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19.06.2008, 10:13
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Neunankömmling reinwiel Beitrag #9 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 26.05.2006
Ort: Bremen, Germany
Beiträge: 4.888
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Zitat:
Zitat von reinwiel
Schönen guten Abend Martina,
freut mich, dass du schon in Pörtschach warst und jetzt so schnell eine Antwort geschrieben hast. Deine Einstellung ist mir bereits in vielem begegnet, unter anderem bei Meister Eckart, der sagt, die richtige Gelassenheit ist das völlige Loslassen von allen Dingen, Wünschen, Begierden. Dann könne das Göttliche rein in den Menschen einfließen.
Ja, das ist ein schönes Ziel, aber das Stillwerden ist sehr schwer, machten den Menschen zwar glücklich, aber auch passiv. Meiner Meinung nach ist es weniger zielführend, wenn man sich so aus der Welt herausstellt und alles wie unbeteiligt verfolgt.
Mein Betreben ist es, an allem lebhaften Anteil zu nehmen, aktiv ins Leben zu schauen und "Liebe deinen Nächsten" zu leben. Gelingt auch nicht immer, ist aber trotzdem sehr wertvoll, weil man dabei viel Negatives wie etwa eine herbe oder unfreundliche Ausstrahlung eines Menschen innerlich ins Positive rücken kann. Ich bin ja auch ausgetreten, aber ich verstehe das christlich Sein als eine positive Lebensbewältigung.
Kann man darüber ein wenig nachsinnen? frägt mit einem Gute-Nacht Wunsch - Reinhard
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Tja, ich bin wohl sehr passiv, immer im Handeln, weniger im Denken. Intuitiv. Kein Ziel, kein Plan. Schauen was geht und dann gehen. Es fließt. So ist auch mein Buch entstanden, kein Ich dahinter, das es schrieb. Das Buch schrieb sich, ich war nur Werkzeug. Meister Eckart kenne ich nicht, aber wird hier oft erwähnt. Egal.
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19.06.2008, 10:15
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Neunankömmling reinwiel Beitrag #10 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 26.05.2006
Ort: Bremen, Germany
Beiträge: 4.888
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Zitat:
Zitat von Tobias
Wir sind schon in der Hand "Gottes". "Gott" ist kein Teil, also die Hingabe an
Gott kein "Herausgehen aus der Welt", und keine "Passivität", die im Gegensatz zur "Tat" steht.
Eher ist die Vorstellung hinderlich "was Gott sei", in der man sich eben an
Traditionen orientiert, statt an der "Realität Gottes", also der direkten Erfahrung "was Gott ist".
Und da ist eben die Spaltung in "Gott" und "Teufel" des einen Gottes etwas hinderlich. Aber das nur meine Antwort auf die Fragestellung, ohne Verbindlichkeit für dich.
Nur, zu erkennen "dass das schon Gott ist", wäre mal ein Schritt, in meinen Augen, um, ja, "ein frohes Werkzeug Gottes zu sein" (klingt bescheuert, aber was soll's   )
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Danke, Tobias, für diese Worte wieder einmal.
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19.06.2008, 10:18
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Neunankömmling reinwiel Beitrag #11 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 26.05.2006
Ort: Bremen, Germany
Beiträge: 4.888
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Zitat:
Zitat von reinwiel
Schönen guten Morgen,
danke für die vielen Antworten. Was mich an Satsang interessiert? Die Ansichten der Lehrer und das, was die Mitglieder zu sagen haben. Jeder wird natürlich seine "umfassende" Erkenntnis ausbreiten. Ich lasse es dann in den Antworten an mich herantreten, die mir zur Belehrung gegeben werden. Ich gebe im Voraus zu, dass man nie ausgelernt ist und ich höre deshalb gerne auf das hin, was andere zu sagen haben, auch wenn mir das im Wesentlichen bereits vertraut sein sollte. Aber es gibt trotzdem viele Punkte, die ich abweichend sehe. So auch die Satsang-Auskunft:
"Die Liebe liegt im Selbst" oder "Das Selbst ist die Liebe" oder "Nur im Selbst ist Liebe" -- alles schön empfunden, aber was ist das "Selbst"? Ist damit das Eigentliche im Menschen gemeint? Wenn ja, was ist dieses Eigentliche? Ist damit der Gottesgeist gemeint? Oder ist es das "Wesentliche aus der Auflösung des Ich im Nirwana, im Sein des Nichts?" - Und ist dann Gott das Nichts oder ein Nichts? - Damit keine Aufteilung zwischen Wesen und Urgrund, zwischen Gut und Böse, zwischen Engel und Teufel möglich sei?
