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03.10.2008, 22:34
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Islam Beitrag #25 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 30.04.2008
Ort: Köln
Beiträge: 6.575
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Zitat:
Zitat von Piramirim
Wenn man die Freiheit, den Spielraum und die Kraft hat, was draus zu machen.
Eine ganz junges Mädchen in Saudi-Arabien oder Iran, in Afghanistan oder Somalia, in Nordnigeria oder dem Jemen,
das nicht gefragt wird, ob sie einen alten Sack heiraten will, das keine Recht zur Scheidung hat, das der Mann nach klassischem islamischem Recht völlig isoliert halten kann, so à la Kampusch, das vom Zwangsehemann täglich zum Sex gezwungen wird,
was kann das aus der Religion, die eben auch das Rechtssystem ist, das all ihr Leid verursacht hat, was kann dieses Mächen aus der Religion machen?
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Du hast keinen direkten Einfluss auf dieses "Mädchen". Du kannst ihr direkt nicht helfen.
Aber du hast einen Einfluss auf dich selbst. Du kannst dich mit diesem Schmerz aussöhnen, und diesen Schmerz fühlen und damit Frieden schliessen. Mit dem ganzen Schmerz der Menschheit.
Wenn du in die Wut und in das Beschuldigen und Verurteilen gehst, hilfst du niemanden damit. Damit veränderst du gar nichts. Du erzeugst nur mehr Leid.
Schau dir Ramana Maharshi an...welch ein Einfluss und Frieden er auf die Menschen hatte...und er tat nichts. Er verbrachte sein ganzes Leben am Berg - nichts-tuend. Er war nicht politisch aktiv - er war einfach in Frieden mit sich selbst...und das ist alles was nötig ist.
Die Gewalt, der Hass, die Unterdrückung..all das ist auch in dir. Wenn du damit Frieden schliesst in dir...gibt es kein Grund mehr, es im Außen zu bekämpfen.
Es geht um dich selbst...nicht die da draußen.
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03.10.2008, 22:46
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Islam Beitrag #26 (permalink)
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Registriert seit: 11.08.2007
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von Antar
Du hast keinen direkten Einfluss auf dieses "Mädchen". Du kannst ihr direkt nicht helfen.
Aber du hast einen Einfluss auf dich selbst. Du kannst dich mit diesem Schmerz aussöhnen, und diesen Schmerz fühlen und damit Frieden schliessen. Mit dem ganzen Schmerz der Menschheit.
Wenn du in die Wut und in das Beschuldigen und Verurteilen gehst, hilfst du niemanden damit. Damit veränderst du gar nichts. Du erzeugst nur mehr Leid.
Schau dir Ramana Maharshi an...welch ein Einfluss und Frieden er auf die Menschen hatte...und er tat nichts. Er verbrachte sein ganzes Leben am Berg - nichts-tuend. Er war nicht politisch aktiv - er war einfach in Frieden mit sich selbst...und das ist alles was nötig ist.
Die Gewalt, der Hass, die Unterdrückung..all das ist auch in dir. Wenn du damit Frieden schliesst in dir...gibt es kein Grund mehr, es im Außen zu bekämpfen.
Es geht um dich selbst...nicht die da draußen.
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Ich sehe das genau so - aber du konntest es schön beschreiben - so ist es nunmal
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04.10.2008, 00:29
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Islam Beitrag #27 (permalink)
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Member
Registriert seit: 29.09.2008
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 90
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Zitat:
Zitat von Antar
Du hast keinen direkten Einfluss auf dieses "Mädchen". Du kannst ihr direkt nicht helfen.
Aber du hast einen Einfluss auf dich selbst. Du kannst dich mit diesem Schmerz aussöhnen, und diesen Schmerz fühlen und damit Frieden schliessen. Mit dem ganzen Schmerz der Menschheit.
Wenn du in die Wut und in das Beschuldigen und Verurteilen gehst, hilfst du niemanden damit. Damit veränderst du gar nichts. Du erzeugst nur mehr Leid.
Schau dir Ramana Maharshi an...welch ein Einfluss und Frieden er auf die Menschen hatte...und er tat nichts. Er verbrachte sein ganzes Leben am Berg - nichts-tuend. Er war nicht politisch aktiv - er war einfach in Frieden mit sich selbst...und das ist alles was nötig ist.
Die Gewalt, der Hass, die Unterdrückung..all das ist auch in dir. Wenn du damit Frieden schliesst in dir...gibt es kein Grund mehr, es im Außen zu bekämpfen.
Es geht um dich selbst...nicht die da draußen.
