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als völlig unbedarfter Neuling in der Satsang-Szene, habe ich doch bei mir einen gewissen Informationsbedarf gesehen, was die Advaita-Philosophie angeht und mich gestern und auch heute den ganzen Tag so durch alles mögliche geklickt, was ich darüber nur erwischen konnte (ALG I
machts möglich, aber der neue Job ist schon in den Startlöchern )...
an dem Ergebnis der Recherche lasse ich euch hiermit gerne teilhaben...
Im Großen und Ganzen sieht es für eine wirklich einheitliche Sicht der Dinge so düster aus, wie in der Vielfalt jeder anderen Philosophie oder auch der der Religionen... Adaptionen, Varianten und Anpassungen en masse durch die Zeiten bis hin zum Neo-Advaita, welches einen krassen Non-dualismus betont...
den diversen Richtungen gemeinsam jedoch ist folgene Erkenntnis:
Es existiert nur das "Göttliche" (Brahman), oder nach der eher neuzeitlichen Begrifflichkeit "Absolutes Bewusstsein", es gibt also nur absolutes Bewusstsein, das sich in den diversen Illusionen/Erscheinungen (Maya) ausdrückt, die wir als Menschen/Welt wahrnehmen...
wenn das absolute Bewusstsein sich durch den Menschen ausdrückt (dann wird es Atman genannt), glaubt jener Mensch, die Erscheinungen haben
eine eigenständige, unabhängige Existenz und mit dieser Illusion ist er in Unwissenheit (Avidya) verstrickt, die Ursache seines Leidens an der Welt...
das erste Ziel der Advaita-Philosophie ist es also nicht Maya, die Erscheinung zu überwinden (wie ständig behauptet wird), sondern zuerst muss der Mensch die Unwissenheit loswerden, also sich als "Bewusstsein" (Atman) erkennen, was nur durch einen (göttlichen) Akt der Offenbarung geschehen kann (Erwachen)...
anschließend, nachdem die Unwissenheit (Avidya) überwunden ist, folgt der Weg der Selbstverwirklichung, der nun auch zunehmend das Ich, den Körper und die Welt durch Hingabe an das Göttliche und Entsagung an den eigenen Willen, transzendiert...
Dieser Weg endet schließlich im vergöttlichten Menschen (dem Erleuchteten)...
und dann erst hat der Mensch kein Ich mehr, er sieht keinen Körper mehr, er sieht sich nicht mehr als Mensch und die Welt nicht mehr als Welt, er sieht nur noch das Göttliche in jedem und allem, er ist zum vollendenten Gott-Menschen geworden, hat Vergöttlichung erreicht...
Soweit die Recherche zur ursprünglichen Philosophie des Advaita...
Wenn man sich das Leben vieler indischer Heiliger ansieht, kann man gut erkennen, dass diese Menschen Hingabe an das Göttliche und Selbstverleugnung auch tatsächlich leben...
und wie sieht es in Instant-Kultur des Westens aus...? Da wollen die Leute sich nicht lange mit Hingabe und Selbstentsagung aufhalten... sie wollen nach dem Erwachen, dem Durchschauen der Unwissenheit, sofortige Ergebnisse... heute Mensch, morgen Gott...
und der Schlüssel dazu lautet: Negation.. negiere einfach alles was du bisher warst...
Und hier tut sich speziell das im Westen entstandene Neo-Advaita mit seiner Tendenz zur Negation hervor... anstelle von Selbstverwirklichung in einem Leben voller Hingabe an das Göttliche, folgt einfach unbekümmerte Negation...
indem ich mir einfach einrede, ich sei kein Mensch mehr, meine Gedanken sind auch nicht mehr meine Gedanken, sondern göttlichen Ursprungs (wessen denn dann sonst, wenn nicht meine...?)...
und die ganzen anderen merkwürdigen Auswüchse und Verzerrungen (ich habe so einige Videos angesehen, da schienen mir wirklich ein paar Fälle für die Psychatrie dabei zu sein...
