Wenn du dich kostenlosregistrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
Ich habe kürzlich mal wieder ein Blick in das österreichische Esoterikforum geworfen und habe beim Lesen einen Beitrag von dem User "fckw" gelesen, der mir sehr gefallen hat und den ich gerne mit euch teilen möchte:
Zitat:
Zitat von fckw
Ich seh das so:
Sprechen wir mal statt von "göttlichem Selbst" von Materie, das ist einfacher verständlich und es gibt nicht so viele merkwuerdige Vorstellungen davon (wobei der Vergleich aber natuerlich nicht jede Facette der Sache abdecken kann, das Grundmuster finde ich aber so recht leicht verständlich).
Ein spiritueller Sucher glaubt nun, er muesse aus irgendeinem Grund "Materie finden", es ist ihm unglaublich ernst damit. Er tut wirklich alles daran, "Materie zu finden" und durchlebt die unglaublichsten Anstrengungen. Was er nicht versteht, ist, dass er selbst aus Materie besteht. Er kann Materie nicht finden, weil er sie nie verloren hatte. Alles ist Materie, es gibt ja gar nichts, was nicht aus Materie ist! Das Problem ist seine verquere Vorstellung davon, was Materie sei. Er glaubt, sie sähe aus, wie ein funkelnder Diamant oder eine Truhe voller Gold.
Richtig - und falsch. Selbst ein Diamant und auch eine Truhe voll Gold sind aus Materie, aber das allermeiste ist einfach nur ganz gewöhnlich. Ein Tisch, ein Stuhl, ein Apfel oder ein Auto - das alles ist auch aus Materie, wozu braucht er also einen Diamanten oder eine Truhe voller Gold, wenn ueberall alles aus Materie ist, wenn sogar die kleinste Ader seines Körpers aus Materie besteht.
Ein Erleuchter ist nichts anderes, der das eingesehen hat. Er denkt sich: "Hey, da gibt es ja tatsächlich nichts anderes ausser Materie! Also, das ist ja jetzt wirklich verrueckt." Dann versucht er dem spirituellen Sucher das klarzumachen. Er sagt ihm: "Du brauchst jetzte nicht länger zu suchen, schau, du hast ja längst gefunden, was du suchst. Da ist nirgendwo etwas, was nicht aus Materie besteht!" Der spirituelle Sucher aber findet das VIIEEEEELLLL zu profan, zu gewöhnlich, er kann auf keinen Fall glauben, dass es das schon gewesen sein soll. Er stellt sich Materie halt als Diamanten vor, als Truhe voller Gold! Sowas will er finden, und nicht einen wurmstichigen Apfel (welcher ebenfalls aus Materie ist).
Wo liegt also das Problem des spirituellen Suchers? Ganz einfach: Er ist innerlich nicht bereit aufzugeben und die eigenen Vorstellungen loszulassen. Also sucht er einfach immer weiter und weiter und noch weiter. Wirklich sinnlos und nervenaufreibend, aber niemand kann ihn davon abhalten.
All seine Suche hat aber einen ganz bestimmten Zweck: Sie macht ihn müde. Er sucht jahraus, jahrein immer weiter und wird dabei immer müder und noch müder. Er investiert wirklich alles in seine seltsame Verschrobenheit, die ihm aber auch niemand auf der Welt ausreden kann, aber er findet dennoch nichts.
Es ist ein psychologischer Trick dabei: So lange der Mensch noch einen innern Impuls hat, weiterzusuchen, so lange hat er keine Bereitschaft zu sehen, was komplett unmittelbar vor seiner Nase (und in der Nase) liegt: Die Materie, nach welcher er so lange gesucht hat. Erst nach langen Anstrengungen ist er irgendwann so frustriert und ausgelaugt von der vielen Sucherei, dass er endlich einmal innerlich zur Ruhe kommt und sein Leben betrachtet. Zum allerersten Mal wird ihm jetzt klar, dass da einfach etwas nicht stimmen KANN, es geht gar nicht anders. Er hat jetzt schon so lange gesucht, aber gefunden hat er nicht.
In diesem Moment besteht dann die grosse Chance, dass er endlich seine Vorstellungen fallenlässt, davon, wie Materie auszuschauen habe (nämlich wie ein Diamant oder eine Truhe voll Gold), und in diesem Moment der vollständigen Kapitulation ist er innerlich so ruhig und trotzdem vom Wunsch erfuellt, endlich, endlich Materie zu finden, dass es ihn geistig zerreisst. Alles fällt jetzt von ihm ab und er erkennt im gleichen Moment, dass ja schon ueberall dauernd Materie war, er hätte bloss schon frueher endlich einmal innehalten muessen um das zu sehen, aber dazu war er einfach nicht bereit.
Kann man jetzt sagen, seine Suche habe einen Sinn gehabt? Man kann sagen: Ja, weil sie hat ihn so muede und ausgelaugt gemacht, dass er endlich bereit war aufzugeben. Man kann sagen: Nein, denn ueberall um ihn herum war ja schon immer Materie, er hätte das bloss zu akzeptieren brauchen. Einige Erleuchtete sagen "ja", andere sagen "nein", die Klugen unter ihnen geben jedem eine andere Antwort.
Ersetze "Materie" durch "Existenz" (oder Gott oder Selbst), und du weisst, was ich meine.
Kann man den Erleuchtungs-Scherz noch treffender beschreiben? *gg*
03.11.2004, 23:29
Interview mit Karl Renz(englisch) Beitrag #12 (permalink)
hallo Eva,
also sonst verstehe ich ja auch nicht so viel was englisch angeht, aber das habe ich verstanden!
okay, dann werd ICHS wohl auch verstehen und nehm mir Morgen mal die Zeit, mich mit meinem dicken Wörterbuch vor diesen laaangen Text zu setzen...leidendguck...
Wird wohl auch mal Zeit, dass ich mein mieses Ossi-Englisch auf Wessi- Niveau trimme.
Zitat:
Zitat von Pavlotse
Ja er spricht deutsch! was einen aber auch überfordern kann
Pa
HA! DAS glaub ich auch.
Er soll seeeeehr brilliant sein, flüsterten mir liebe Freunde ins Ohr. Deswegen will ich ja auch hin und deswegen würd ich gern diesen Text verstehen (nicht NUR sprachlich )
Ach guckt mal:
ist der nicht süss? Und verstehn tu ichs auch :-))
04.11.2004, 18:00
Interview mit Karl Renz(englisch) Beitrag #16 (permalink)