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Ich sehe einiges anders: Klar kann ich dem Mädchen nicht helfen, das weiß ich sehr gut.
Man kann nur sehr wenig ändern, am ehesten bei sich, das stimmt schon.
Inder sind wohl die Weltmeisert im Glücklichsein mitten im Elend. Das geht, je nachdem, wer es ist, mehr oder weniger gut.
"Erlösung", "Loslassen", "nur Sein", "Nirwana", das sind viele Wörter für diesen gleichen Weg. Aber ist das mein Weg?
Ich war mal in einer gewissen Weise tot und bin dann wieder zum Leben gekommen, sozusagen ne zweite Chance.
Was will ich, habe ich mich dann ganz genau gefragt. Dieser persönliche Ego-Weg in Richtung Ego-Loslassen, in Richtung keinen Schmerz, ganz im jetzt sein etc. ist nicht mein Ding.
Ich habe erfahren, dass es sowas wie einen ethischen "Fortschritt" gibt. Es ist nicht überall gleich. Die Hutterer haben einen sehr hohen Level an allgemeiner guter Ethik erreicht. Keine Morde, so gut wie keine Gewalt, alles sehr menschlich und dass für sehr viele bei ihnen.
Andere Gruppen, Gesellschaften, Religionen sind das genaue Gegenteil. Niedertracht ist da extrem verbreitet.
Ich kann selbst und alleine nur wenig machen, klar, aber prinzipiell ist vieles möglich!
Mein Weg ist nicht der Rückzug ins innere, mein Weg ist anders.
Die Hindus wissen, dass es verschiedene Heilswege gibt. Fitte Religionswissenschaftler wissen das auch. Die Hindus haben das auch ein bisschen systematisiert. Es gibt beispielsweise die Einteilung in:
Jnana Yoga (Weg des Wissens),
Raja Yoga (Weg des Yoga),
Bhakti Yoga (Weg der Gottesliebe),
Karma Yoga (Weg der guten Taten).
Wahrscheinlich gibt es noch viele Heilswege mehr.
Was hier im Forum gerade hip ist, ist wohl ne Art Raja Yoga.
Aber das ist EIN Weg, nur einer! Auf meinem Weg ist auch ein bisschen Raja Yoga vonnöten, gerade jetzt brauch ich wohl etwas mehr davon. Deswegen meine Frage nach Meditationstechniken.
Ich habe sowas wie eine Lehrerin, man könnte auch Guru sagen.
Ganz zufällig gefunden. Sie war lange in Indien und Sri Lanka und in Afrika, das halbe Leben. Sie hatte einen Lehrer in Indien, eine unbekannten indischen Dorfheiligen.
Sie hat mich gerettet. Ich bin der einzige Schüler. Sie hat ganz viel, aber was Meditationsanleitungen angeht, hat sie nicht so viel.
Breite Traditionen haben immer eine Vielzahl von Varianten von Heilswegen. Der Katholizismus sagt das nicht so klar aber auch da gibt es nicht nur einen Weg. Für verschiedene Wege gibt es beispielsweise verschiedene Orden.
Das für heut!
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04.10.2008, 03:20
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Islam Beitrag #28 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 30.04.2008
Ort: Köln
Beiträge: 6.575
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Zitat:
Zitat von Piramirim
Jnana Yoga (Weg des Wissens),
Raja Yoga (Weg des Yoga),
Bhakti Yoga (Weg der Gottesliebe),
Karma Yoga (Weg der guten Taten).
Wahrscheinlich gibt es noch viele Heilswege mehr.
Was hier im Forum gerade hip ist, ist wohl ne Art Raja Yoga.
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Hmm...könnte auch Jnana Yoga sein...immerhin haben viele hier, eine Verbindung zu Ramana M. und auch zu der Selbsterforschung die er lebte.
Aber hier findest du auch Bhakti-Energie... Weg der Hingabe.
Mir persönlich liegte der Bhakti Weg einfach mehr. Entspricht eher meinem Wesen, anderen fällt die Erforschung leichter.
So findet ein jeder, was er braucht.
Ich kann dir, falls du es noch nicht kennst auch mal den Link zu einer Seite geben, wo einige Satsanglehrer, mit Videos zu sehen sind. Immerhin ist dies ja ein Satsangforum, und du wirst hier im Forum auch immer wieder über gewisse Namen stolpern, wie zum Beispiel Samarpan, oder Karl Renz und andere.
Hier findest du einige Videos von denen: www.jetzt-tv.net
Gruß Antar
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04.10.2008, 08:36
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Islam Beitrag #29 (permalink)
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Gesperrt
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 5.043
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Zitat:
Zitat von Piramirim
Das ist völliger Schwachsinn!
