Zazen bedeutet: sitzen.
Und nix anderes.
Man setzt sich, starrt eine weiße Wand an und macht einfach mal nix.
Mit nix ist gar nix gemeint.
Wenn ein Impuls kommt, sich zu kratzen - WARTEN, Impuls wahrnehmen und dann bewusst und langsam kratzen.
Wenn ein Gedanke hoch kommt - WARTEN - zum Beispiel der Gedanke "das ist ja öde" - versuchen, erst den Impuls, dass da ein Gedanke kommen möchte wahrnehmen und dann denken.
Und sonst nix. Lass los.
Nach einer Weile erfährt man eine kleine Lücke zwischen Impuls und dem tatsächlichen ausführen dieses Impuls.
Die Lücke, diese Ruhe kann durch diese Übung in Dein Leben treten.
Irgendwann schläfst Du Abends bewusst ein. Diese Differenz bleibt auch hier bestehen, Du bekommst bewusst mit, wie Dein kleines 'ich' sich abschaltet -
und Morgens das gleiche. Du bist schon wach, bevor dein kleines 'Ich' in gang kommt und kriegst das bewusst mit.
Eine gute Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und vor allem, sich selbst und die Automatismen seines kleinen 'ich's kennen zu lernen.
Außerdem kriegt man sich so besser unter Kontrolle. Man spürt die Impulse und kann es sich aussuchen, ob man dem nachgehen möchte oder nicht.
Also - Zazen - sitzen - nix tun. Brad Warner empfehlt morgens und abends 20 Minuten. Ich empfehle, so oft es geht.