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Zitat von Geheimagent
Eine gute Frage, wie ich finde.
Denn einerseits ist sie natürlich grotesk, denn wer will das nicht?
Andererseits trifft sie aber den Kern, denn wer will denn "gesund" und "leidfrei" sein?
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Ja, genau das meinte ich damit.
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Zitat von Schönwetter
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aber... ein borderliner... weisst du - der wird dich früher oder später so richtig HASSEN, und zwar abgrundtief - die brauchen das. darum gehts mir - es ist nicht leicht, der umgang mit ihnen.
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Ein ehemaliger Bekannter - Darrell - trifft da etwas drauf zu. Er schwankte immer zwischen Anbetung und Verachtung mir gegenüber. Irgendwann wollte er dann keinen Kontakt mehr mit mir, da ich ihn so "runter ziehen würde" wie er sagte *g*. Es gab recht viele Konflikte mit ihm - ein kleines unschuldiges Wort meinerseits, reichte oft aus, dass er sich zutiefst verletzt fühlte - und das ohne erkennbaren Grund.
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aber es ist eine quälende krankheit für den betroffenen. sowas wie migräne. verstehst du, was ich sagen wollte?
ich stimme dir voll zu, ich akzeptiere auch den "verrücktesten", aber du musst einsehen, dass die gewaltig darunter leiden! und nicht nur aus gesellschaftlichen gründen, sondern weil sie aus wahn dann die menschen vertreiben, die sie lieben!
das ist halt das quälende.
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Für mich stimmt das nicht. Was nützt es, es als "quälende Krankheit" zu bezeichnen? Das klingt dann immer irgendwie so, als sei das was von Außen. Als sei man besetzt von irgendeinem Dämon oder so - auf jedenfall impliziert es, dass es etwas ist, was nicht man selbst ist. Kann das denn stimmen?
Das schafft m.M. eher Trennung als Heilung.
Ich glaube nicht an quälende psychische Krankheiten - und das sage ich als jemand, der durchaus sogenannte "psychische Krankheit" kennt.
Das Quälende ist immer der Wunsch, dass es anders sein sollte, als es gerade ist. Ohne den Gedanken: "das sollte jetzt nicht sein, diese Erfahrung sollte nicht sein" gibt es keine wirklich quälenden Erfahrungen.
Und wenn es quält, lässt du es eben quälen. Man leidet einfach, und wenn auch da nicht der Versuch da ist, dass Leiden zu bekämpfen und weghaben zu wollen - kann man auch da nicht wirklich von "quälenden Erfahrungen" sprechen.
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aber du musst einsehen, dass die gewaltig darunter leiden!
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Es mag sein, dass liegt dann aber nicht an etwas, was Psychologen Borderlinestörung nennen, sondern an innerem Widerstand gegen das was ist.
Das Leiden ist nicht Außen, so wie du es darstellen willst, inform von irgendeiner sogenannten psychischen Krankheit, die sich wie ein Dämon in den armen Menschen festsetzt und sein Leben zerstört.
Das ist für mich nicht wahr.
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sondern weil sie aus wahn dann die menschen vertreiben, die sie lieben!
das ist halt das quälende.
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Ich würde sagen, die meistens geniessen diesen Schmerz eigentlich. Klar, es gibt keiner zu. Alle erzählen sie (sich selbst und allen anderen) wie schrecklich alleine und einsam sie doch sind - wie verlassen usw.
Aber auch darin liegt ein gewisser Genuss. Im Selbstmitleid liegt eine Art Genuss, im Verlust, in der Trauer...
Die Menschen sind nicht ehrlich - niemand ist wirklich ehrlich in dieser Beziehung, aber ich denke, die meisten geniessen es. Weil warum auch nicht?
Der Verlust, der Schmerz, die Traurigkeit ist auch zu geniessen - sie stellt die dunkle Seite des Lebens da, den Schatten, die Nacht.
Sicher haben die meisten auch Angst davor - Angst vor dieser Schattenseite des Lebens, und den dazugehörigen Gefühlen, aber ich vesuche dir rüberzubringen, dass darin auch Schönheit liegt.
Das damit nichts verkehrt ist.
Ich habe die Liebe im Außen immer verloren - immer und immer wieder. Oft war ich verliebt, in Mädchen, in Jungs - und immer wieder wurde mir das Objekt entrissen, oder es kam gar nicht erst zur Verschmelzung.
Und so war mir der Verlust und auch die Sehnsucht stets vertraut.
Doch in dieser "Qual" wie du schreibst, liegt auch die Heilung verborgen. Gift und Medizin, sind nicht getrennt.
Das getrunkene Gift, wird durch Alchemie in Medizin verwandelt. Die Alchemie ist die Begegnung. Und die Heilung liegt bereits in der Krankheit verborgen.
Antar