...
Das sind ganz oft total feige Leute, die wenig Durchblick haben. Die leben in einer selbstgestrickten heilen Scheinwelt.
...
Wenn eine Kulur sich nicht mehr selbst verteidigt, führt das nicht zum Frieden, sondern nur zu ihrem eigenen Untergang.
...
Andere Gruppen, Gesellschaften, Religionen [Anmerkung: ...als die Hutterer] sind das genaue Gegenteil. Niedertracht ist da extrem verbreitet.
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danke für deine ausführliche antwort, Piramirim. 
ich freue mich immer über neue erkenntnisse, deshalb ausdrücklich danke für deine quellenangaben und anregungen - habe dadurch einiges recherchiert und erfahren in den letzten 24 stunden!
aber ich finde eine sachliche, differenzierte und fundierte diskussion ebenso wichtig - und da stört mich ein bisschen "der ton" deiner ausführungen - er wirkt schwarz-weiß, tw. verallgemeinernd und "den" islam stark abwertend...
eigentlich verhetzend, ehrlich gesagt.
meinen respekt für die fülle an wissen, die du gesammelt hast.
aber auch ohne dich da auf die schnelle einholen zu können, habe ich das untrügliche gefühl der "meinungsmache", wenn ich dich lese - meines erachtens eines akademikers nicht würdig, wenn ich mir jetzt auch mal gestatte zu werten.
deshalb noch mal meine frage:
worauf willst du hinaus?
oder besser:
wie sollte unsere gesellschaft reagieren?
(und die von dir in bausch und bogen verurteilten eliten)
um friede, freude, eierkuchen geht es dir ja wohl nicht. 
also tacheles - achtung, ironie: kopftuchverbot? flächendeckende überwachung  aller muslimischer mitbürger und derer "sympathisanten"? 
gespannte grüße,
bettina
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04.10.2008, 12:25
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Islam Beitrag #30 (permalink)
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Member
Registriert seit: 29.09.2008
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 90
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Zitat:
Zitat von bettina
aber ich finde eine sachliche, differenzierte und fundierte diskussion ebenso wichtig - und da stört mich ein bisschen "der ton" deiner ausführungen - er wirkt schwarz-weiß, tw. verallgemeinernd und "den" islam stark abwertend...
eigentlich verhetzend, ehrlich gesagt.
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Hallo Bettina,
wenn ich die Zeit dazu habe, erzähl ich erstmal eine Stunde, wenns geht auch mal zwei, drei oder vier Stunden was über verschiedene Islamformen:
Volksislam vs. Schriftislam
Sunna (Hanafiya, Malikiya, Shafi'iya, Hanbaliya, Wahhabiya, Salafiya), Schia (Imamiya, Isma'iliya, Zaidiya), Ibadiya, Ahmadiya, Aleviten, Nusairier.
Sufis (Qadiriya, Nakschbandiya, Tidschaniya, Muridiya, Sanussiya, Nurculuk, Süleymancılık...)
Orthodoxe und fundamentalistische Muslime, liberale und laue, gläubige und abgefallene...
Privat-Islame, postmoderne Bastel-Islame, Phantasie-Islame, Professoren-Islame...
Wie weit willst Du in die Details einsteigen? Ich versuche, so was wie die Essenz meiner Sichtweise darzustellen.
Natürlich ist es nur meine Sicht, mehr nicht und immer und notwendigerweise ist das vereinfachend. Die ganze Komplexizität der Wirklichkeit kann niemand erkennen und anderen vermitteln kann man seine eigenen Erkenntniss immer nur bruchstückhaft.
Zitat:
Zitat von bettina
meinen respekt für die fülle an wissen, die du gesammelt hast.
aber auch ohne dich da auf die schnelle einholen zu können, habe ich das untrügliche gefühl der "meinungsmache", wenn ich dich lese - meines erachtens eines akademikers nicht würdig, wenn ich mir jetzt auch mal gestatte zu werten. 
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Klar, was ich sage klingt nach Panikmache! Ich kämpfe an gegen ein Gefühl der Panik, tue alles um gelassener zu werden. Panik hilft nie!
Aber gegen die Panik die Dinge einfach ein bisschen drehen, wie das unter Akademikern bei dem Thema immer üblicher wird? Den Leuten erzählen, was sie hören wollen?
Ich kenne einige andere Islamwissenschafts-Studenten und junge Wissenschaftler und selbst Muslime, die das genauso sehen wie ich.
