Wenn man sich beide "Glaubensvorstellungen" mal näher betrachtet, so gibt es doch viele Gemeinsamkeiten beim wesentlichen.
Bei den Germanen ist ein wichtiger Schüssel zum Verständnis des Totenglaubens, dass sich die Seele im Tod eben nicht vom Körper löst. Genauer gesagt, gibt es im Glauben der Germanen überhaupt keine Seele, wie sie beispielsweise das christliche Abendland kennt.
Der Tote lebt in seinen Taten, seinen Kindern, seinem Ruhm weiter. (Ähnliche Glaubensvorstellungen gibt es auch bei den Sinti). Für die Germanen war wichtig, was der Tote zu Lebzeiten getan hatte. Er lebte ausschließlich in den Erinnerungen an ihn weiter.
Deshalb sahen die Germanen im Grab auch nicht die letzte Ruhestätte des Verstobenen. Die Verbindung Grab im Diesseits - Seele im Jenseits existierte nicht. Ein solches Denken war ihnen absolut fremd.
Wer gestorben war, der lebte körperlich weiter, allerdings unter anderen Bedingungen. Und das selbst dann, wenn der Körper verbrannt wurde. Der Leib als solcher blieb unzerstörbar.
Auch Ramana Maharshi sagte auf dem Sterbebett, "Ich gehe doch gar nicht weg".