Zusammenfassung: Der Verdienst des Advaita ist seine Erkenntnis, alles ist Bewusstsein, und damit das Durchschauen der Täuschung (Avidya) einer vom göttliche SEIN unabhängigen Welt (Maya)...
Verleugnung der Welt und damit auch meines Menschseins war nie ein Bestandteil des ursprünglichen Advaita, sondern verleugnet sollte nur die verhängnisvolle Identifikation mit der Welt werden, die mich durch dieses Unwissen in ihre materiellen Belange verwickelt...
ist die Täuschung aber durchschaut, dann bin ich auf dem Weg "wahrer Mensch", der letztlich reines Bewusstsein ist, zu werden... mit einer bewussten Distanz kann ich mich dann aber auch an der Welt als Ausdruck göttlicher Kreativität erfreuen...
Negation hat dann keinen Raum mehr im Erkennen des Göttlichen allumfassenden Bewusstseins als Alles-Was-Ist...
als völlig unbedarfter Neuling in der Satsang-Szene, habe ich doch bei mir einen gewissen Informationsbedarf gesehen, was die Advaita-Philosophie angeht und mich gestern und auch heute den ganzen Tag so durch alles mögliche geklickt, was ich darüber nur erwischen konnte (ALG I
machts möglich, aber der neue Job ist schon in den Startlöchern )...
an dem Ergebnis der Recherche lasse ich euch hiermit gerne teilhaben...
Im Großen und Ganzen sieht es für eine wirklich einheitliche Sicht der Dinge so düster aus, wie in der Vielfalt jeder anderen Philosophie oder auch der der Religionen... Adaptionen, Varianten und Anpassungen en masse durch die Zeiten bis hin zum Neo-Advaita, welches einen krassen Non-dualismus betont...
den diversen Richtungen gemeinsam jedoch ist folgene Erkenntnis:
Es existiert nur das "Göttliche" (Brahman), oder nach der eher neuzeitlichen Begrifflichkeit "Absolutes Bewusstsein", es gibt also nur absolutes Bewusstsein, das sich in den diversen Illusionen/Erscheinungen (Maya) ausdrückt, die wir als Menschen/Welt wahrnehmen...
wenn das absolute Bewusstsein sich durch den Menschen ausdrückt (dann wird es Atman genannt), glaubt jener Mensch, die Erscheinungen haben
eine eigenständige, unabhängige Existenz und mit dieser Illusion ist er in Unwissenheit (Avidya) verstrickt, die Ursache seines Leidens an der Welt...
das erste Ziel der Advaita-Philosophie ist es also nicht Maya, die Erscheinung zu überwinden (wie ständig behauptet wird), sondern zuerst muss der Mensch die Unwissenheit loswerden, also sich als "Bewusstsein" (Atman) erkennen, was nur durch einen (göttlichen) Akt der Offenbarung geschehen kann (Erwachen)...
anschließend, nachdem die Unwissenheit (Avidya) überwunden ist, folgt der Weg der Selbstverwirklichung, der nun auch zunehmend das Ich, den Körper und die Welt durch Hingabe an das Göttliche und Entsagung an den eigenen Willen, transzendiert...
Dieser Weg endet schließlich im vergöttlichten Menschen (dem Erleuchteten)...
und dann erst hat der Mensch kein Ich mehr, er sieht keinen Körper mehr, er sieht sich nicht mehr als Mensch und die Welt nicht mehr als Welt, er sieht nur noch das Göttliche in jedem und allem, er ist zum vollendenten Gott-Menschen geworden, hat Vergöttlichung erreicht...
Soweit die Recherche zur ursprünglichen Philosophie des Advaita...
Wenn man sich das Leben vieler indischer Heiliger ansieht, kann man gut erkennen, dass diese Menschen Hingabe an das Göttliche und Selbstverleugnung auch tatsächlich leben...
und wie sieht es in Instant-Kultur des Westens aus...? Da wollen die Leute sich nicht lange mit Hingabe und Selbstentsagung aufhalten... sie wollen nach dem Erwachen, dem Durchschauen der Unwissenheit, sofortige Ergebnisse... heute Mensch, morgen Gott...
und der Schlüssel dazu lautet: Negation.. negiere einfach alles was du bisher warst...
