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Bhakti

Der Weg des Herzens, Hingabe und Liebe, Verschmelzung mit dem Göttlichen


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Alt 15.06.2007, 06:09   Erleuchtete Dualität Beitrag #1 (permalink)
 
Registriert seit: 07.12.2004
Beiträge: 0
Standard Erleuchtete Dualität

Eigentlich hab ich keine Ahnung, wos genau langgeht. Es drängt mich einfach mal das Thema "Mann-Frau" anzusprechen. Der Erwähnung von Lozowick(Transformation und Sexualität) durch Bettina ist mir da willkommener Anlass. Ich nehm mal als Einstieg nen Text von meinem derzeitigen Lesefavoriten "Erwin Reisner" aus dem Buch "Vom Ursinn der Geschlechter"(so kann nur ein Mann in dieses Thema einsteigen):

"Der Mann ist....insofern nur graduell von der Frau unterschieden. Er ist unbewusst, was die Frau bewusst ist, und umgekehrt; denn das subjektiv Bewusste ist immer das objektiv Unbewusste und das subjektiv Unbewusste ist das objektiv Bewusste. In der Frau hat das Unbewusste des Mannes und im Mann das Unbewusste der Frau sichtbare und insofern für den andern bewusste Gestalt angenommen. Die Frau repräsentiert das Ruhende, der Mann das Bewegliche, aber die Frau will den Mann und damit das Bewegliche, wie der Mann die Frau und damit das Ruhende. In der Frau erkennt und liebt der Mann seine eigene, ihm selbst unbewusste Mitte, anders ausgedrückt sein Herz." E.Reisner

So und jetz was persönliches damit auch ein bischen Fleisch und Blut, Schweiss und Tränen, Extase und Resignation durch das abstrakte Denkgerippe scheint.
Ich lebe seit 16 Jahren mit der Frau meines Herzens zusammen. Wir haben zwei Söhne (11u.7) und sind seit 7Jahren auch verheiratet. Was kein Zusammensein mit einem Guru(Osho und einige Andere)bewirken konnte ist durch meine Liebste geschehen. Im 13.Jahr unseres Zusammensein bin ich in der Finalen Resignation, dem endgültigen Kollaps, ausgelöst durch einen heftigen Seitensprung(den ich damals nicht als solchen erkannte, sondern als das Ende unseres Zusammenseins erlebte)meiner Frau, untergegangen und zwar mit Fahnen und Trompeten. ......

Die erste Frau in diesem Leben war, wie bei den meisten, meine Mutter. Und das erste männlich-weibliche Beziehungsmodell das ich wahrnahm, die Ehe meiner Eltern. Eine konservativ christliche Ehe, was immer das jetzt erstmal heisst. Es war einfach mal das was ich erlebte, ohne begrifflich mental reflektives Erfassen. Es sind da ja eher Bilder, Situationen, Gefühle die einfach mal im Speicher landen und unbewusst wirken. Ich war das zweite Kind von insgesamt sechs. Die hierarchische Ordnung war klar nach biblischer Anweisung: Gott-Vater-Mutter-Kinder. Mein Vater hatte eigentlich mit der ganzen fundamentalen Christlichkeit nicht viel am Hut. Das kam erst später unter dem Einfluss von Frau und Schwiegermutter. Von seiner Natur und Energie her, war mein Vater ein wilder Hund und Schlawiner. Kurz nach dem Krieg im Alter von 25 war er auch mal im französischen Knast und es gibt einige heisse Geschichten über ihn und seine Brüder aus der Nachkriegszeit.
Heute, er ist 87Jahre jetzt, ist er ein frustrierter alter Mann, mit dem jenseits einiger ritualisierter Abläufe und loopmässig ablaufender Gesprächsfloskeln nicht viel Kommunikation möglich ist. In mir ist seit einigen Jahren eine sehr starke Sehnsucht doch einmal zu ihm durchzudringen, ihm einmal zu begegnen in diesem Leben.....soweit erst mal. Ich geh jetz Frau und Kinder wecken, Frühstück machen. Bei uns gehts immer voll lustig ab in der Früh. Blödellieder singen, Witze erzählen...unsere Jungs sind so super drauf...Gott sei Dank...bis eventuell später
Lg Sponti
Gast53 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2007, 07:48   Erleuchtete Dualität Beitrag #2 (permalink)
Senior Member
 