Öffentlich sagen kann man das eigentlich nicht. Die Leute reagieren so wie Du, nur meist weniger gelassen.
Was soll man also tun? Bei allen Leuten, die das ähnlich sehen, kam irgendwann eine Phase des extrem intensiven sich-in-die-Materie-Einarbeiten, irgendwie in der Hoffnung, man würde was finden, dass das doch nicht so ist, irgendwas, das man übersehen hat, das alles andere aufhebt, den fundamentalen Fehler in der Analyse...
Aber das kommt nicht, es wird nur noch schlimmer.
Von den Leuten, die das so sehen wie ich, gibt es welche, die einem Partner mit muslimischem Hintergrund haben, einschließlich Kinder dazu. Da macht es nicht leichter.
Zitat:
Zitat von bettina
deshalb noch mal meine frage:
worauf willst du hinaus?
oder besser:
wie sollte unsere gesellschaft reagieren?
(und die von dir in bausch und bogen verurteilten eliten)
um friede, freude, eierkuchen geht es dir ja wohl nicht. 
also tacheles - achtung, ironie: kopftuchverbot? flächendeckende überwachung  aller muslimischer mitbürger und derer "sympathisanten"? 
gespannte grüße,
bettina
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Eins ist klar, ohne den Dingen in die Augen zu schauen gibt es keine Lösung!
Patentrezepte hab ich nicht, aber ein paar Anregungen:
Nich sofort schreien, wenn Dinge gesagt werden, die einem gegen den Strich gegen. Eine bestimme Analyse zu unterdrücken, und das wird gemacht, ist völlig falsch.
Es wird extrem gehetzt gegen Islamkritiker, kritische Muslime und Exmuslime. Es wird gemobbt. Diese Leute werden bedroht und angegriffen und der Staat schützt sie nicht.
Das ist ein Skandal.
Dinge die nicht ins geschönte Islam-Bild passen, werden von den Massenmedien immer weniger gebracht, sondern nur, was dieses geschönte Islam-Bild fördert.
Auch das ist ein Skandal.
Das mit dem Islam ist auch eine Frage der Masse. Weniger sind ein kleineres Problem als viele. Also was kann man machen, dass es nicht noch mehr werden. Weitere Einwanderung ist garantiert nicht hilfreich.
Orthodoxen Verbänden, die nur wenige repräsentieren, immer mehr Einfluss zu geben, ist auch garantiert falsch. Was Schäuble macht ist Schwachsinn!
Islamische Forderungen zu erfüllen, bevor sie noch gestellt sind, als liberaler Islamfreund selbst Forderungen zu entwickeln und zu stellen um Muslime zufriedenzustellen, ist grotesk.
Gegenfrage: Wie würdest Du das Problem angehen?
Ansichten wie meine unterdrücken? So reagieren wie in Köln, Menschenrechte für Islamkritiker aufheben?
Dem linken Mob freie Hand lassen, damit er die "Nazis" erledigt?
Die im Moment gängige Rezepte schiene ja überhaupt nicht zu funktionieren. Also die Dosis erhöhen?
Was würdest Du machen?
Einen lieben Gruß
Pira
(Die Polemik zum Schluss musste sein! Polemik erfordert Gegenpolemik!)
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04.10.2008, 13:30
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Islam Beitrag #31 (permalink)
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Member
Registriert seit: 29.09.2008
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 90
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Zitat:
Zitat von Antar
Hmm...könnte auch Jnana Yoga sein...immerhin haben viele hier, eine Verbindung zu Ramana M. und auch zu der Selbsterforschung die er lebte.
Aber hier findest du auch Bhakti-Energie... Weg der Hingabe.
Mir persönlich liegte der Bhakti Weg einfach mehr. Entspricht eher meinem Wesen, anderen fällt die Erforschung leichter.
So findet ein jeder, was er braucht.
Ich kann dir, falls du es noch nicht kennst auch mal den Link zu einer Seite geben, wo einige Satsanglehrer, mit Videos zu sehen sind. Immerhin ist dies ja ein Satsangforum, und du wirst hier im Forum auch immer wieder über gewisse Namen stolpern, wie zum Beispiel Samarpan, oder Karl Renz und andere.
Hier findest du einige Videos von denen: www.jetzt-tv.net
Gruß Antar
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Hallo Antar,
danke für die Tips!
Bhakti ist schon gut! Deshalb geh ich ja zu Amma. Aber Jnana auch, bin auch sehr der Kopftyp. Und Raja brauch ich auch und gute Taten, will ich vollbringen...
Oh Gott, ich will am liebsten alles, das ist bestimmt nicht gut!
