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02.06.2009, 22:00
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Der Weg des Kreuzes Beitrag #9 (permalink)
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Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von 000000
wer nich..
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Es braucht keinen "Wer" zum "nich"
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02.06.2009, 22:07
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Der Weg des Kreuzes Beitrag #10 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 04.08.2008
Ort: wien
Beiträge: 147
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[QUOTE=Herr von Sonstwo;239306]
Und du siehst das ganze Ausmaß des Elends der Existenz.
Hi du…ganz schöne selbstzerfleischung und leiderei die du uns da auftischst. Klingt für mich fast nach dem trip dem man jesus nachsagt, der ja angeblich das ganze leid der menschheit auf sich genommen hat und für uns am kreuz gestorben ist. ( war eher fürn hugo wennst mich fragst, aber bitte)
Ich bin die Ursache.
Für mich ein krasser fall von egomanie. Und eben nur eine idee, die sich im hirn einbrennen kann wie viele anderen. Wenn du begabt dafür bist kannst du danach dem religiösen wahn verfallen und einem peitsch-orden beitreten oder dich umbringen…alles denkbar.
Und dann:Jeder, der noch in der Welt zu leben glaubt, wird diese Ehrlichkeit verleugnen. . und Die Welt ist die Hölle, die Existenz ist ein Elend.
(und als dramaturgisch gut platziertes ende die hardcoreaussage die man buddha in die schuhe schiebt) „Leben ist Leiden".
Das machts für mich bei deinen texten oftmals schwierig ( wenngleich ich manche dann wieder mit genuss lese). Also diese tendenz zu aussagen mit diesem absolutheitsanspruch. zuerst schilderst du anschaulich wie jemandem etwas erscheinen mag, um danach deine „wahrheitsgeschosse“ abzufeuern (aber wer von euch weiss wirklich was jesus, buddha, etc. gesagt hat ?).
Und: wenn einen menschen dieser geschilderte gedanken- und gefühlstrip zu einem punkt bringt, wo bestehende glaubenssätze und identifikationsmuster zumindest teilweise und zumindest für einen moment in sich zusammenbrechen- ok. ein trip is dafür sogut wie ein anderer. Dann hat er/sie also vielleicht ein „ erwachenserlebnis“.
Das sagt aber nicht zwangsläufig etwas über die wahrhaftigkeit der
„erkenntnisse“ aus, die ihn vielleicht dazu geführt haben.
Wenn dir diese Einsicht Buddhas klar vor Augen steht, ungeschminkt, ungetrübt, dann wird das sterben, was sich für existent hält, was glaubt, in dieser Welt zu leben. Vielleicht wird auch dein Körper sterben, aber sicher wirst du deinem Körper und jeder Idee deiner selbst sterben.
Wieso glaubst du das zu wissen ? hast du es so erlebt? Aber dann schreib es bitte so, dass das klar rüberkommt. Es ist dann aber immer noch dein erleben. und damit kein grund daraus gleich ein konzept zu machen ( auch wenn dus mit toten worten von toten leuten unterfütterst)
gruß...joseli
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02.06.2009, 22:12
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Der Weg des Kreuzes Beitrag #11 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 04.08.2008
Ort: wien
Beiträge: 147
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fallst was zurückschreiben magst kann ich dir aber erst morgen antworten. gutnacht
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03.06.2009, 17:44
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Der Weg des Kreuzes Beitrag #12 (permalink)
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Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von jos54eli
…ganz schöne selbstzerfleischung und leiderei die du uns da auftischst. Klingt für mich fast nach dem trip dem man jesus nachsagt, der ja angeblich das ganze leid der menschheit auf sich genommen hat und für uns am kreuz gestorben ist. ( war eher fürn hugo wennst mich fragst, aber bitte)
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Hi, Joseli!
Ja, hat was von Jesus. Deshalb nannte ich es wahrscheinlich auch den "Weg des Kreuzes".
Zitat:
Ich bin die Ursache.
Für mich ein krasser fall von egomanie. Und eben nur eine idee, die sich im hirn einbrennen kann wie viele anderen. Wenn du begabt dafür bist kannst du danach dem religiösen wahn verfallen und einem peitsch-orden beitreten oder dich umbringen…alles denkbar.
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Nein. Es hat nichts mit "Egomanie" zu tun. Es ist ein spezieller Bewusstseinszustand. Sozusagen die dunkle Seite einer Einheitserfahrung.
