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Alt 22.09.2006, 09:12   Avadhuta Gita von Dattatreya Beitrag #1 (permalink)
Gast117
Guest
 
Registriert seit: 03.08.2005
Beiträge: 0
Standard Avadhuta Gita von Dattatreya

Übersetzung des Avadhuta Upanishad des Dattatreya



Wozu die Gottheit anrufen

oder sich niederwerfen?
Was soll die Verehrung
mit Blumen und Räucherungen?
Wozu ist es wichtig
zu meditieren
Und Hymnen zu murmeln?
Wie kann es sein, daß etwas
SICH selbst anbetet,
also die Verehrung
einer äußeren Gottheit?

ES ist nicht nur frei
von Knechtschaft und Befreiung
ES ist nicht nur frei
von Reinheit und Unreinheit
ES ist nicht nur frei
von Disziplin und Nicht-Disziplin
sondern die FREIHEIT selbst.
Es ist wie der Raum
DAS SELBST.

*Dies ist geboren, also wirklich.*
*Dies ist ungeboren, also unwirklich.*
Solche Ideen sind mir fremd.
Mein Wesen ist Glückseligkeit
und Makellosigkeit.

Für mich erscheint nichts
fehlerhaft oder fehlerfrei
nichts ausgedehnt
Oder ohne Ausdehnung
noch irgend etwas
in sich gebrochen.
Mein Wesen ist Glückseligkeit
und Makellosigkeit.

Das Wissen
das Nicht-Wissen voraussetzt,
ist nicht in mir geschaffen.
Noch der Zustand des Wissens.
Wie könnte ich also darlegen
die Beziehung von Wissen
zum Nicht-Wissen?

Mein Wesen ist Glückseligkeit
und Makellosigkeit.
Ich bin weder verdienstvoll
noch sündig.
Ich bin weder gebunden
noch frei.
Für mich ist nichts schicklich
Oder unschicklich.

Mein Wesen ist Glückseligkeit
und Makellosigkeit.
Überlegen, unterlegen oder durchschnittlich
bedeutet mir nichts.
Ich habe weder Feinde
noch Freunde.
Wie könnte ich reden
von Gut und Böse?

Mein Wesen ist Glückseligkeit
und Makellosigkeit.
Weder der Anbetende
Noch der Gegenstand seiner Anbetung
Sind von Bedeutung für mich.
Weder Lehre noch Ritual
sind von Bedeutung für mich.
Die WAHRHEIT ist WISSEN
ihrem Wesen nach.
Wie könnte ich sie erklären?

Mein Wesen ist Glückseligkeit
und Makellosigkeit.
In diesem Zusammenhang ist nichts
was allgegenwärtig wäre
und nichts
was nicht allgegenwärtig wäre,
kein Ort der Ruhe
noch das Fehlen eines solchen.
Die WAHRHEIT ist ETWAS,
aber auch NICHTS.
Wie könnte ich sie erklären?

Mein Wesen ist Glückseligkeit
und Makellosigkeit.
Für mich gibt es keinen,
der versteht,
noch etwas zu verstehen,
weder Ursache noch Wirkung.
Von mir kann man nicht sagen
ich sei denkbar oder undenkbar.


Geändert von Gast117 (22.09.2006 um 09:17 Uhr)
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