Das Jesusspiel
Die Idee ist der Anfang der Welt. Idee ist Geist.
„Am Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.
Und das Wort wurde Fleisch.“
Dieses Wort, das bei Gott war, das Gott ist, welches Wort war das?
War es ein bestimmtes Wort?
Oder ist es einfach das Wort an sich?
Das Erscheinen des Wortes ist das Erscheinen Gottes in der Welt.
Ist Gott „nur“ ein Wort? Ist er das Wort das sich selbst erschafft?
Erschafft er dadurch das was er, was es, ist?
Vor dem Wort ist Stille. Absolute Stille. Kein Denken, kein Wort.
Gibt es Wahrnehmung ohne Worte? Ist Wahrnehmung das Wort mit dem sie beschrieben wird?
Wahrnehmung ist Schöpfung. In der Wahrnehmung wird das Wahrgenommene erschaffen.
Diese Wahrnehmung, hier und jetzt. Wahrnehmung, dieses Wort. Es wird wahrgenommen.
Jetzt von mir der ich das schreibe und von Dir der Du es liest. Wir nehmen für wahr was wir erkennen.
Wer erkennt? Wer nimmt wahr? Da ist dieses „Ich“ das jetzt zu „Ich bin“ wird und jetzt zu „Ich bin das Wort“ das ich hier lese.
„Ich bin“ ist die unwandelbare Konstante in der alle wandelbaren Erscheinungen erscheinen und auch vergehen.
Nun könnte man einwenden, dass auch ein Neugeborenes wahrnimmt, ohne Worte zu kennen und zu benutzen. Das ist wohl wahr. Doch diese Wahrnehmung ist noch nicht unterschieden von dem „Ich bin“. Als ich „meinen“ ersten Sohn kurz nach der Geburt auf meinem Bauch liegen hatte, nahm ich ihn wahr als Seele, die nun erst lernen musste sich mit dem gewählten Körper zu verbinden, ihn zu benutzen und sich immer besser durch ihn auszudrücken. Es war der Körper, der noch nicht fähig war das jenseits von Entwicklung liegende Potential der Seele auszudrücken.
Nun, ich habe eben das Wort „Seele“ eingebracht.
Es ist meine Beobachtung, dass wir als Menschen eine Menge Worte lernen und auch gebrauchen, ohne sie mit entsprechendem Inhalt zu füllen. Das wird dann als „leere Worte“ beschrieben, Worte ohne Inhalt. Es ist nicht drin was drauf steht.
Was ist die Seele?
Die Seele ist das Ganze! Der Körper ist das Getrennte. Ein Körper unterscheidet sich vom anderen Körper. Der Körper ist Trennung, ist Spaltung, ist Teilung. Identifizierung mit dem Körper ist Identifizierung mit der Trennung. Ich und der Andere. Ich und Du. Ich Tarzan – Du Jane, ich Christ – du Moslem, ich Deutsch – Du Ausländer.
Je mehr wir zum Körper werden, das heisst je tiefer, totaler und unbewusster die Identifizierung mit ihm wird, desto vielfältiger die Aufspaltung. Bis wir dann vor der letzten erkennbaren Einheit, dem Atom, stehen und mit dessen Spaltung in Form einer Atombombe, die Möglichkeit haben uns wieder zurückzubefördern in die Einheit des Numinosen

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Die Seele ist das Ganze, das Ungetrennte, das Verbindende und Verbundene. Seele ist die Einheit, das All-ein-sein. Als Seele sind wir allein aber auch All-ein.
Wenn die Identifizierung mit dem personifizierten Körper zusammenbricht und die damit verbundenen Geschichten als (vom) Selbst-gestricktes(n) Spiel der Illusionen erkannt wird als Wahnnehmung im Gegensatz zu Wahrnehmung, ohne dass der Körper dabei stirbt, kann man das Erleuchtung nennen, oder Erwachen, oder Wiedergeburt.
In diesem Moment beginnt das, was ich jetzt einfach mal das „JESUSSPIEL“ nenne. Und zwar deshalb, weil dieser Körper mit dessen tatkräftiger Hilfe ich das hier schreibe in einen christlichen Kulturkreis und auch noch in eine Familie mit christlich fundamentaler Ausrichtung hineingeboren wurde und ihm deshalb der Ausdruck über das damit einhergehende Vokabular anstrengungslos am Geläufigsten ist.
Jesusspiel auch deshalb, weil .....nun dafür gibt es viele Gründe:
Das Wort muss erfüllt werden.
Die Wiederkunft Jesu.
Die Heimholung der Braut.
Das sind nur ein paar Themen über die ich mich hier mal etwas auslassen möchte. Als kleines Kontrastprogramm zu den kulturell primär östlich bis fernöstlich basierten Beiträgen über das Phänomen "Erleuchtung" hier im Forum.
Wird bei Gelegenheit fortgesetzt

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