Und hier tut sich speziell das im Westen entstandene Neo-Advaita mit seiner Tendenz zur Negation hervor... anstelle von Selbstverwirklichung in einem Leben voller Hingabe an das Göttliche, folgt einfach unbekümmerte Negation...
indem ich mir einfach einrede, ich sei kein Mensch mehr, meine Gedanken sind auch nicht mehr meine Gedanken, sondern göttlichen Ursprungs (wessen denn dann sonst, wenn nicht meine...?)...
und die ganzen anderen merkwürdigen Auswüchse und Verzerrungen (ich habe so einige Videos angesehen, da schienen mir wirklich ein paar Fälle für die Psychatrie dabei zu sein...
Zusammenfassung: Der Verdienst des Advaita ist seine Erkenntnis, alles ist Bewusstsein, und damit das Durchschauen der Täuschung (Avidya) einer vom göttliche SEIN unabhängigen Welt (Maya)...
Verleugnung der Welt und damit auch meines Menschseins war nie ein Bestandteil des ursprünglichen Advaita, sondern verleugnet sollte nur die verhängnisvolle Identifikation mit der Welt werden, die mich durch dieses Unwissen in ihre materiellen Belange verwickelt...
ist die Täuschung aber durchschaut, dann bin ich auf dem Weg "wahrer Mensch", der letztlich reines Bewusstsein ist, zu werden... mit einer bewussten Distanz kann ich mich dann aber auch an der Welt als Ausdruck göttlicher Kreativität erfreuen...
Negation hat dann keinen Raum mehr im Erkennen des Göttlichen allumfassenden Bewusstseins als Alles-Was-Ist...
als völlig unbedarfter Neuling in der Satsang-Szene, habe ich doch bei mir einen gewissen Informationsbedarf gesehen, was die Advaita-Philosophie angeht und mich gestern und auch heute den ganzen Tag so durch alles mögliche geklickt, was ich darüber nur erwischen konnte (ALG I
machts möglich, aber der neue Job ist schon in den Startlöchern )...
an dem Ergebnis der Recherche lasse ich euch hiermit gerne teilhaben...
Im Großen und Ganzen sieht es für eine wirklich einheitliche Sicht der Dinge so düster aus, wie in der Vielfalt jeder anderen Philosophie oder auch der der Religionen... Adaptionen, Varianten und Anpassungen en masse durch die Zeiten bis hin zum Neo-Advaita, welches einen krassen Non-dualismus betont...
den diversen Richtungen gemeinsam jedoch ist folgene Erkenntnis:
Es existiert nur das "Göttliche" (Brahman), oder nach der eher neuzeitlichen Begrifflichkeit "Absolutes Bewusstsein", es gibt also nur absolutes Bewusstsein, das sich in den diversen Illusionen/Erscheinungen (Maya) ausdrückt, die wir als Menschen/Welt wahrnehmen...
wenn das absolute Bewusstsein sich durch den Menschen ausdrückt (dann wird es Atman genannt), glaubt jener Mensch, die Erscheinungen haben
eine eigenständige, unabhängige Existenz und mit dieser Illusion ist er in Unwissenheit (Avidya) verstrickt, die Ursache seines Leidens an der Welt...
das erste Ziel der Advaita-Philosophie ist es also nicht Maya, die Erscheinung zu überwinden (wie ständig behauptet wird), sondern zuerst muss der Mensch die Unwissenheit loswerden, also sich als "Bewusstsein" (Atman) erkennen, was nur durch einen (göttlichen) Akt der Offenbarung geschehen kann (Erwachen)...
anschließend, nachdem die Unwissenheit (Avidya) überwunden ist, folgt der Weg der Selbstverwirklichung, der nun auch zunehmend das Ich, den Körper und die Welt durch Hingabe an das Göttliche und Entsagung an den eigenen Willen, transzendiert...
Dieser Weg endet schließlich im vergöttlichten Menschen (dem Erleuchteten)...
und dann erst hat der Mensch kein Ich mehr, er sieht keinen Körper mehr, er sieht sich nicht mehr als Mensch und die Welt nicht mehr als Welt, er sieht nur noch das Göttliche in jedem und allem, er ist zum vollendenten Gott-Menschen geworden, hat Vergöttlichung erreicht...
