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11.07.2008, 01:53
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge Beitrag #1 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 27.06.2008
Ort: somewhere in the galaxy
Beiträge: 501
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge
Die erste der vier edlen Wahrheiten des Buddhismus so wie wir sie heute kennen:
"Das Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll."
Ich komme ganz und gar nicht umhin dies als eine der größten Lügen der Menschheitsgeschichte zu bezeichnen.
Wir sehen ein ähnliches Phänomen wie im Christentum wo (im Nachhinein) ein Schwerpunkt auf das Leid und die Schuld gelegt wurde. Wahrscheinlich bewusst und manipulativ um die Menschen und das Volk klein und dumm zu halten.
Ich vermute mal nichts anderes ist hier mit dem Buddhismus geschehen.
Denn diese erste sog. "noble truth" oder edle Wahrheit ist irreführend wie sie irreführender nicht sein könnte und in ihrem Kern einer der größten Lügen überhaupt.
Das Leben im Daseinskreislauf muss ganz und gar nicht leidvoll sein. Im Gegenteil.
Natürlich gehört Leid zum Leben dazu.
Aber es muss nicht voll und übervoll damit sein. Überhaupt nicht.
Das war nie der Sinn der Sache.
Das Leben an sich ist ursprünglich voll und übervoll mit einfachem Glück und einfacher Freude.
Auch im sog. Daseinskreislauf den es an sich so nicht wirklich gibt wie man sich das vielleicht vorstellt. Es sei denn man glaubt ganz fest daran, Stichwort Karma.
Natürlich wird es umso leidvoller je mehr wir der Kernillusion des falschen Selbst/Ichs unterliegen und all den anderen Lügen die ja auch weitergegeben werden über Generationen.
Diese sog. edle Warheit ist einer (!) dieser immer wieder weiter gegebenen Lügen.
Und ein essentieller Teil eines größeren Geflechts von Lügen.
Ich nenne es auch einfach mal kollektiv-morphongenetisches Lügengeflecht, Massenbewusstsein.
Je mehr wir daran glauben dass das Leben an sich leidvoll ist und es als Wahrheit akzeptieren umso leidvoller wird das Leben natürlich und wir wollen ihm entfliehen, wir wollen die Befreiung oder Erleuchtung.
Fazit: Was für eine gequirlte Scheisse! Welche größere Lüge könnte es überhaupt geben?!
Schade um den Buddhismus, dass er auch in seinem Kern derart verpfuscht wurde.
Euer
Xilixinxi
Geändert von Xilixinxi (11.07.2008 um 02:01 Uhr)
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11.07.2008, 08:37
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge Beitrag #2 (permalink)
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Gesperrt
Registriert seit: 17.03.2007
Beiträge: 5.043
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etwas tiefgründiger ist es schon...
" ...
Daraufhin lehrt der Buddha den Brahmanen Langnagel, seinen Körper und seine Gefühle als Beispiele für die erste Edle Wahrheit aufzufassen: sie sind leidbehaftet, vergänglich und taugen darum nicht, sich an sie als das Selbst zu hängen. Langnagel befolgt die Anweisungen des Buddha, und indem er seine Bindung an Körper und Gefühle aufgibt, erhält er einen ersten Vorgeschmack des Todlosen, wie es ist, wenn man völlig frei von Leiden ist.
Diese Geschichte lehrt, dass der Versuch, Gottes Frage zu beantworten, ein Urteil über die Welt zu fällen, verschwendete Zeit ist. Und sie zeigt eine bessere Verwendung der ersten Edlen Wahrheit auf: indem man die Dinge untersucht, nicht als "Welt" oder "Dasein", sondern nur mit dem Ziel, Leidvolles zu identifizieren, um es zu verstehen, sich davon zu lösen und dadurch erlöst zu werden. Anstatt von uns ein generelles Urteil zu verlangen -- was tatsächlich hieße, uns zu blinden Mitläufern degradieren zu wollen -- fordert uns die erste Edle Wahrheit auf, genau zu schauen und zu erkennen, worin das Leidensproblem besteht.
Andere Reden zeigen auf, dass nicht der Körper und die Gefühle an sich das Problem sind. Nicht sie selbst sind das Leiden. Das Leiden rührt daher, dass wir uns an sie anketten. Bei seiner Definition der ersten Edlen Wahrheit, benennt der Buddha alle Arten von Leiden summarisch mit dem Ausdruck "die fünf Gruppen des Festhaltens": Festhalten an physischer Form (einschließlich des Körpers), Gefühlen, Wahrnehmungen, Gedankengebilden und Bewußtseinsakten. Wenn dagegen die fünf Gruppen frei vom Festhalten sind, so sagt er uns, dann führen sie zu lang andauerndem Wohl und Glück.