Zitat:
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Also diese tendenz zu aussagen mit diesem absolutheitsanspruch. zuerst schilderst du anschaulich wie jemandem etwas erscheinen mag, um danach deine „wahrheitsgeschosse“ abzufeuern (aber wer von euch weiss wirklich was jesus, buddha, etc. gesagt hat ?).
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Es spielt keine Rolle, was sie wirklich gesagt haben, oder ob sie überhaupt existiert haben.
Beides ist zweifelhaft.
Aber die Worte, die ihnen zugeschrieben werden, sind nachlesbar. Und auf diese bezog ich mich unter anderem, und deute sie aus meiner Perspektive.
Zitat:
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Und: wenn einen menschen dieser geschilderte gedanken- und gefühlstrip zu einem punkt bringt, wo bestehende glaubenssätze und identifikationsmuster zumindest teilweise und zumindest für einen moment in sich zusammenbrechen- ok. ein trip is dafür sogut wie ein anderer. Dann hat er/sie also vielleicht ein „ erwachenserlebnis“.
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Zitat:
Das sagt aber nicht zwangsläufig etwas über die wahrhaftigkeit der
„erkenntnisse“ aus, die ihn vielleicht dazu geführt haben.
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In diesem Forumsteil geht es um Wege.
Und ein Trip ist nichts anderes als ein Weg.
Manche Wege enden in einer Erkenntnis, andere Trips versanden einfach.
Es gibt aber bestimmte Muster innerhalb der Wege, die in Selbsterkenntnis endeten.
Zwar ist jeder Weg einmalig, aber trotzdem gibt es scheinbar archetypische Muster.
Zitat:
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Wenn dir diese Einsicht Buddhas klar vor Augen steht, ungeschminkt, ungetrübt, dann wird das sterben, was sich für existent hält, was glaubt, in dieser Welt zu leben. Vielleicht wird auch dein Körper sterben, aber sicher wirst du deinem Körper und jeder Idee deiner selbst sterben.
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Zitat:
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Wieso glaubst du das zu wissen ? hast du es so erlebt? Aber dann schreib es bitte so, dass das klar rüberkommt. Es ist dann aber immer noch dein erleben. und damit kein grund daraus gleich ein konzept zu machen ( auch wenn dus mit toten worten von toten leuten unterfütterst)
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Ja, was ich schrieb hat sehr viel mit dem Weg, wie ich ihn erfahren hatte, zu tun.
Aber da sich das "mein", was du gerne in meiner Wegbeschreibung stärker betont sehen möchtest, als Illusion herausgestellt hat, klingt der Text halt auch nicht sonderlich nach "meiner" Erfahrung.
Das, was erfährt, ist in allen dasselbe.
Erfahrungen und Deutungen (Konzepte), mögen sich unterscheiden, aber es gibt Muster, die sich immer wieder mal in ähnlicher Form abspielen.
Daher ist der Ton dieses Textes, wie er eben ist. Und wenn dir der Ton nicht zusagt, ist das nunmal so.
Lieben Gruß
Kai
Geändert von Gast2056 (03.06.2009 um 17:49 Uhr)
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04.06.2009, 12:51
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Der Weg des Kreuzes Beitrag #13 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 04.08.2008
Ort: wien
Beiträge: 147
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[QUOTE=Herr von Sonstwo;239388]
hi nowhereman...
Nein. Es hat nichts mit "Egomanie" zu tun. Es ist ein spezieller Bewusstseinszustand. Sozusagen die dunkle Seite einer Einheitserfahrung.
Das filter, in der welt viel leid zu sehen und das eigene leben oftmals als leidvoll zu erfahren ist mir sehr vertraut. Hab grad eine lustige brille aus pappe zuhaus. Durchs eine auge ist alles bunt...echt fein, durchs andere kalt und grau. Aber es ist nur eine brille…dennoch wirkt sie.
