Ich setze mich mal an den Stammtisch. Gerade hört man hier in
diesen Hallen so Dinge, wie: "Du lebst von meiner Arbeit" ...
eigentlich fängt das ja viel früher an, in der Jugend, wenn man
zu hören bekommt: "Solange du deine Füße unter meinen Tisch streckst ..."
Man arbeitet dann noch in der Schule, unbezahlt ...
Der Mensch ist in der kapitalistischen Gesellschaft ein Wirtschaftsfaktor,
etwas, in das man investiert (Ausbildung), und hinterher natürlich
erwartet, dass sich diese Investition rentiert, kapitalisiert, sprich "man
ein gutes Geschäft macht".
Man unterliegt der Gefahr, immer, diese Denkweise zu adaptieren, sprich,
sie als einen eigentlichen Wert zu sehen. Wert hat der, der sich in diesen
Maßstäben (finanzielle Rendite) "lohnt".
Wer sich nicht direkt messbar als finanzielle Rendite lohnt, ist minderwertig,
wie ein Geschäft, das sich nicht lohnt.
Weibchen suchen "rentable" Männchen. Männchen suchen "rentable"
Weibchen, Status, finanziellen Erfolg. Firmen suchen den "Mehrleister",
nicht den "Minderleister" oder "Wenigleister". Und als Maßstab zählt Rendite,
finanzieller Erfolg.
Und gelingt es einem, Millionen zu ergattern, ist man "Leistungselite",
man hat ja, in diesem System, so gut geleistet, dass man das sich redlich
verdient hat. Nur kann halt keiner überproportional profitieren, ohne seine
Arbeit überproportional "verteuert" zu verkaufen, sprich, andere "über das
Ohr zu hauen". Dieses "andere über das Ohr zu hauen" können ist der
Erfolgsmaßstab der "monitären Gesellschaft", der Maßstab für Erfolg, denn
niemand kann soviel leisten, rein temporär, um wirklich viele Millionen zu
verdienen, rein unter dem Aspekt "gerechte Teilung" betrachtet.
Und hört man solche Sprüche, man liest sie ja indirekt ständig, in den Medien,
als soziale Aufforderung des "nie genug", kann einem schon das
Messer im Sack aufgehen.
Manchmal frage ich mich, warum sie nicht einfach alle abzocken, die mit
diesen blöden Sprüchen daher kommen, und sich still eines lachen, mit
dem Geld im Gepäck.
Ich kannte mal jemanden, der sagte immer "jeden Morgen steht ein Dummer
auf", hatte er mal wieder jemanden übervorteilt. Und das war alles, was er
dabei empfand, dabei, jemanden zu übervorteilen.
Ja, man kann das so einfach sehen: "jeden Morgen steht ein dummer auf"
Und wer solche Sprüche klopft, gehört leider letztlich schon zu den
Dummen, die bereits übervorteilt worden sind, rein mental ... und die
Beute für die "kapitalistischen Aasgeier" geworden sind. Denn sie sind schon
Kind dieses Systemes, und damit für die weitere Ausbeutung freigegeben.
Mehr braucht solch ein System nicht, um sich zu erhalten, als den Menschen
sich selbst zum Sklaven zu machen, für eine Idee, für ein
Spiel, von dem letztlich ganz andere profitieren werden als du, Brahman.