Benutzerbild von Martina Weigt
 
Registriert seit: 26.05.2006
Ort: Bremen, Germany
Beiträge: 4.888
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Standard

Also das war ein Auszug aus deinem Buch, deiner Biographie. Also wir waren auch 6 Kinder zuhause, nur war ich die Älteste und ich komme auch aus einer strengen katholischen Familie. Damit wurde mir aber auch immer gedroht, alles, was meine Eltern meinten, was ich falsch machte, sollte ich beichten gehen. Beichten war für mich das schlimmste überhaupt, zumal der Pastor auch noch zustimmte und von mir Buße verlangte, die ich ihm natürlich auch anbot. Mehrmals sollte ich ein AveMaria runterbeten und ein Vaterunser auch noch. So kam ich nicht aus der Übung, heute kann ich nur noch das Vaterunser, bin aus der Kirche ausgetreten.
Meine Mutter hat sich nach Absprache mit dem Pastor von meinem Vater getrennt, der ihr ja nur böses angetan hat, was Gott ja nicht vorsieht, Sex dient ja nur um Kinder zu zeugen. Meine Mutter bekam Recht und mein Vater war das Schwein. Nicht, dass mich das Urteil meiner Mutter beeindruckt hat, ich hatte mich aus ganz anderen Gründen von meinem Vater distanziert und 20 Jahre keinen Kontakt mehr zu ihm.
Ich denke nicht, dass ich meinen Vater erreicht habe, wie du es nennst, ich sage eher, ich habe ihm mein Herz geöffnet, nach dem er mir wirklich seit vielen Jahren egal war, ich sogar oft vergaß, dass es überhaupt gab.
Heute haben wir ein wunderbares Verhältnis, ich rühre nicht an der Vergangenheit, verlange keine Rechtfertigung für sein Tun damals, ich nehme es an. Ohne das hätte ich nie gewußt, dass auch das ein Ausdruck von Liebe sein kann. Gestern hat er sich bei mir bedankt, weil ich ihm eine Karte vom Urlaub geschickt habe, er hat seit Jahrzehnten keine Karte mehr bekommen. Es freut mich, dass ich ihm damit so eine Freude machen konnte, mir so eine Freude gemacht habe.

In jedem Mann steckt eben eine Frau, unbeweglich, und in jeder Frau ein Mann, sehr aktiv, und das, weil eh alles eins ist.
Martina Weigt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2007, 07:52   Erleuchtete Dualität Beitrag #3 (permalink)
 
Registriert seit: 07.12.2004
Beiträge: 0
Talking Den Mensch gibts nur im Dopppelpack

