach zweitrangig sein, was er so aber auch als äußerst wertvoll anerkannt werden muss. Ich muss nicht mit Missionseifer meine eigene Gottesauffassung verbreiten und dabei glauben, etwas Gutes zu tun.
Aber ich kann unterstützen, zu Gedanken anregen, indem ich etwa von der unmittelbaren Erfahrung spreche. Zwei Beispiele:

Ein sinnender Mensch befindet sich auf einer einsamen Wanderung entlang der Dünen auf der Insel Sylt, wo ständig die Brandung der Nordsee in immer neuen Wellen heranrauscht. Der frische Wind bläst ins Gesicht und der Wanderer setzt sich nieder, fängt zu empfinden an. Im Wehen des Windes spürt er, wie der Geist Gottes stets etwas vorantreibt und so das mächtige Rauschen und Fließen der Lebens bewirkt. Das Leben in nie gleicher Form, wie jede Woge, die anders ist, sich bricht und sanft ausläuft. Dieser Mensch mag wohl erfahren: Gott ist die Macht der Bewegung, ist der Lebensstrom, ist das Leben selbst. Und mit dieser Erfahrung kehrt er beglückt zu seinem Haus zurück.

Ein anderer Mensch sucht in einer idyllischen Landschaft nach Erholung, dort wo er im Sonnenschein entlang von Wiesen, Äckern, Wäldern und Hainen dahinschlendert. Eine Bank ist da und er setzt sich in den Schatten einer mächtigen Eiche. Alles liegt sonnenüberflutet, hell und ruhig vor ihm. Er beginnt zu sinnen und empfindet die Ruhe, das stets unveränderte Bild vor ihm und das feste Sein des Baumes. Und hier begreift der Mensch, wie alles fest und stabil sein muss, damit es zum Himmel streben kann. Er sieht es im Baum, der Licht aufnimmt, Schatten wirft und doch mit seinen ausladenden Ästen, Zweigen und Blättern stets zum Himmel strebt. Und der Mensch mag empfinden: Im Stabilen liegt Gott, es ist die Ruhe in sich, er ist so fest und doch Leben spendend, Leben erzeugend. Und mit dieser Erfahrung von Gott tritt der Mensch seinen Heimweg an.

Oh, es geht hier nicht um das "Was ist besser, richtiger oder tiefer!" Es geht darum, dass Erfahrungen fast nie gleich sind und auch zu verschiedenen Ergebnissen führen, meint für heute - Reinhard

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