Das eigene leid und das anderer lebewesen als miteinander verbunden wahrzunehmen ist das eine. die „ erkenntnis“ die ursache dafür zu sein meines erachtens nur ein reflex . Genährt vielleicht aus der idee, dass immer jemand für etwas verantwortlich sein muss (man merkt wie sich „schuld“ beginnt einzuklinken). Seit jahrtausenden mit christlichem gedankengut infisziert bietet unser bordcomputer halt dieses gedankenkonstrukt an. Das Ich bläht sich wieder auf…diesmal nicht auf der grandiosen seite sondern auf der inferioren. Und das ist für mich das trippige. Hab nichts dagegen- stelle es nur fest. Sehe das eher als prozess der energieverdichtung…wie ein brennglas, dass die gewohnte oberfläche durchbrennt. Ob dir in der folge dann die sicherung durchbrennt oder ob es deinem system gelingt das baby zur welt zu bringen hast du eh nicht in der hand. Nur hat es für mich nicht deshalb zwangsläufig sinn, weil es anscheinend etwas ausgelöst hat. Den hammer legst du ja auch weg wenn das bild hängt…und er ist fürs bild unerheblich. Erwachenserlebnisse und die heisse phase davor und danach- sind für mich am ehestens auch mit einer erkrankung zu vergleichen…du erkrankst vielleicht in gewisser weise am leben als solches…
Leben ist leiden
Tu mir mit diesen ist-geschichten etwas schwer. Erstens: was ist leben? Versuchst man es zu definieren ist es für mich so, als würde man es einsperren. Und was ist leiden? Ab wann? Wann nicht mehr? Und ab wann ist ist dermassen istig dass es wirklich völlige deckungsgleiche gewährleistet? ich spüre fast körperlich wie sich beide begriffe sträuben, so ineinandergezwängt zu werden.
Leben ist leiden
Ich würde noch zwei dutzend „leben ist-sätze“ dazustellen damit das ganze etwas appetitlicher aussieht und sich dieser satz nicht so alleine fühlt.
Und…seit fast zwei jahren ist die idee „ ich leide“ aus meinem leben praktisch verschwunden. Wenn ich schmerzen habe habe ich schmerzen…ist vielleicht nicht lustig, löst aber nicht das gefühl zu leiden aus. Wenn ich mal keine kohle hab leide ich deswegen nicht an geldmangel…diese reflexartige verknüpfung mit der früher so vertrauten interpretation ist nahezu verschwunden. Wenn leben leiden ist…lebe ich dann nicht mehr? Fühlt sich nämlich gar nicht so an *g*
Ja, was ich schrieb hat sehr viel mit dem Weg, wie ich ihn erfahren hatte, zu tun.
Aber da sich das "mein", was du gerne in meiner Wegbeschreibung stärker betont sehen möchtest, als Illusion herausgestellt hat, klingt der Text halt auch nicht sonderlich nach "meiner" Erfahrung.
Für mich sind v.a. texte interessant wo ich echtheit und lebendigkeit spüre und wenig überlagerungen durch storys und aussagen anderer leute. Da es mit deinem erleben zu tun hat kann ich es auch besser nehmen.
Schönen tag dir…josei
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04.06.2009, 17:45
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Der Weg des Kreuzes Beitrag #14 (permalink)
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Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 0
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Zitat:
Zitat von jos54eli
Das eigene leid und das anderer lebewesen als miteinander verbunden wahrzunehmen ist das eine. die „ erkenntnis“ die ursache dafür zu sein meines erachtens nur ein reflex.
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Es ist kein Reflex. Die Erkenntnis, dass "Ich" die Ursache des Leids bin, ist eine innerliche Erfahrung.
Als hier das Ich auf seinen Kern geprüft wurde, gab es diesen Punkt, wo kein tieferes Vordringen mehr möglich war. Das "Ich" löste sich einfach vor meinem inneren Auge auf, aber ich war immer noch da. Ich bin es, vor dem sich dieses "Ich" auflöst. Wie sollte ich aber hinter das, was ich bin kommen, wenn ich mich ständig vor mir selbst auflöse und als ich verbleibe.
Das war wirklich zum Verzweifeln, denn mit >mir< blieb diese Welt des Leids erhalten. Ich wollte aber nicht an diese leidvolle Welt glauben. Das durfte einfach nicht wahr sein, dass es eine solche Welt gibt. Irgendwas konnte da nicht stimmen!
Da >ich< aber die Welt wahrnahm, musste ich >mich< ergründen, musste zum Kern des "Ichs" vordringen und nachschauen, was da eigentlich falsch lief.
Und so fand ich also heraus, dass es keinen Ausweg gab. Da war kein Kern, an den ich herankam. Das "Ich" löste sich einfach vor meinem inneren Auge auf, wenn ich zum Kern vorstieß und schnappte von hinten wieder als ich zu.
