Mensch... das lese ich ja jetzt erst!
Danke für den langen Text, Häuptling.
Nebenbei - warst ja jetzt wohl eine Weile sehr beschäftigt -aber irgendwann treffen wir uns mal! Hoffe ich!
Ja, das trifft es sehr gut. "Punk ist eine Ausrede für Krawallmacher".
... Ich habe mein eigenes Verhalten und wie ich mich dann selbst lese lange und hoffentlich offen und ehrlich mir selbst gegenüber reflektiert..
Auch mein Verhalten im Privatleben....
Klar - ich bin lieber der Punk, der das System aufmischt, als der, der durch das System über anderen steht...
aber... nein...
es gibt dann einfach so ein paar Dinge, gegen die ich nicht mehr rebellieren will.
Den freundlichen Umgangston bewahren.
Respekt.
Ich mein, ich muss nicht immer überfreundlich sein und immer Danke sagen
-
aber ich will auch niemanden mehr nieder machen. Weil - und das ist einfach eine schmerzhafte Wahrheit - jede *****loch-Aktion ist nur ein Schrei nach Liebe.
Aber - würde ich jemanden lieber haben, der mich mit "*****loch" anspricht?
Wird schwer...
Es musste lange der "Punk" sein, der jegliche Vorstellungen von "der ist mehr wert, besser, schlechter" in mir selbst (!) kaputt machte.
Aber ich denke - ich bin durch mit dem Randalieren.
Weil, das schöne ist, wenn dass dann letztendlich geklappt hat - dann ist man endlich mal mit ausnahmslos jedem Menschen, dem man begegnet, einfach auf Augenhöhe. Da gibt es keinen Grund mehr, zu randalieren, zu schimpfen oder Krach zu machen. Klar, wenn es eine gute, schöne, freudige und lebhafte Stimmung ist - immer her mit dem Fun-Punk
aber um Leute, die sich scheinbar (!) für was besseres halten, nieder machen?
Es geht doch wirklich nur um Liebe. Und die setzt Gleichheit voraus... kann man das so stehen lassen?
Sagen wir es so:
ich werde langsam vom Fat-Mike zum Erik Melvin
ich werde vom Bela B. zum Farin U.
ich werde vom Hardcore Brad Warner zum Buddha Brad Warner
ich bin einfach langsam durch damit.
... und auf einer gewissen Weise dadurch mehr Punk, als ich je war.
Ich stehe für gar nichts!

Weder für noch gegen das System.
Frieden.
und, ehrlich gesagt - versuche ich gerade, die einstige anti-Haltung gegen jede Art Regeln mit einer Pro-Haltung für die Regeln hier im Forum wieder gut zu machen.
Sagen wir: dem Forum und den Leuten hier was zurück geben, was sie mir an Geduld und Vergebung entgegen brachten.
Und - weil es mich aus einer neutralen Sich heraus selber ankotzte, wie hier manchmal mit einander umgegangen wird
und weil mich ja ganz ehrlich gesagt mein eigenes Verhalten - das ich immer noch am schärfsten kritisiere und in Frage stelle - oft ankotzte, wenn ich gemein war.
Und ich denke, diese wahre Sicht auf sich selbst ist das eigentliche Karma. Und das will ich einfach wieder bessern.
Namasté mein Roter Bruder.