Einfach gesagt, bedeutet also die erste Edle Wahrheit, dass das Festhalten Leiden ist. Durch das Festhalten wird körperlicher Schmerz zu geistigem Schmerz. Wegen des Festhaltens führen Alter, Krankheit und Tod zu geistigem Wehe. Das Paradoxe hierbei ist ja, dass wir dadurch, dass wir uns an die Dinge klammern, wir sie nicht etwa einfangen oder unter unsere Kontrolle bringen. Wir nehmen uns stattdessen selber gefangen. Wenn wir unsere Gefangenschaft bemerken, suchen wir natürlich nach einem Ausweg. Und an dieser Stelle ist es ganz wichtig, dass die erste Edle Wahrheit nicht lautet "das Dasein ist Leiden". Wenn das Dasein an sich schon Leiden wäre, wo sollten wir dann nach dem Ende des Leidens suchen? Uns bliebe nichts als Tod und Vernichtung. Wenn aber wirklich das Festhalten das Leiden darstellt, dann brauchen wir nur das Festhalten zu untersuchen und seine Ursachen zu beseitigen.
Dieser Vorgang benötigt allerdings Zeit, denn wir können dem Geist nicht einfach sagen, er solle mit dem Festhalten aufhören. Er ist wie ein unfolgsames Kind: wenn man ihn zwingen will, loszulassen, während man ihn überwacht, dann sucht er sich einen blinden Fleck, wo man ihn nicht sieht, und fängt an, sich dort festzuklammern. Tatsächlich ist der große blinde Fleck des Geistes - Unwissen - die Hauptursache für das Entstehen der unmittelbaren Ursache des Festhaltens: Begehren. Daher empfiehlt der Buddha als vierte Edle Wahrheit einen Übungsweg zur Entfernung des blinden Flecks. Der Weg besteht aus acht Teilen: rechte Ansicht, rechtes Sinnen, rechte Rede, rechtes Tun, rechte Lebensführung, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit und rechte Sammlung. In verkürzter Form spricht der Buddha vom Übungsweg als "Loslassen und Entwickeln": Gewohnheiten loslassen, welche die Erkenntnis behindern, und Eigenschaften entwickeln, welche deren Klarheit und Umfang erweitern.
..."
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11.07.2008, 10:32
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge Beitrag #3 (permalink)
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Registriert seit: 19.09.2007
Beiträge: 0
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11.07.2008, 11:10
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge Beitrag #4 (permalink)
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Registriert seit: 10.07.2007
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von bettina
" ...
Einfach gesagt, bedeutet also die erste Edle Wahrheit, dass das Festhalten Leiden ist.
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Ja, das Festhalten als "Identität meiner selbst"
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11.07.2008, 11:58
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge Beitrag #5 (permalink)
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Member
Registriert seit: 06.06.2006
Ort: Berlin, Deutschland
Beiträge: 79
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Leiden durch Festhalten - jeder, der schon mal länger als ein paar Sekunden nur an seiner Hand über einem Abgrund gehangen hat, weiß wie wertvoll festhalten sein kann :-)
Mein Vorschlag wäre, sich einmal eingehend der Frage zu widmen, ob man überhaupt irgendetwas 'psychisches' festhalten kann.
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11.07.2008, 12:17
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge Beitrag #6 (permalink)
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Registriert seit: 30.05.2008
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von Xilixinxi
Diese sog. edle Warheit ist einer (!) dieser immer wieder weiter gegebenen Lügen.
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Ich würde mal davon ausgehen, dass Buddha das schon "richtig" gemeint hat, aber es wurde halt vieles falsch verstanden oder verfälscht rübergebracht. Bei Jesus ist dieser Effekt ja noch krasser...
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11.07.2008, 15:31
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge Beitrag #7 (permalink)
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Registriert seit: 16.03.2006
Beiträge: 1
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Hallo, Xilixinxi!
Ich teile Buddhas Auffassung.
"Ich sein" ist immer an Leid geknüpft. Alles, was zu existieren glaubt, ist im Kern gespalten, ist dualistischer Natur.
Ob dieses Leid nun bewusst erfahren wird, oder im Unbewussten nach Kompensation sucht, bedeutet für mich keinen Unterschied.
Zu existieren, zu glauben, man erfahre ein persönliches oder unpersönliches Leben, ist ein Konzept, das Wurzelkonzept der Täuschung. Und diese Täuschung bewirkt Leid. Natürlich auch relative Freuden, da wechselt sich schon immer wieder etwas ab, aber wenn man die Gnade erfährt, erkennen zu dürfen, dass kein Leid eines relativen Lebens durch die Freude aufgewogen werden kann, kommt man zu Buddhas Auffassung.
LIeben Gruß
Kai
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11.07.2008, 16:06
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Die erste edle Wahrheit des Buddhismus = einer der größten Lüge Beitrag #8 (permalink)
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Registriert seit: 16.03.2006
Beiträge: 1
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Zitat:
Zitat von Mushin
Leiden durch Festhalten - jeder, der schon mal länger als ein paar Sekunden nur an seiner Hand über einem Abgrund gehangen hat, weiß wie wertvoll festhalten sein kann :-)
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Hallo, Mushin!
Dazu fällt mir nur ein:
Jeder der schonmal länger über einem tödlichen Abgrund hing, weiß wie befreiend loslassen ist.
*gg*
Lieben Gruß
Kai
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