18.08.2004, 23:27
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Der Schöpfer erkennt sich selbst im Geschöpf Beitrag #1 (permalink)
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Guest
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Der Schöpfer erkennt sich selbst im Geschöpf
Zitat:
Der Schöpfer im Menschen ist das eigene Selbst, dessen letzte, von seinem eigenen Mittelpunkt entfernteste Manifestation das kleine "Ich", das persönliche "Ichbewusstsein" ist.
Das persönliche "Ich" in ihm ist das durch die Materie - im Körper - widergespiegelte Bild Gottes. Wenn der Mensch also aus dem Fernsein in die Identität mit Gott zurückgelangen will, muss er mit seinem Bewusstsein denselben Weg einschlagen: er muss sein Bewusstsein, von seinem persönlichen "Ich" ausgehend, immer tiefer und tiefer in sich zurückziehen, und sich zu seinem wahren Selbst, zu seinem Schöpfer, hinwenden, bis er sich in Ihm bewusst erkennt.
Das bedeutet aber, dass in diesem Zustand nicht das Geschöpf - die Person - sich selbst erkennt, da es keine wahre Existenz hat und als Scheinwesen kein rückwirkendes Bewusstsein, keine Selbsterkenntnis haben kann, sondern der Schöpfer erkennt sich selbst im Geschöpf, in der Person. Dies ist die einzige Möglichkeit, in welcher das Getrenntsein aufhört, in welcher das Bewusstsein sich im Einheitszustand befindet, wenn das "Sich-selbst-Denken" aufhört und zum "Sich-selbst-Sein" - zur "Selbsterkenntnis" - wird. In diesem Zustand sind der Erkenner, das Erkannte und die Erkenntnis ein und dasselbe Subjekt: das Selbst - der Schöpfer - erkennt sich selbst in sich!
Der Mensch kann Gott nur so erleben, dies ist Auferstehung! In diesem Zustand erkennt er, dass ihn sein eigenes Selbst geschaffen hat und ständig schafft, dass also sein Selbst sein eigener Schöpfer ist, ebenso ist aber dasselbe einzige Selbst der Schöpfer des ganzen Alls! Demzufolge erlebt er in seiner göttlichen Selbsterkenntnis, in seinem Selbstbewusstsein, gleichzeitig auch das schöpferisch-kosmische All-Bewusstsein und wird mit der Selbsterkenntnis gleichzeitig all-erkennend: allwissend!
aus: Elisabeth Haich - "Einweihung" (1972)
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...tsangmitowk-21
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Zitat:
Elisabeth Haich (1897-1994)
Elisabeth Haich wurde 1897 in Budapest geboren. Sie studierte Musik und Bildhauerei und war in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg eine international anerkannte Künstlerin. Gleichzeitig galt ihr besonderes Interesse jedoch immer schon grenzüberschreitendem Wissen und spirituellen Wegen. So gründete sie Ende der 30er Jahre Budapests erste Yoga-Schule, die sie bis zur Besetzung durch die Russen 1944 weiterführte. Schließlich zur Flucht gezwungen, baute Haich gemeinsam mit ihrem Schüler Selvarajan Yesudian in Zürich die wohl bekannteste Schule für Hatha-Yoga Westeuropas auf. Zugleich entstand in Diano Marina, Italien, die Yoga-Sommer-Schule, die Anfang der 50er Jahre nach Ponte Tresa, Schweiz, verlegt wurde. Beide Schulen existierten bis 1989, wo sie wegen des fortgeschrittenen Alters der beiden Gründer geschlossen wurden. Elisabeth Haich starb im Juli 1994.
Ihr mystisch-autobiographischer Roman "Einweihung" zeichnet ein spannungsreiches Bild der Mysterien der Einweihung, deren tiefe Wahrheiten seit jeher die menschliche Phantasie beschäftigten. Das Buch wird seit vielen Jahren als Geheimtip gehandelt.
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