Soweit die Recherche zur ursprünglichen Philosophie des Advaita...
Wenn man sich das Leben vieler indischer Heiliger ansieht, kann man gut erkennen, dass diese Menschen Hingabe an das Göttliche und Selbstverleugnung auch tatsächlich leben...
und wie sieht es in Instant-Kultur des Westens aus...? Da wollen die Leute sich nicht lange mit Hingabe und Selbstentsagung aufhalten... sie wollen nach dem Erwachen, dem Durchschauen der Unwissenheit, sofortige Ergebnisse... heute Mensch, morgen Gott...
und der Schlüssel dazu lautet: Negation.. negiere einfach alles was du bisher warst...
Und hier tut sich speziell das im Westen entstandene Neo-Advaita mit seiner Tendenz zur Negation hervor... anstelle von Selbstverwirklichung in einem Leben voller Hingabe an das Göttliche, folgt einfach unbekümmerte Negation...
indem ich mir einfach einrede, ich sei kein Mensch mehr, meine Gedanken sind auch nicht mehr meine Gedanken, sondern göttlichen Ursprungs (wessen denn dann sonst, wenn nicht meine...?)...
und die ganzen anderen merkwürdigen Auswüchse und Verzerrungen (ich habe so einige Videos angesehen, da schienen mir wirklich ein paar Fälle für die Psychatrie dabei zu sein...
Zusammenfassung: Der Verdienst des Advaita ist seine Erkenntnis, alles ist Bewusstsein, und damit das Durchschauen der Täuschung (Avidya) einer vom göttliche SEIN unabhängigen Welt (Maya)...
Verleugnung der Welt und damit auch meines Menschseins war nie ein Bestandteil des ursprünglichen Advaita, sondern verleugnet sollte nur die verhängnisvolle Identifikation mit der Welt werden, die mich durch dieses Unwissen in ihre materiellen Belange verwickelt...
ist die Täuschung aber durchschaut, dann bin ich auf dem Weg "wahrer Mensch", der letztlich reines Bewusstsein ist, zu werden... mit einer bewussten Distanz kann ich mich dann aber auch an der Welt als Ausdruck göttlicher Kreativität erfreuen...
Negation hat dann keinen Raum mehr im Erkennen des Göttlichen allumfassenden Bewusstseins als Alles-Was-Ist...
meint Manko
Jeder der etwas zum Thema Advaita zu sagen hat, erzählt uns es gäbe einen besseren Zustand als diesen. Wir sollten danach streben ein "wahrer Mensch" zu werden. Diejenigen die in das nicht raten, haben nichts zu verkaufen. Sie schreiben keine Bücher und sind auch nicht zitierungswürdig, weil es eben für sie nichts zu verkaufen gibt. Es gibt nichts zu sagen. weder pro noch kontra, weder für's Negieren noch dagegen. Es gibt auch nicht etwas besonderes oder wichtiges zu tun. Was ansteht wird getan oder nicht getan. Es gibt keine besondere Weise wie man die Dinge besser betrachtet. Ob da ein Durchschauen ist oder vollkommene Unwissenheit, - beim Einen so beim Anderen so, würde ich sagen. Wenn es etwas zu erreichen gibt, dann haben 6 Milliarden Menschen ein großes Problem. Wenn es nichts zu erreichen gibt, dann haben 6 Milliarden Menschen auch ein großes Problem. Tatsächlich es gibt nur eine Abwesenheit - sowohl von ICH, als auch von der Abwesenheit von ICH. Daher gibt es keine Lösungen und Probleme.
Negation und Hingabe zielen beide auf das Absolute. Es ist die Tendenz zu NICHTS oder zu ALLES. Solche Praktiken sind aber nichts besonderes. Ski-Fahren, Einkaufen, in der Nase bohren oder in die Sauna gehen rangieren auf dem selben (Nicht-)Level würde ich sagen.
