Heute war mal wieder einer der verdammten Tage
wo der Verstand Amok läuft. Das passiert mir ab und an, aus und manchmal sogar bei total heiterem Himmel. Scheinbar völlig grundlos verdunkelt sich dann alles und ich bin eingehüllt in eine rabenschwarze Wolke. Ich leg mich dann einfach hin schliesse die Augen und nichts von aussen kommt mehr an mich ran. Alles was ich dann wahrnehme ist das Toben der verschiedensten Gedanken die versuchen in irgendeiner Form bei mir anzudocken. Ich lebe ja nicht nur für mich, sondern in einem Geflecht von Beziehungen zu anderen. Bei mir als Houseman ist es erstmal die Familie und ich mit all den täglichen Routinen und auch Bedürfnissen die wir alle haben. Und in meiner speziellen Situation und Position ist es erstmal das Bedürfnis alle einschliesslich mich selbst so zu befrieden, dass es uns gut geht. Und in diesm Bemühen komme ich einfach immer mal wieder an den Punkt wo ich das Handtuch werfe und mit meinem Latein total am Ende bin. Ich hab dann das Gefühl alles zu machen, aber nichts richtig. So wie ichs mir vorstelle und wünsche. Und dann hab ich ein Problem 8) Aber nicht so eins, dass sich dann rasch durch ein entsprechend formuliertes spirituelles gedankliches Konzept lösen lässt. Sondern es ist für mich existenziell. Es ist gedanklich, gefühlsmässig und körperlich. Das ganze System geht dann von einem Moment zum anderen in den Generalstreik.
"I give completely up" in diesem Moment. Für wie lang auch immer. Heute wars von 9Uhr morgens bis 22Uhr Abends. Solang wie der Orkan eben tobt. Mein Bewusstsein ist dann in der Mitte dieses Wirbelsturms und ist reine Wahrnehmung. Auch die Familie existiert da nicht mehr. Es ist wie sterben, oder sterben könnte so sein.
Edgar hat es heut in einem Satz irgendwo fast ganz lapidar ausgedrückt:
Zitat:
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("brauchen" ist ja ein komisches Wort - was "braucht" man schon ... - und was meint man zu brauchen ... - und was wünscht man sich und was will man ... - und wie hätte mans denn gerne usw. usw.) (und dem allem steht dann gegenüber, das, was IST ...)
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Dieses zwischen diesen beiden Polen in Hilflosigkeit zu stehen und darin aufgerieben zu werden, nämlich dem was ist und dem was man wünscht, ist das was ich da versuche zu beschreiben.
Ja und dann ist plötzlich wieder alles vorbei, der ganze scheinbare Konflikt. Ich stehe auf, die Kinder liegen im Bett, die Frau ist verschwunden zum Afrotrommeln, sie kommt heim, sieht mich hier schreibend, ich unterbreche, wir reden zusammen über das was da ist, tauschen aus und teilen uns mit und spüren ohne es zu benennen : Das ist Liebe, Leben. Und dann dreh ich mich wieder hierhin, tippe fertig, drücke auf speichern, schicke ab, invalid session, kopiere neu, Fehler beim Kopieren. Scheisse der ganze Beitrag weg, in den Wind. Gedanke:OK. dann solls nicht sein. Doch der Körper-Geist-Organismus Spontiwelli kümmert sich nicht um den Gedanken, sondern fängt wieder von vorne an und tippt einfach wieder neu rein. Ein bischen anders, ein wenig komprimierter. So wies eben jetzt da steht. Wozu, weshalb und warum geschieht das Alles so wie es geschieht?? Wer will das schon wissen?? Ich will es einfach mit Euch teilen. Von Herz zu Herz. Mit Euch, die Ihr das auf Eure Art wahrscheinlich ähnlich genauso erlebt, oder auch nicht, in diesem unbegreiflich wunderbaren aber manchmal auch als das Gegenteil davon erscheinenden Leben, das wir Alle miteinander teilen und sind.
Gute Nacht und einen schönen Tag(je nachdem)
wünscht der (von den Toten wieder mal auferstandene)Spontiwelli 8)