Während die Dichtung ja schon seit immer um die erotische Liebe kreist wie ein Planet um sein Zentralgestirn konnte die Philosophie mit diesem Phänomen eigentlich nicht viel anfangen...oder hat sich nicht getraut. Bei der christlichen Religion ist es ungefähr das gleiche. Da wird die Erotik heruntergespielt auf die biologische Erzeugung von Nachkommen, Notabladestation für gewisse unvermeidbare Bedürfnisse und eine Frage des Besitzes. Ansonsten nur hinderlich auf dem Weg der Selbsterkenntnis oder der Suche nach Gott.
In der Philosophie, von den Griechen angefangen wird da immer vom einzelnen Ich, einseitig vom Mann her gedacht. So als ob der Mensch nur der Einzelne wäre, der einzelne denkende Mann.
Doch diesen einzelnen Mann gibt es nur im Doppelpack oder gar nicht.
Nämlich als Mann und Frau. Wie heisst es so schön in der Bibel:
Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde....als Mann und Frau schuf er sie.
Den Mensch gibts nicht in der Einzahl. Er ist immer zwei. Oder gar nicht. Wo der Mensch nicht in dieser Zweiheit betrachtet wird, seine Ich-Duheit ignoriert wird, macht man aus ihm gegen seine Natur ein Einzelwesen, dass es so gar nicht gibt. Da sieht man rechts und vergisst dabei, dass es rechts nur zusammen mit links gibt.
Den Mann gibts nur im Bezug zu der Frau und die Frau nur im Bezug auf den Mann. Ansonsten gibts dann nur den Menschen und der Mensch is immer beides oder keines von beiden. Egal als was er sich jetzt körperlich zur Schau stellt.
Gast53 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2007, 08:03   Erleuchtete Dualität Beitrag #4 (permalink)
 
Registriert seit: 07.12.2004
Beiträge: 0
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Danke Martina. So hab ich mir das vorgestellt. Ein bischen Theorie, ein bischen Praxis aus der Lebnsschule die ja jeder auf seine Art durchläuft. Und vielleicht entsteht dabei Freude am entdecken der Schätze die oftmals in unseren bisher unentdeckten Tiefen lagern.
LG Sponti
Gast53 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2007, 08:12   Erleuchtete Dualität Beitrag #5 (permalink)
Junior Member
 
Registriert seit: 10.08.2006
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von spontiwelli Beitrag anzeigen
Den Mensch gibts nicht in der Einzahl. Er ist immer zwei. Oder gar nicht.
Hallo Sponti,

das klingt jetzt im ersten Moment sehr nach einem Konzept, unter dem ich viele Jahre sehr gelitten habe und teilweise auch heute noch: Du kannst alleine (ohne Frau) nicht glücklich werden, Du bist nicht komplett, nicht das Ganze. Aber ich vermute, so meinst Du es nicht...

LG Erik
Gast346 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2007, 08:14   Erleuchtete Dualität Beitrag #6 (permalink)
 
Registriert seit: 07.12.2004
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von Martina Weigt Beitrag anzeigen
Ich denke nicht, dass ich meinen Vater erreicht habe, wie du es nennst, ich sage eher, ich habe ihm mein Herz geöffnet, nach dem er mir wirklich seit vielen Jahren egal war, ich sogar oft vergaß, dass es überhaupt gab.
Heute haben wir ein wunderbares Verhältnis, ich rühre nicht an der Vergangenheit, verlange keine Rechtfertigung für sein Tun damals, ich nehme es an. Ohne das hätte ich nie gewußt, dass auch das ein Ausdruck von Liebe sein kann. Gestern hat er sich bei mir bedankt, weil ich ihm eine Karte vom Urlaub geschickt habe, er hat seit Jahrzehnten keine Karte mehr bekommen. Es freut mich, dass ich ihm damit so eine Freude machen konnte, mir so eine Freude gemacht habe.
Ja Du hast recht, da ist noch so ne Erwartung oder Hoffnung von sich gegenseitig erkennen.
Ich würds mal so sagen: Mein Vater hat mir in diesen Körper hineingeholfen und ich möchte ihm gerne auf ne friedlich coole Art hinaushelfen.
Das mit nicht an der Vergangenheit rühren und dem Öffnen des Herzens und das im Frieden sein, nein das ist bei mir auch kein Thema mehr. Ich schreib meinem Vater ab und zu einen Brief und er mir und hin und wieder ein Telefonanruf. Na ja schaun mer mal was noch so passiert.
Gast53 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2007, 08:49   Erleuchtete Dualität Beitrag #7 (permalink)
 
Registriert seit: 07.12.2004
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von wurensh99 Beitrag anzeigen
Hallo Sponti,

das klingt jetzt im ersten Moment sehr nach einem Konzept, unter dem ich viele Jahre sehr gelitten habe und teilweise auch heute noch: Du kannst alleine (ohne Frau) nicht glücklich werden, Du bist nicht komplett, nicht das Ganze. Aber ich vermute, so meinst Du es nicht...