Negation hat dann keinen Raum mehr im Erkennen des Göttlichen allumfassenden Bewusstseins als Alles-Was-Ist...
und was hat man dann davon (von solch einem bewusstsein) ? eben... man hat keinen raum mehr (egal in welcher beziehung). daher ensteht mal wieder durch solch eine behauptung "alles was ist" eine unlogik in reinkultur.
halte dir mal folgendes vor augen: angeblich gibt es (nach dieser lehre) nur bewusstsein. wie kann es dann sein, dass eine erkenntnistheoretische entwicklung keine bedeutung mehr hat (und vor allem auch nicht haben soll) ?! denn wenn es wirklich nur bewusstsein gibt... dann bleibt für jede weitere entwicklung (innerhalb dieses bewusstseins) eben auch immer nur die erkenntnis übrig, wovon jene bewegung des bewusstseins auch immer (!) abhängig bleiben wird. ansonsten bleibt eine solche definition (bewusstsein) überflüssig. anders gesagt, es gibt gewiss einen kontext welcher auch ohne bewusstsein auskommt. daher kann brahman nicht gleich mit dem bewusstsein sein (ich setze hier absichtlich mal eine voraussetzung fest, wofür ein verständnis gerade zuviel erkenntnis erfordert).
wer sagt, es gibt nur bewusstsein geht auch nunmal davon aus, dass alles (und mit ihm) geregelt sei. dem kann aber niemals so sein. denn wenn es einen neuen kontext gibt (welcher alles im sinne unseres seins regelt)... dann muss ich auch darüber bescheid wissen. es wäre also in diesem falle höchst unlogisch, indem ich so tun könnte, als sei alles vollkommen... am ende... fertig - existenzfähig. obwohl ich denn hierbei also nicht zum bewusstsein gezwungen bin... bin ich doch zur erkenntnis gezwungen (!), denn ohne diese geht nunmal gar nix. das heisst auch weiter, dass ich ohne erkenntnis zwar leben kann... aber ich werde niemals ohne erkenntnis existieren können.
schaue dir z.b. das steinchen an. das steinchen ist in einem sein in dieser welt... aber es ist sich nicht über dieses sein bewusst. es besitzt keine erkenntnisfähigkeit (über das sein; es kennt kein nicht-sein). genauso besitzen wir keine erkenntnisfähigkeit über eine existenz, obwohl wir uns als ein sein in der welt bewusst sind. wir kommen nur auf diese notwendigkeit, indem es unterschiede gibt, weil wir diesem kontext bedeutung beimessen... indem es eben einen unterschied zwischen bewusstsein und z.b. brahman gibt. und das heisst dann auch, dass bewusstsein nicht alles sein kann. brahman ist nicht gleich mit dem bewusstsein. brahman ist ein sichtbarer verlauf welcher durch das leben endet und als eine existenz seinen anfang bzw. seine grundlage nimmt (nämlich dann durch jene analogien welche durch das leben bewusst werden).
advaita ist m.e. hier immer auch ein allgemeines missverständnis. advaita bezieht sich nicht auf ein ding... auf eine letzte quelle der erkenntnis, sondern auf das resultat welches zu stande kommt, indem man nur als erkenntnisweg eines immer auch nur annimmt: bewusstsein. und genau das ist eben die philsophie... und keine tatsache. denn es gibt z.b. tatsachen, die nützen einen gar nichts... weil man eben keine erkenntnis darüber hat. letztendlich wird man dann davon sogar bestimmt, ohne es jemals zu wissen. man wird also mehr als zuvor leiden, indem man sich so diesem nicht-wissen verschreibt. und das nenne ich dann eine spirituelle katasrophe (wenn man sich auch mal vorstellt, dass gerade dieses sogar angestrebt wird !).