Also war ich die Ursache dieses Leids, dieser Welt. Es gab keinen Fehler in mir zu beheben. Es gab keine Alternative zum Ich sein, und somit keine Alternative zum Leid der Welt. Ich war diese Welt, und aus mir gab es kein Entrinnen.
Angetrieben von der Hoffnung eine Veränderung, einen Fehler in dem Ganzen zu finden, starb diese Hoffnung im Erkennen der Ausweglosigkeit.
Ein krasser Schock, eine gewaltige Explosion- und "Ich" war weg.
Zitat:
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Genährt vielleicht aus der idee, dass immer jemand für etwas verantwortlich sein muss (man merkt wie sich „schuld“ beginnt einzuklinken). Seit jahrtausenden mit christlichem gedankengut infisziert bietet unser bordcomputer halt dieses gedankenkonstrukt an.
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Ich habe kein Problem mit Schuld. Schuld ist aus meiner Sicht eine ganz natürliche Funktion in dem ganzen Verwirrspiel.
Schuld ist eines der Grundgefühle des "Ichs", denn es weiß unbewusst sehr genau, wen es da betuppt.
Ich würde sogar sagen, dass nicht Schuld eine Erfindung des Christentums ist, sondern das u.a. das Christentum eine Erfindung der Schuld ist. *g*
Das "Ich" mag dieses Gefühl nicht. Es hasst dieses Gefühl. Aber es ist auf eine geheime Weise mit ihm verbunden.
Für das, was wir wirklich sind, gibt es keine Schuld. Das ist klar!
Aber sobald wir uns für ein separates Ich halten, ist die Schuld im gleichen Paket, ob bewusst oder unbewusst.
Zitat:
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Tu mir mit diesen ist-geschichten etwas schwer. Erstens: was ist leben? Versuchst man es zu definieren ist es für mich so, als würde man es einsperren. Und was ist leiden? Ab wann? Wann nicht mehr? Und ab wann ist ist dermassen istig dass es wirklich völlige deckungsgleiche gewährleistet? ich spüre fast körperlich wie sich beide begriffe sträuben, so ineinandergezwängt zu werden.
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Ich kann dir nicht sagen was für dich Leben ist. Ich kann dir nur sagen, dass ich diesen Ausspruch Buddhas so verstehe, dass jede Idee der Existenz meiner Selbst, Dualität ist, und somit Leiden. Denn Freude/Leid ist Leid. Schwer nachzuvollziehen, wenn man sich gerade freud, klar.
Zitat:
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Und…seit fast zwei jahren ist die idee „ ich leide“ aus meinem leben praktisch verschwunden. Wenn ich schmerzen habe habe ich schmerzen…ist vielleicht nicht lustig, löst aber nicht das gefühl zu leiden aus. Wenn ich mal keine kohle hab leide ich deswegen nicht an geldmangel…diese reflexartige verknüpfung mit der früher so vertrauten interpretation ist nahezu verschwunden. Wenn leben leiden ist…lebe ich dann nicht mehr? Fühlt sich nämlich gar nicht so an *g*
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Mir geht es nicht darum, jemanden seine Freude am Leben zu rauben. *ggg*
Ich sprach in dem Text die an, die keine Freude am Leben haben, und ihr Leid in der Welt begründet sehen.
Dort ist es nicht. Es ist das "Ich". Dies im vollen Ausmaß zu sehen und die Ausweglosigkeit darin zu erkennen, hat hier die Illusion explodieren lassen.
Und ich bezeichnete es extra als Kreuzweg. Nichts für jeden.
Lieben Gruß
Kai
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04.06.2009, 20:14
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Der Weg des Kreuzes Beitrag #15 (permalink)
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Senior Member
Registriert seit: 11.04.2005
Beiträge: 1.125
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Zitat:
Zitat von Herr von Sonstwo
[COLOR=black][FONT=Verdana]
Es ist kein Reflex. Die Erkenntnis, dass "Ich" die Ursache des Leids bin, ist eine innerliche Erfahrung.
........................
Also war ich die Ursache dieses Leids, dieser Welt. Es gab keinen Fehler in mir zu beheben. Es gab keine Alternative zum Ich sein, und somit keine Alternative zum Leid der Welt. Ich war diese Welt, und aus mir gab es kein Entrinnen.
Angetrieben von der Hoffnung eine Veränderung, einen Fehler in dem Ganzen zu finden, starb diese Hoffnung im Erkennen der Ausweglosigkeit.
