Eigentlich ist dieses Forum ein gutes Beispiel für die Grenzen der Logik.
Wie soll man etwas was nicht logisch ist und nicht mit dem Verstand begriffen werden kann, mit Worten,also geschriebenen Gedanken ausdrücken.
Sucht man die Erkenntnis oder die Erleuchtung in einem Text wird man sie in tausend Jahren nicht finden, weil das was man sucht hinter den Worten und Gedanken liegt.
Einem Text wie auch Gedanken oder Worten ist es nur möglich in die Richtung zu weisen.
Logik ist nichts weiter als eine Schutzfunktion den Verstandes.
Der Verstand ansich kann nicht akzeptieren das es außer ihm noch etwas anderes gibt.
Der Verstand will begreifen. Kann er das nicht fühlt er sich bedroht.
Es ist eine unbekannte Situation ohne Logik und deshalb bedrohlich.
Im dunkelen Wald umzingelt von Wölfen mag diese Funktion hilfreich sein, aber auf der Suche nach sich selbst ist es ungeheuer störend.
Der wichtiste Schritt ist meiner Ansicht sich bewust zu machen das man nicht das ist was man glaubt zu sein.
Du bist nicht dein Name, dein Beruf, dein Leben, das sind alles nur Geschichten und Illusionen.
In dem Moment wo du zB auf dem Sofa sitzt und dich selbst mit deiner Vergangenheit Zukunft oder was auch immer identifizierst bist du doch nicht diese Identifikation.
Du sitzt einfach nur auf dem Sofa und denkst.
Du fantasierst eigentlich.
Denn es ist in dem Moment einfach nichts mehr als sitzen auf dem Sofa.
Macht man sich das bewust kann man seinem Verstand einfach nicht mehr trauen.
Denn alles gedachte ist Illusion und holt dich aus dem Gewahrsein und in die Gedanken.
Natürlich kann man dann hingehn und sagen. Wärend ich da sitze und fantasiere bin ich ja trotzdem im Gewahrsein und das stimmt ja auch.
Es ist nicht wichtig was man tut,was man glaubt oder was auch immer, aber man sollte sich darüber im klaren sein das es alles Illusion ist.
Die wirklich interessante Frage ist. Warum hängen wir so an unseren Fantastereien?
Ganz einfach: Das Sein ist uns nicht genug.
Der Verstand gibt sich nicht damit zufrieden einfach ignoriert zu werden.
Der Verstand braucht Sinn, braucht Aufgaben. Nur Sein reicht ihm nicht weil er dann nicht gebraucht wird.
Also sucht er nach irgendwas was ihm mehr Aufmerksamkeit bringt.
Uns sind von Kindheit an hunderte von Fantasien für WAHR eingetrichtert worden.
So lange bis wir es geglaubt haben und sie übernommen haben.
Und uns darin gemütlich eingerichtet haben.
Wir haben sozusagen unseren Platz im Leben gefunden.
Wir wissen wer wir sind und wohin wir gehören.
Das ist ungemein beruhigend, wenn auch nicht befriedigend.
Irgendwie haben trotzdem alle das Gefühl das etwas fehlt.Und zwar JEDER wenn er/sie ehrlich zu sich selber ist.
Was ist das was fehlt fragt man sich.
Und meistens fällt uns direkt ein Grund ein.
Ich bin gerade traurig weil.... ich bin müde weil...
Und dann macht man sich an die Arbeit etwas dagegen zu unternehmen.
Das Problem ist nur das sobald man am Ziel angekommen ist wieder das gleiche Gefühl des,etwas fehlt auftaucht.
Man kann nun sein Leben lang immer nur versuchen diese Leere mit immer was neuem auszufüllen, um nur am Ziel angekommen wieder etwas neues suchen zu müßen.
Oder man erkennt das diese Leere in Wirklichkeit das Leben selbst ist.
Es ist der Urzustand.
Akzeptiert man das und begreift Gedanken die in eine Identifikation führen als Ablenkung von diesem Urzustand ist die Suche beendet.
Dann gibt es nichts mehr zu erreichen oder auszufüllen.
Dann ist man einfach nur.
Natürlich bedeutet das nicht das man nun sich einfach hinlegen sollte und auf den Tot warten, weil es nichts zu tun gibt.
Man kann immer noch alles machen was auch immer man möchte.
Es ist aber kein innerlicher Drang mehr da der einen förmlich dazu zwingt.
Man kann an diesem Punkt wirklich frei entscheiden.
Es hat noch nie einen Sklaven daran gehindert zu essen oder auf Klo zu gehen nur weil er keine Ketten mehr trägt.^^
Liebe Grüße Rappmc
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