wer keine erkenntnis von einem selbst hat wird dieses auch niemals konstruktionsfähig machen können. und wer keine erkenntnis von brahman hat... weiss auch nicht, wofür ein selbst überhaupt gut sein soll (nämlich für eine existenz !). die annahme, alles sei geregelt... sowieso bereits (schon immer) fertig, unterliegt einem krassen aberglauben. das ist eben der unterschied zwischen aberglaube und glaube... ich kann an etwas glauben und gleichzeitig kann mir dieser glaube nämlich dann auch egal sein. im wahren glauben gelingt mir dieses aber nie... denn ich kenne immer auch mein defizit im sinne einer nicht-erkenntnis. und das ist nur möglich weil das wissen nicht zu einem ende kommt. wenn ich daran glaube, dass alles an wissen nur illusion ist... dann habe ich mir ein system geschaffen, wodurch ich langfristig auch nur zum heuchler werden kann.
das selbe gilt m.e. übrigens auch für die "als-ob-philsophie"... wenn man also davon ausgeht, indem alles determiniert ist. das ist auch spinnerei... man wird dieses system niemals leben können... es sei denn, man will den rest seines lebens als ein schaupieler verbringen.
Jeder der etwas zum Thema Advaita zu sagen hat, erzählt uns es gäbe einen besseren Zustand als diesen. Wir sollten danach streben ein "wahrer Mensch" zu werden. Diejenigen die in das nicht raten, haben nichts zu verkaufen.
Negation und Hingabe zielen beide auf das Absolute. Es ist die Tendenz zu NICHTS oder zu ALLES. Solche Praktiken sind aber nichts besonderes. Ski-Fahren, Einkaufen, in der Nase bohren oder in die Sauna gehen rangieren auf dem selben (Nicht-)Level würde ich sagen.
Hi Shams,
wir sollten danach streben wahrer Mensch zu werden... das wird vielleicht in der Esoterik so gefordert oder im Religiösen Betrieb, nicht aber im Advaita... SELBST-Verwirklichung bedeutet hier nicht, dass sich das Ich/Ego anstrengen soll um irgend ein Ziel zu erreichen...
Mit SELBST ist nur jener ewige, unsterbliche Bewusstseinsaspekt gemeint, der auf den Menschen bezogen als Atman bezeichnet wird...
die alleinige Aufgabe des Ich/Ego bleibt dann nur noch, sich selbst und seine Willensimpule, die in der Regel auf egoistische Aspekte der Wunschbefriedigung gerichtet sind, zugunsten des wahren Bewusst-SEINs, eben Atman, zurückstellen...
Hingabe bedeutet daher ein Nicht-tun der Egoantriebe, damit das SELBST zunehmend das Menschensein transzendieren kann, bis alles Egohafte völlig aufgelöst ist, also alles "Karma verbrannt" ist, könnte man sagen...
halte dir mal folgendes vor augen: angeblich gibt es (nach dieser lehre) nur bewusstsein. wie kann es dann sein, dass eine erkenntnistheoretische entwicklung keine bedeutung mehr hat (und vor allem auch nicht haben soll) ?!
cu
Hi Handwerker,
die Admins hier sind wahrscheinlich froh, dass du zusätzlich zu deiner langen Antwort nicht auch noch meinen kompletten post mitkopiert hast, wie 000000 und Shams... also das ist schon mal positiv...
Nicht so positiv finde ich, dass du mit mir auf einer eher polemischen Basis grundsätzlich über den Sinn und Nutzen dieser oder jener Aussagen von Advaita diskutieren möchtest...
dazu bin ich aber nicht der richtige Gesprächspartner... mir ging es bei dem Thread um das Problem der Negation, die dem Advaita zugeschrieben wird, aber letzlich nur eine Modeerscheinung des westlichen Neo-Advaita ist...
wir sollten danach streben wahrer Mensch zu werden... das wird vielleicht in der Esoterik so gefordert oder im Religiösen Betrieb, nicht aber im Advaita... SELBST-Verwirklichung bedeutet hier nicht, dass sich das Ich/Ego anstrengen soll um irgend ein Ziel zu erreichen...
Moin Du,
das schickt sich aber nicht für einen ALG1-Empfänger so früh aufzustehen.
Lass mich hierzu blind eine Seite in meinem tollen Ramana-Buch aufschlagen. Zitat: "Trachten Sie danach zu erkennen, wer diese Zweifel hat. Wer zweifelt? Es ist das <Ich>. Lassen Sie es nicht los, dann werden die anderen Gedanken versiegen. Das <Ich> bleib rein zurück. Es ist das reine Bewußtsein."