LG Erik
Ja mir ist durchaus bewusst, dass diese Gefahr besteht. Du bist immer das Ganze, aber das Ganze erscheint in dieser dualen Realität immer als zwei. Das ganze Gepixel hier immer zwei. Doch zwei ist immer die eins. Entweder in Anwesenheit oder in Abwesenheit gegenwärtig. Klingt verrückt abber es ist so. Als Eins ist sie gegenwärtig. Aus dieser eins ensteht alle Vielfalt. Als 0 ist sie abwesend. Die eins(Ich)ist die Anwesenheit der abwesenden Null. Das männliche ist die geradliniege nach aussen in den endlosen Raum strebende, ihn zu erfüllen suchende 1. Die Null die alles umschliessende, umfangende Leere des Raums in den sich die Eins ergiesst.
Das Abwesende ist Durch das Anwesende auch vorhanden. Wenn auch als abwesend. Besser krieg ichs im Moment nicht hin.
Solange du dich als Mann siehst, ist die Frau auch gegenwärtig. Als Verlust oder Lust. Jenseits der körperlichen Identifikation bist Du beides, warst du schon immer beides und wirst immer beides sein. Das Manifestierte und das Unmanifestierte.
Ansonsten sag ich mal zu deinem angeführten Glaubenssatz:
"Du kannst alleine (ohne Frau) nicht glücklich werden, Du bist nicht komplett, nicht das Ganze."
Meine Erfahrung war eher umgekehrt. Ohne Frau an meiner Seite war ich eigentlich immer relativ glücklich. Doch Glück will sich geben, sich mitteilen.
Doch sobald ich mit einer Frau zusammen war, hat ausser Sex eigentlich nicht viel funktioniert. Viel Machtkampf, Besitzdenken, Psychokrieg, halt der ganz normale Beziehungswahn wie ihn jeder irgendwie kennt. Hätt ich ne Wahl gehabt wär ich meine jetzige Beziehung nicht eingegangen. Aber diese Frage stellte sich nie wirklich.
LG Sponti
Gast53 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.06.2007, 08:54   Erleuchtete Dualität Beitrag #8 (permalink)
Senior Member
 
Benutzerbild von Niranjana
 
Registriert seit: 08.12.2006
Beiträge: 2.822
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ah ...sponti, das kommt wie "gerufen"

für mich ist das zusammensein mit meinem (im wahrsten sinne) absoluten traumherzenspartner die finale resignation. alle theorie (spirituell-nondual-sonstwas) fällt in die praxis. und ? verpisst sich.

ich weiss nix mehr. und da wo ich noch was weiss, hab ich einfach nur schmerzen - vorstellungen, wie etwas zu sein hat, wie es sein soll, sind wie tretminen (bettina ich lieb dich).

eine partnerschaft mit sich selbst ist ein solches geschenk und eine solche hölle. du kannst dir selbst einfach nicht mehr ausweichen. und zwischendurch ist es so heftig, dass ich einfach "nicht mehr dran sein will"...bitte lieber gott, ich kann nicht mehr - DAS habe ich mir gewünscht ?? mir ersehnt ?

oh ja. jetzt "habe" ich es und stelle fest : nichts WESENtliches hat sich geändert. es liegt nie an meinem gegenüber oder in...es liegt nicht daran, ob ich alleine bin oder zweileine bin. immer wieder : ich bins.

jede blinde stelle wird sehend, alles was geschlafen hat wird wach und ich hab das gefühl wirklich noch nie irgenwas über mich erfahren zu haben. burn, baby burn. der widerspenstigen zähmung.


grüsse aus der tiefe der durchleuchteten dualität..

niranjana.
Niranjana ist offline   Mit Zitat antworten
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