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06.12.2006, 19:05
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Das Ende des Leidens Beitrag #1 (permalink)
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Registriert seit: 18.04.2006
Beiträge: 0
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Das Ende des Leidens
Der große Nagarjuna sagte:
Ohne eine Grundlage in der konventionellen Wirklichkeit kann die Bedeutung des Absoluten nicht gelehrt werden. Ohne Verständnis der Bedeutung des Absoluten wird Befreiung nicht erlangt!
Ein Mönch fragte Chao-chou: "Wird im Zeitalter der Leerheit immer noch jemand die Praxis pflegen?"
Chao-chou antwortete: "Was meinst Du mit Zeitalter der Leerheit?"
Der Mönch sagte: "Das ist, wenn kein einzelnes Ding mehr existiert."
Darauf Chao-chou: "Nur das kann man absolute Praxis nennen."
Wenn ich sage: "Das ist, wenn kein einzelnes Ding mehr existiert", klingt das so, als würde ich von der absoluten Wirklichkeit sprechen. Wenn ich davon spreche, dann in der Hoffnung, dass Sie in dieser Lebenszeit schon genug gelitten haben, um zu erkennen, dass ich es nur wage, diese absolute Wirklichkeit zu lehren, nachdem Sie schon einige Zeit lang die konventionelle Wirklichkeit studiert und sich auf sie verlassen haben.
Die konventionelle Wirklichkeit besagt, dass Leiden in dieser Welt erscheint, dass Sie und ich getrennt sind und dass dieses Festhalten einer abgetrennten Existenz die Ursache des Leidens darstellt. Das ist die konventionelle Wirklichkeit. In der absoluten Wirklichkeit ist kein Mensch von einem anderen getrennt, existiert kein einzelnes Ding aus sich selbst heraus. Wenn ich so spreche, glauben Sie hoffentlich nicht. es bedeute, dass nichts existiert. Bitte verstehen Sie: "Kein einzelnes Ding existiert", heisst, dass keine einzelnes Ding aus sich heraus existiert, dass keine einzelne Person unabhängig exisitiert.
Quelle: "Ein warmes Lächeln vom kalten Berg"
Tenshin Reb Anderson
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06.12.2006, 19:12
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Das Ende des Leidens Beitrag #2 (permalink)
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Registriert seit: 18.04.2006
Beiträge: 0
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Der Mönch sagte: "Das ist, wenn kein einzelnes Ding mehr existiert", und Chao-chou sagte: "Nur das kann man absolute Praxis nennen". Das Zeitalter der Leerheit ist ein Ort und eine Zeit, wo die Dinge nicht aus sich selbst heraus existieren. Können Sie sich eine WElt vorstellen, in der nichts unabhängig erscheint, in der jedes Ding zusammen mit allem hervortritt, in der alles durch die Güte aller Ding enstseht? Alles ensteht durch die Unterstützung von allem, und alles, was entsteht, unterstützt alles. Nur das kann man als absolute Praxis nennen. Aber wir verlassen uns auf die relative Wirklichkeit, um diese asolute Lehre zu erhalten, Wir verlassen uns auf die relative Wirklichkeit, in der "ich allein Zen praktiziere". So praktiziert man relative Wirklichkeit. Ich leide allein, Sie leiden allein. Das ist die Grundlage, auf die wir uns verlassen, und genau dort erhalten wir die Lehre, die besagt, dass alles jetzt schon befreit ist und nichts in Fesseln liegt.
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06.12.2006, 19:18
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Das Ende des Leidens Beitrag #3 (permalink)
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Registriert seit: 18.04.2006
Beiträge: 0
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Im Prajna Paramita Sutra fragte Subhuti den Buddha: "Von wo tritt ein Bodhisattva ind die Praxis der Weisheit jenseits der Weisheit ein?" Buddha antwortete, dass man sie von der relativen Welt aus betritt. Wenn wir unseen Fuß nicht fest auf die Erde setzen, können wir nicht vorwärtsgehen, wenn wir vorwärtsgehen, ohne die relative Wirklichkeit vollständig zu akzeptieren, werden wir die absolute mißverstehen.
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06.12.2006, 19:25
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Das Ende des Leidens Beitrag #4 (permalink)
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Registriert seit: 18.04.2006
Beiträge: 0
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Wenn wir die Welt, in der wir gefangen sind, nicht genau genug studiert haben, um zu erkennen, dass wir gefangen sind, und wir daran glauben, frei zu sein, dann befinden wir uns in Wirklichkeit noch in der Welt, in der wir gefangen sind. Wir träumen nur davon, frei zu sein und dass wir tun und lassen können, was wir wollen, Aber das können wir nicht. Alles was wir in dieser Welt als selbstständig Handelnde tun, schafft Probleme für uns und andere. Solange wir das nicht verstehen, haben wir nicht genug studiert, um in die absolute Praxis einzutreten, aus der heraus wir zu spontanem Handeln in der Lage sind. Sobald wir nicht mehr länger als selbstständig Handelnde agieren, wird alles, was wir tun, ohne Harm sein und wir werden erkennen, dass jeder Mensch uns unterstützt. Jeder Mensch unterstützt uns in der WElt, in der kein einzelnes Ding mehr existiert. Wir müssen die Welt erleben, in der wir eingeengt, begrenzt und voller Angst sind, in ihr, dort, können wir umkehren und zu der Welt erwachen, in der wir spontan das Richtige tun. In der Welt, in der nicht ein einzelnes Ding existiert, können wir einfach wir selbst sein. Wir können einfach wir selbst sein, wenn unser Selbst nich ein einzelnes "unabhängiges" Ding ist.
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06.12.2006, 19:32
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Das Ende des Leidens Beitrag #5 (permalink)
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Registriert seit: 18.04.2006
Beiträge: 0
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Einmal hielt Manjushri eine kleine Rede vor Buddha, in der er im Grunde genommen nur sagte, "erwachen" bedeute, dass ein Mensch einfach nur ein Mensch ist.
Nach dieser Rede näherte sich eine Gruppe aufrechter Bürger aus Buddhas Welt Manjushris, und sie sprachen zu ihm: "Du bist wirklich unglaublich weise, so wie dein Names es schon sagt; du bist wie die Güte und das Licht, die das Universum durchzieht. Du bist phantastisch, der erste unter den Heiligen."
Manjushri antwortete: Ach ja? Nun eigentlich solltet ihr mich eher den exemplarischen Vertreter von Gier, Hass und Verblendung nennen. Ihr solltet mich das am meist versklavte, leidende Wesen nenne. Ihr solltet mich den größten Nichtsnutz nennen. Ich bin ein ganz gewöhnlicher Mensch. Ich bin der erste unter den Gewöhnlichen.
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06.12.2006, 19:34
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Das Ende des Leidens Beitrag #6 (permalink)
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Registriert seit: 18.04.2006
Beiträge: 0
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Die meisten Menschen können es nicht ertragen, gewöhnlich zu sein. Manjushri war konsequent und wurde zum ganz und gar gewöhnlichen Menschen. So erkannte er, dass es so etwas wie einen gewöhnlichen Menschen, der ganz aus sich heraus lebt, eigentlich nicht gibt. Das nennt man Aufwachen.
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