Ich stelle das einmal als Diskussionsgrundlage in den Raum und denke, das regt an, hierüber in die eigene Tiefe zu gehen und zu hören, was die Stille sagt. Kann es hier, wie es Tobias anschneidet, zu einer Erfahrung Gottes kommen?
Liebe Grüße - Reinhard
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Ach, Reinhard, diskutieren, wer diskutiert hier noch? Also alles Sichtweisen. Mehr nicht. Lehrer gibt es m.E. nicht, Schüler damit auch nicht. Alles Begegnungen, die etwas aufzeigen, mehr nicht. Ich zeige dir was, du zeigst mir was. Alles eins.
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19.06.2008, 12:34
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Neunankömmling reinwiel Beitrag #12 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 21.06.2007
Ort: Nordrheinwestfalen
Beiträge: 553
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Herzlich willkommen Reinhard!
Zitat:
Zitat von reinwiel
Schönen guten Morgen,
danke für die vielen Antworten. Was mich an Satsang interessiert? Die Ansichten der Lehrer und das, was die Mitglieder zu sagen haben.
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gibt es da überhaupt Mitglieder...also ich bin Ohne-Glied *gg*
Zitat:
Zitat von reinwiel
Jeder wird natürlich seine "umfassende" Erkenntnis ausbreiten. Ich lasse es dann in den Antworten an mich herantreten, die mir zur Belehrung gegeben werden. Ich gebe im Voraus zu, dass man nie ausgelernt ist und ich höre deshalb gerne auf das hin, was andere zu sagen haben, auch wenn mir das im Wesentlichen bereits vertraut sein sollte. Aber es gibt trotzdem viele Punkte, die ich abweichend sehe.
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Du scheinst ja schon gewisse Erwartungen zu haben...
Viel Freude hier! 
Savitri
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20.06.2008, 08:22
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Neunankömmling reinwiel Beitrag #13 (permalink)
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Junior Member
Registriert seit: 18.06.2008
Beiträge: 27
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Schönen guten Morgen alle,
ist euch aufgefallen, dass ich kaum etwas zitiere. Das mit den Zitaten ist doch so: jeder weiß, was er als Antwort geschrieben hat. Außerdem kann man alle Beiträge zu einem Thread immer wieder nachlesen. Will man aber auf irgendetwas besonders eingehen, dann ist es sicher geeigneter, dies in eigene Worte zu fassen, nicht wahr? Also was mich angeht, ich würde es gern so haben.
Bisher glaube ich erfahren zu haben, dass Satsang keine Lehre ist, keine Lehrer hat, keine Mitglieder um sich versammelt. Ist Satsang nur eine Form des Innewerdens, so wie es Martina praktiziert? Sie weiß, dass alles nur Ansichten und Sichtweisen sind. Schade ist nur, dass sie alles nur so belässt, wie es ist. Man brauche eigentlich nicht viel zu diskutieren.
Stimmt in gewissem Grade, aber wie will oder könnte man dann anderen Leuten etwas Gutes tun? Tobias möchte z.B. gerne geistig weiterhelfen. Ich auch, denn viele Menschen fahren sich fest, glauben entweder, dass es Gott überhaupt nicht gibt, oder dass einzig und allein die katholische, protestantische, orthodoxe Kirche Recht hat oder dass einzig und allein der Islam das Wahre verkündet. Oder gefällt euch die Bhagavadgita oder der Dalai Lama am besten?
Oder ist es so: Wir alle sind Gott, weil Gott in allem ist? Ich glaube gerade das nicht. Oder wenn wir alle schon in Gottes Hand liegen - brauchen wir dann überhaupt eine Entwicklung? frägt euer Reinhard
www.balanceamweg.de.ki
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20.06.2008, 08:30
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Neunankömmling reinwiel Beitrag #14 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 15.06.2003
Ort: Mainz
Beiträge: 373
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Guten Morgen und willkommen hier!
