Zitat:
Zitat von Niranjana
und was tust du konkret, um wirklich betroffenen zu helfen ?
lg,
nira.
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Hallo Nira
Wenn ich wüsste, was ich konkret tun kann, würde ich es tun, aber meist ist es sehr schwierig.
Vor einiger Zeit wurde eine Kommilitonin tunesischer Abstammung in die Ehe gepresst. Ich kannte sie eher flüchtig.
Sie hatte den Mut gehabt sich selbst einen muslimischen Freund zu suchen, fand den Buddhismus toll...
Irgendwann hat sie dieser Freund verlassen. Die Familie hat die Gelegenheit genutzt, ist mit ihr nach Tunesien gefahren. Sie haben ihr einen mehr als zehn Jahre älteren Arzt präsentiert. Sie hatte noch gar nicht verarbeitet, dass ihr Freund sie verlassen hat.
Die Familie, die immer gesagt hat, das das schief geht mit dem Freund, drohte sie zu verstossen, wenn sie den Arzt nicht heiratet. Sie hats getan.
Ich hab dann den Fall der Professorin für Islamwissenschaft geschildert. Sie fand, die Kommmilitonein sei selber schuld, hätte ja in ein Frauenhaus gehen können...
Ein Lehrerin, die ich kenne, hat mir letztens den Fall einer muslimischen Schülerin geschildert. Der Vater ist gewalttätig, die Mutter psychisch krank. Die Schülerin managt den Haushalt, kümmert sich um die jüngeren Geschwister. Sie weiß, dass sie irgendwann zwangsverheiratet wird, hat sich an die Lehrerin gewand.
Sie kann und will aber die jüngeren Geschwister nicht allein lassen. Die Lehrerin hat mich gefragt, ob ich einen Rat wüsste. Mehr als die Adresse von Serap Cileli konnt ich ihr auch nicht geben.
Menschliche Hilfe im Einzelfall ist oft eigentlich nicht das Problem, viele würden da helfen.
Man kommt aber nicht an die Leute ran, man kann die Strukturen nicht aufbrechen, als einzelner.
Die Politik, die Medien, die "Kultureliten" fördern alles was islamisch ist: islamische Organistationen, islamischen Religionsunterricht, Moscheen, Werben für Toleranz für das Kopftuch...
Anständige Menschen stellen sich "quer gegen Rechts", und Islamkritik ist rechts, ist Rassismus...
Die Leute von der kritischen Islamkonferenz,
http://www.kritische-islamkonferenz.de/
die finde ich gut, kenne da viele, aber wir sind ein verlorenes Häuflein...
Wenn ich zu viel kritisches sage, über den Islam, werde ich brutal ausgegrenzt an der Uni, gemobbt, "Rechte" werden nicht geduldet.
Einige finden gut was ich sage, aber den Mut das offen zu sagen, mich zu unterstützen, das hat eigentlich keiner.
Man macht dann was im Privaten, hinter vorgehaltener Hand.
Es ist eine Gradwanderung. Man setzt sein Studium und damit seine Zukuft aufs Spiel. Wer zu offen islamkritisch eingestellt ist, hat keinerlei Karrierechance, wahrscheinlich hab ichs schon versiebt.
Gruß
Pira