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04.10.2008, 19:09
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Islam Beitrag #32 (permalink)
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Registriert seit: 11.08.2007
Beiträge: 0
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Pira - wenn ich deine Texte über Islam, deine Schubladisierung lese, dann kann ich nur sagen - es kommt alles aus dem Kopf und kein Wort aus dem Herzen - einfach nur eiskalt.
Und im Qur'an gibt es auch eine Stelle wo Allah sagt, dass Er dem das Herz öffnet wem ER will für den Islam.
Und Islam bedeutet nicht all das was du schreibst - sondern Gottergebenheit und Frieden. Wenn du Islam so erlebst, dann erforsche dein Inneres.
Ich erlebte und erlebe als eine sehr herzliche und liebevolle Reiligion. All jene Muslime die ich kenne sind Herzerwärmend und voller Güte. Ich hab das auch in den letzten Jahren gemerkt, als wir fast kein Einkommen hatten - all die Brüder aus der Moschee haben uns finanziell versorgt wir mussten nie notleiden - das ist echte Hilfsbereitschaft - denn bei vielen Menschen hört die Liebe auf wenn's ums Geld geht und immerhin war es viel Geld was da in zwei Jahren zusammen kam. Und diese Menschen wussten, dass wir es ihnen nicht zurückzahlen können.
Wahre Liebe habe ich wirklich erst so richtig im Islam gespürt, da hab ich angefangen aus dem Herzen heraus zu leben - zu fühlen - meine Aufmerksamkeit begann sich kontinuierlich nach Innen zu richten. Ich liebte es mit Allah zu kommunizieren - und mir wurden so viele Wunder zuteil. Und diese Hingabe, sich fallenlassen voller Vertrauen wird sehr schön sichtbar im Salat, dem islamischen Gebet bei Sujud, der Niederwerfung.
Ich liess mich erstmals in meinem Leben so richtig fallen - vertraute vollen Herzens in Allah - ich fühlte mich geborgen und getragen - diese unglaubliche Fülle an Liebe durchströmte mich ständig. Dann geschah es eines Tages, dass der Anbetende und der Angebetene wie miteinander verschmolzen.
Und ja, deine Zeilen gegen den Islam wirken verletzend - denn so oder so, ich bin eine Gottergebene um es mal so auszudrücken. Die Mehrheit der Muslime liebt Allah mehr als ihr Leben, mehr als allen ihren Besitz und noch mehr als Familie und Kinder. Und sie lieben ihre Religion, mir ist noch nie ein Muslim begegnet, der diese Liebe zu Allah nicht lebte.
Es gibt Nichtpraktizierende Muslime, die sich so nennen, aber keine sind. Und ja, es gibt Muslime die ihre Kinder Zwangsverheiraten, aber das ist im Islam verboten - sie tun es trotzdem aus Tradition. Es gibt auch Unruhestifter, aber es sind nur eine sehr kleine Minderheit.
Und diese Minderheiten trifft man unter allen Menschen an. Doch in deinem Fall hast du den Fokus auf diese gerichtet und siehst sie gross.
Als ich die Bücher von Ramana Maharshi verinnerlichte, freute es mich sogar, als er immer wieder riet die religiösen Tätigkeiten weiter auszuüben.
Und ich genoss die Schönheit des islamischen Gebetes so sehr, dass ich wohl irgendwann wieder damit anfange.
Und es ist überhaupt nicht wichtig, welchen Weg ein Mensch geht, oder ob er verschiedene Wege geht - letztlich geht es um Selbsterkenntnis und das EINE zu verwirklichen - anders ausgedrückt diese Einheit zu realisieren, das sie IST und dass sie die WIRKLICHKEIT ist.
Solange du dich darauf konzentrierst welche Wege andere gehen und ob die richtig oder falsch sind - entfernst du dich von dir selber, so lebst du im Kopf, im Verstand - im Islam und im Christentum wird der Verstand als Sheitan/Satan symbolisiert. Wer im Herzen lebt, der fühlt seine Gedanken mehr, als dass er mit dem Kopf denkt - Gedanken und Gefühle verschmelzen.
Kümmere dich um deinen eigenen Weg, das ist das beste was du tun kannst, strebe nach der inneren Harmonie, Frieden und Glücklichsein - wenn du das realisieren kannst. Dann sind alle Probleme mit dem Islam und den Muslimen weg.
Und wenn du nach Meditationen suchst, kann ich dir das Buch von Eduard Tomas empfehlen, RUHE IM ICH (108 Meditationen aus dem Advaita-Vedanta).
Liebe Grüsse Filomena
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