Also für mich ist Gott in ALLEM !
Wo soll er sonst sein?
lg Claudi
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20.06.2008, 08:38
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Neunankömmling reinwiel Beitrag #15 (permalink)
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Registriert seit: 30.05.2008
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von reinwiel
Oder ist es so: Wir alle sind Gott, weil Gott in allem ist? Ich glaube gerade das nicht. Oder wenn wir alle schon in Gottes Hand liegen - brauchen wir dann überhaupt eine Entwicklung? frägt euer Reinhard
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Guten Morgen Reinhard,
und herzlich Willkommen im Forum. Ich zitiere Dich jetzt doch mal, auch wenn Du das nicht so magst, denn dann muss ich nicht wiederholen, was Du sagtest, und auf was genau ich mich beziehe, weil ich bin nämlich ziemlich schreibfaul - für uns Schreibfaule wurde das Zitieren schließlich erfunden *gg*
Für mich kann es nur eine Wahrheit geben. Entweder Gott ist in nichts, oder er ist in allem. Irgendein "Zwischending" würde mir vollkommen absurd erscheinen. Und irgendetwas in mir - ich weiß nicht, was das ist - hat sich dafür entschieden, dass Gott in allem ist. Wenn alles Eins ist, dann ist es wirklich ALLES, und nicht nur dies und jenes, was mir gerade sinnvoll und gut und richtig erscheint.
Aber das ist nur MEINE Sichtweise. Meine Sichtweise bestimmt meine Realität und meinen Glauben. Ein Anhänger irgendeiner Religion würde das sicher anders sehen, aber ich würde ihm das niemals nehmen wollen, weil das
1. nicht geht, jeder kann nur das sehen, was er sehen kann,
2. nicht nötig ist, weil jeder das bekommt, was er braucht,
3. zu Unmut und sogar Krieg führt, wie die Geschichte eindrucksvoll bewiesen hat, und ich bin von der Veranlagung her eher ein friedlicher, harmoniebedürftiger Mensch.
Zur Frage, ob wir eine Entwicklung brauchen: Nichts ist so einfach und gleichzeitig so schwer zu beantworten. Es ist immer eine Frage des Standpunktes. Ich sehe es inzwischen so, dass ich eine Entwicklung brauche, wenn in mir die Idee erscheint, dass ich eine brauche. Erscheint diese Idee nicht, stellt sich auch die Frage nicht.
So gesehen würde ich sagen, die Idee, eine Entwicklung zu benötigen, wird uns von Gott "eingeimpft" und auch wieder "ausgeimpft". Absolut gesehen spielt das alles keine Rolle. Es ist nur ein Spiel im Bewusstsein Gottes, er spielt mit sich selbst. (Nagel mich bitte nicht auf diesem Bild fest, das ist nur eine Metapher.)
So, und stellst Du nun jemand anderem die Frage, ob man eine Entwicklung braucht, bekommst Du wieder eine ganz andere Antwort. Wer hat Recht? Wir werden es nie erfahren...
Viele Grüße,
Erik
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20.06.2008, 09:07
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Neunankömmling reinwiel Beitrag #16 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 21.06.2007
Ort: Nordrheinwestfalen
Beiträge: 553
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Hallo Reinhard,
2 Sätze springen mich an, die ich hier zitieren möchte (der Einfachheit halber):
Zitat:
Zitat von reinwiel
Schade ist nur, dass sie alles nur so belässt, wie es ist.
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In dieser Eigenschaft liegt innerer Frieden, der ins Aussen geht und dort verwandelnd wirkt im Sinne von natürlicher Toleranz und Verständnis.
Zitat:
Zitat von reinwiel
Stimmt in gewissem Grade, aber wie will oder könnte man dann anderen Leuten etwas Gutes tun?
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Wie kann man denn wissen, was für andere "gut" ist?
Die ganze Misere fing doch an, als man in Gut und Böse trennte, einen Teil der Welt - damit von sich selbst - ablehnt(e).
Bei mir tritt Verbindung sehen an die Stelle von gutes tun.
...nur so kurze Gedanken dazu.
Liebe Grüsse
Savitri
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