Ein krasser Schock, eine gewaltige Explosion- und "Ich" war weg.
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...hiho
ich nehme mal einfach an das dieses Sterben der Hoffnung im Erkennen der Auswegslosigkeit dich ganz schön geschüttelt hat..
Ob deine Idee von einem Ich das "weg" war (oder einem letztem Beobachter)
sich kurzzeitig stark transformierte heißt nicht unbedingt das es weg war.
Wahrscheinlicher ist eine kurze Erfahrung der Leerheit die aber nicht mit absolutem Mitgefühl verbunden oder eingebettet war.
Das ist schon ein hoffnungsloser Schocker...
Deshalb wird ab ein bestimmten Level der Erfahrung besser ein erfahrener
Vertrauter zur Seite stehen und da geht es dann wider um die Einbindung des äußeren mit dem inneren Lehrer.
Doch bevor der äußere Lehrer dir dies nicht Übertragen hat ist es meines Wissens nach nicht Möglich den schmalen Pfad Jenseits von Hoffnung und
Furcht zu gehen...
Das hat etwas mit Kontinuität zu tuen.
Wie ein langes Band ---- von einem auf den anderen usw.
Wissen und Weisheit wird nicht einfach gefunden ..es wird übertragen-
bewußt übertragen...und es ist dadurch geschützt vor dem Zugriff der persönlichen Manipulation..und auch wenn uns das meistens nicht bewußt ist
denken und fühlen wir mit viel Phantasie das unsere Motivation selbstlos ist...unsere Ich sich auflöst in etwas größeren...
muß jeder selbst erfahren was getäuscht und Enttäuscht werden könnte...
herzlichst guka
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04.06.2009, 21:19
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Der Weg des Kreuzes Beitrag #16 (permalink)
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Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 0
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Zitat:
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Zitat von Guka
Wahrscheinlicher ist eine kurze Erfahrung der Leerheit die aber nicht mit absolutem Mitgefühl verbunden oder eingebettet war.
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Hi, Guka!
Das kannst du doch gar nicht wissen. Und Vermutungen in diesem Zusammenhang finde ich recht fragwürdig. Denn:
Erstens berichtete ich in keinem Satz, was sich Bahn brach, nachdem das "ich" gestorben war.
Und zweitens erwähnte ich auch nichts über eine zeitliche Dauer der Ich-losigkeit.
Der Bericht bezog sich übrigens auf ein Ich des Jahres 1997. *g*
Zitat:
Deshalb wird ab ein bestimmten Level der Erfahrung besser ein erfahrener
Vertrauter zur Seite stehen und da geht es dann wider um die Einbindung des äußeren mit dem inneren Lehrer.
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Das mag durchaus ein Weg sein.
Ich habe in den seither vergangenen 12 Jahren zwar ein paar "Lehrer" besucht, aber ich sah und suchte nicht den Lehrer in ihnen, sondern den Spiegel.
Zitat:
Doch bevor der äußere Lehrer dir dies nicht Übertragen hat ist es meines Wissens nach nicht Möglich den schmalen Pfad Jenseits von Hoffnung und
Furcht zu gehen...
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Jenseits von Hoffnung und Furcht geht sowieso nichts. Da ist´s nur.
Und das, was du vermutlich mit Übertragung meinst, ist schlicht die Begegnung als Dasselbe.
Das überträgt aber keiner. Das passiert oder nicht.
Zitat:
Das hat etwas mit Kontinuität zu tuen.
Wie ein langes Band ---- von einem auf den anderen usw.
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Vielleicht meinst du doch etwas anderes. Die Begegnung als Dasselbe ist absolut bandlos. Ist noch ein Band vorhanden, geht es um Bindung. Das ist etwas anderes.
Zitat:
Wissen und Weisheit wird nicht einfach gefunden ..es wird übertragen-
bewußt übertragen...und es ist dadurch geschützt vor dem Zugriff der persönlichen Manipulation..und auch wenn uns das meistens nicht bewußt ist
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Du bist solange manipulierbar, wie du dich zu manipulieren versuchst. Hörst du auf dich zu manipulieren, bist du, was du wirklich bist.
Das kann dir niemand geben, den du noch im Außen siehst. Erst wenn die Grenze in dir fällt, siehst du, was der sogenannte "Lehrer" ist. Das ist Gnade. Und da hat kein Lehrer Kontrolle drüber.
Lieben Gruß
Kai
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