Obwohl ich glaube, MIR SELBST begegnet zu sein (und alles, was damit zu tun hat) wähne ich mich noch LÄNGST nicht am Ende meiner Suche... mittlerweile halte ich mich oft sogar für kleingläubig, wenn ich wieder mal erfahren muss... DAS WAR NOCH IMMER NICHT ALLES! DAS WAR NOCH IMMER ALLES NICHTS!
Die Fülle der Möglichkeiten, mich AUSZUDRÜCKEN, beängstigt mich manchmal. Nicht im Wort, da kann ich mir ja (unter Umständen) Zeit genug lassen, mich auszudrücken. Doch im Leben, im tagtäglichen Leben werde ich mit so vielen Möglichkeiten, Gelegenheiten konfrontiert, beschenkt, um mich immer wieder aufs Neue auszudrücken und oft haut es nicht hin! Oft begegne ich Menschen, die das Bild, welches ich glaube von mir zu haben, erschüttern und ich aufs neue erkennen muss, dass ich mich immer noch nicht KLAR genug ausdrücke. Und zwar im TUN! (Worte sind halt doch eben "nur" Worte! KLARER wird die Bedeutung meiner Worte durch mein TUN!) Deswegen habe ich so oft das GEFÜHL, Menschen vor den Latz zu treten, zu verletzen, obwohl ich das eigentlich nicht will.
Ich meine, als Mensch, ALS MENSCH in DIESEM LEBEN, entscheide ich in jedem Augenblick, WER ich bin, wer ICH bin, wer ich BIN, usw. und so fort und TROTZ DEM begegne ich immer wieder dem GEFÜHL, einem ahnenden Gefühl, einem verzehrenden Gefühl, einer Sehnsucht, einem Impuls, einer Schwingung, wie auch immer, einem Gefühl, welches mich an der WAHRHAFTIGKEIT (ohne gleichzeitig an der momentanen Wahrheit, die in dem Augenblick wohl an mir haftet) am AUSDRUCK meiner Selbst zweifeln läßt. Manchmal sogar verzweifeln läßt. Die Beständigkeit meiner Unbeständigkeit erscheint mir oft so unglaublich schmerzhaft für MENSCHEN, die mir nahe stehen. Und das schmerzt mich! Und die Fülle der Möglichkeiten, die mir zum Ausdruck meiner Selbst möglich sind, läßt mich oft in einen Zustand versinken, in dem ich nicht mehr fähig zu sein scheine, überhaupt noch irgendwas auszudrücken. Ich weiß, es gibt nichts auszudrücken außer dem, was gerade ist. Oder nicht ist. Und wer drückt aus..., wer drückt was aus, wer drückt was wie aus... warum drückt wer was wie aus...
... manchmal scheine ich nichts zu wissen und dann sprudelt alles aus mir heraus und ich weiß manchmal selber nicht mehr, was ich sagen will...
...wie jetzt! Ich hatte eine Frage und nun habe ich sie vergessen. Und nun möchte ich mich erinnern. Deswegen gehe ich zurück. Und lese wieder die Worte am Anfang. Ach ja, ich erinnere mich vage, ...
...und erinnere mich an das, was ich eigentlich VOR dem schreiben des Threads versuchen wollte, auszudrücken...
...und das hat eigentlich mit meinem ganzen Geplappere von da oben gar nix zu tun! Und ich merke, dass ich im "falschen Thread" gelandet bin...
...ooops! Lass ich das jetzt hier stehen oder lösche ich es, weil es mit dem, was ich eigentlich ausdrücken wollte, nichts zu tun hat? Was mich wieder zum Thema des Threads bringt... die Fülle der Möglichkeiten... was mich wieder dazu hinreißen läßt, anzunehmen, dass ich doch im richtigen Thread bin (ohne richtig und falsch zu bewerten als richtig und falsch)...
DIE FÜLLE MEINER MÖGLICHKEITEN MACHT MICH MANCHMAL WAHNSINNIG!!!
DAS will ich sagen! ES BEÄNGSTIGT MICH WEIL DA SO VIEL IN MIR DRINNEN IST, WAS ICH NICHT RAUSZUBRINGEN SCHEINE. WEIL DA SO VIEL (UND GLEICHZEITIG NICHTS (WAS ICH ABER BESCHREIBEN KÖNNTE WENN ICH DIE MÖGLICHKEIT WÄHLEN WÜRDE)) IST, WAS MANCHMAL AUS MIR RAUSZUBRECHEN VERSUCHT! SICH EINEN WEG NACH DRAUßEN ZU BAHNEN VERSUCHT! UND ICH FÜHLE MICH JETZT JETZT, JETZT SO HILFLOS, WEIL ICH DAS GEFÜHL HABE, MAL WIEDER KOMPLETT AM RANDE DES ZUSAMMENBRUCHS ZU STEHEN, WEIL SICH IN EINEM MOMENT DES AUSDRUCKS EIN BILD VON MIR ENTSTEHT, WELCHES ICH AUCH BIN UND SICH DADURCH WIEDER SO VIELE MÖGLICHKEITEN ERGEBEN, MICH IM NÄCHSTEN AUGENBLICK WIEDER VÖLLIG ANDERS AUSZUDRÜCKEN.
Ich habe keine Ahnung, warum mich das so beängstigt! Stimmt nicht, ich habe sehr wohl eine Ahnung: Ich möchte niemandem weh tun! Doch ich tue es! Ohne es zu wollen! Weil ich es will! Ich meine: Ich will für mich und für dich und für die Welt und das Leben und für Gott und das Universum und letztendlich für mich (weil ich das ALLES bin (und gleichzeitig nichts davon)) DAS BESTE und den bestmöglichsten Ausdruck und das bedeutet, ich fange an zu bewerten (weil ich will ja das Beste; ich lehne in dem Moment das Schlechteste ab) und ich scheine mich im Kreis zu drehen...
Ver-Wirrt,
Nicole