Also indem Ramana sagt "Trachten Sie danach..." rät er dem Ego des anderen eindeutig sich anzustrengen um etwas zu erreichen. Wie lässt sich das erklären? Unser Ramana hat erst jüngst in der Forums-Abstimmung des diesjährigen Grand Prix de la Spiritualitee die meisten Punkte bekommen.
Ist es nicht auch völlig egoistisch seine Ego-Triebe mindern zu wollen? Außerdem für wen ist dieses notwendig, wenn nicht für MICH (Ich mit M davor)?
Also indem Ramana sagt "Trachten Sie danach..." rät er dem Ego des anderen eindeutig sich anzustrengen um etwas zu erreichen. Wie lässt sich das erklären? Unser Ramana hat erst jüngst in der Forums-Abstimmung des diesjährigen Grand Prix de la Spiritualitee die meisten Punkte bekommen.
Ist es nicht auch völlig egoistisch seine Ego-Triebe mindern zu wollen? Außerdem für wen ist dieses notwendig, wenn nicht für MICH (Ich mit M davor)?
Wundert sich Shams
Hi Shams, als Praktiker der Lehren des Don Juan habe ich mir angewöhnt, zu schlafen wenn ich müde bin, zu essen wenn ich hungrig bin usw....
Uhrzeiten sind nur dann wieder wichtig, wenn mich eine geregelte Arbeitszeit dazu zwingt...
Aber Ramana hat recht... doch hier müssen wir genaustens unterscheiden... Ramana spricht hier offensichtlich von einem Ich, dass sich bereits als SELBST entdeckt hat, auch wenn er es immer noch "ICH" (in Großbuchstaben) nennt...
er spricht also nicht von dem Phantom-Ich, das noch der Täuschung (Avidya) durch Identifikation mit der Erscheinung als Person unterliegt... letzteres kann sich höchstens zu einem spirituellen Ego aufpolieren, wie es ja häufig auch geschieht...
nur wer die Täuschung durchschaut hat (der Erwachte), ist in der Lage eine Unterscheidung vorzunehmen... in seinem Gewahrsein taucht nämlich das SELBST/Atman als diese Beobachterpositition (quasi auf sein Ego) auf, und befähigt ihn die selbstsüchtigen Interessen zugunsten der SELBST-Verwirklichung immer mehr zu reduzieren und schließlich hoffentlich ganz und gar loszuwerden...
dann wird alles was dieser Mensch tut, zum Handeln des SELBST, er gilt dann als vollständig erleuchteter Mensch, der sein SELBST im Sinne einer "Vergöttlichung" verwirklicht hat...
viele meinen aber durch stumpfsinnige Negation diesen Status bereits erreicht zu haben... das ist jedoch nichts anderes als eine krasse Form der Selbsttäuschung...
Ein hervorragendes Beispiel für diesen Prozess, bieten die 3 Bücher von Mario Mantese, einem SELBST-Verwirklichten (in der Schweiz geboren)... er beschreibt speziell im Dritten Band "Im Herzen der Welt" dann den Abschluß des Prozesses in der völligen Auflösung seines Ego und des Karmas (die beiden hängen nämlich zusammen) und der Aufhebung aller inneren Begrenzungen, was zu einer Realisation des universalen Bewusstseins (dem SELBST) führt...
mit Erkenntnis des SELBST beginnt der Weg, mit völliger Realisation des SELBST endet er... und auch dann erst ist die karmische Notwendigkeit irdischer Inkarnationen abgeschlossen...
was für Unterschied zu der "Instant-Erleuchtung", auf die viele hereinfallen... natürlich stimmt ebenso, wer sich bereits am Ziel wähnt kommt trotzdem irgendwann an... wenn auch nicht so schnell wie er im Moment denkt...
und wer es vorzieht, lieber nur in der Nase zu bohren, kommt ebenfalls an, dauert halt dann noch ein wenig länger... aber was bedeutet das schon angesichts einer Ewigkeit...