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Junior Member
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6.Kapitel
Ashtavakra sprach:
„Der Mensch mit einem scharfen Intellekt wird sogar dann erleuchtet, wenn ihm die Anweisungen beiläufig zuteil werden, während der unreife Sucher ohne diese Voraussetzung sogar nach einer Lebensspanne des Suchern fortfährt verwirrt zu sein." (126)
„Die Abwesenheit von Bindung an Sinnesobjekte ist Freiheit. Leidenschaft für Sinnesobjekte ist Verhaftetsein. Verstehe dies und dann handle, wie es dir gefällt." (127)
„Die intuitive Wahrnehmung dieser Wahrheit scheint einen beredten, klugen und aktiven Menschen stumpf, teilnahmslos und träge zu machen. Daher ist das Wissen um die Wahrheit nicht begehrenswert für jene, die weiterhin die Freuden dieser Welt genießen wollen." (128)
„Du bist nicht der Körper, noch ist der Körper Dein. Du bist weder der Handelnde noch der Erfahrende. Du bist das Bewußtsein selbst, der ewige, unpersönliche Beobachter. Lebe glücklich." (129)
„Leidenschaft und Abneigungen sind Eigenschaften des mind, Du selbst bist das Bewußtsein,frei von allen Konflikten, unveränderlich. Lebe glücklich!" (130)
„Indem du das Selbst in allem und alles im Selbst erkennst und frei bist von den Gefühlen des Egos, sei glücklich!" (131)
„ Oh, Du reines Bewußtsein, Du bist wahrlich Das, worin das phänomenale Universum wie Wellen auf dem Ozean erscheint. Sei frei von den Beschwerden des mind!" (132)
„Habe Vertrauen, mein Sohn, habe Vertrauen. Laß Dich nicht verwirren oder täuschen, Du bist das Wissen selbst, Du bist der Herr, Du bist das Bewußtsein, das jeder Manifestation vorausgeht." (133)
„Der Körper besteht aus fünf Elementen; er tritt in die Existenz, verbleibt für eine Weile und vergeht. Das Selbst kommt weder, noch geht es. Worin liegt der Sinn, den Verlust des Körpers zu betrauern?"(134)
„ Ob der Körper bis in alle Ewigkeit besteht, oder in diesem Augenblick vergeht, was für einen Unterschied macht dies für Dich, der Du reines Bewußtsein bist?" (135)
„Laß die Wetten der Phänomenalität in Dir, der Du der grenzenlose Ozean bist, erscheinen und sich ihrer Natur entsprechend wieder auflösen. Dies kann weder Gewinn noch Verlust für Dich bedeuten." (136)
„Oh, mein Sohn! Du bist das eine Bewußtsein, in dem das phänomenale Universum erscheint, das nicht von dem, was Du bist, getrennt ist. Wie kann es da die Frage geben, ob etwas annehmbar oder nicht annehmbar ist?" (137)
„Wie kann es für Dich, dem einen, unveränderlichen, gelassenen, makellosen, reinen Bewußtsein, die Frage von Geburt oder Tätigkeit, oder gar eines Ego-Konzeptes geben?" (138)
7.Kapitel
Ashtavakra sprach:
„Was immer Du wahrnimmst, ist Deine eigene Reflektion. Können die unterschiedlichen Schmuckstücke wie Armringe, Amulette oder Fußketten etwas anderes sein als Gold?" (139)
„Gib alle Unterscheidungen auf wie,Ich bin dies' und, Ich bin dies nicht'. Sei überzeugt, daß alles, was es gibt, Bewußtsein ist. Frei von allen Konzepten, sei glücklich!" (140)
„Nur aufgrund von Unwissenheit scheint das Universum zu existieren. Außer Dir, als Bewußtsein oder Realität, existiert nichts. Außer Dir gibt es weder ein individuelles noch irgendein transzendentes Selbst." (141)
„Wer aus tiefster Überzeugung verstanden hat, daß das Universum nur eine Illusion ist, wirdfreivom Verlangen. Durch die Überzeugung, daß es nichts anderes als Bewußtsein gibt, tritt Friede und Gelassenheit ein." (142)
„Sei überzeugt, daß dieser offenbare Ozean des manifestierten Universums in Wahrheit nichts anderes als Bewußtsein ist. Du bist wahrlich weder von Bindung noch von Befreiung betroffen. Lebe frei und glücklich!" (143)
„ Oh, reines Bewußtsein, das Du bist! Befasse dich nicht mit Konzepten von Bejahung und Verneinung. Verweile in der Stille der ewigen Glückseligkeit, die Du bist, und lebe glücklich." (144)
„ Gib alles Konzeptualisieren auf. Hege keine Glaubensbekenntnisse oder Konzepte irgendeiner Art. Du bist das ewigfreie Bewußtsein. Wie kann Dir Denken in irgendeiner Form helfen?"(145)
„Du magst verschiedenen heiligen Schriften zuhören, oder sogar gelehrte Vorträge darüber halten, aber das Verweilen im Selbst kann nicht geschehen, solange all dies nicht vergessen wurde." (146)
„Du magst Dich mit Arbeit beschäftigen, Dich an Vergnügungen dieser Welt erfreuen, oder Meditationen genießen, und doch wirst Du feststellen, daß es einen inneren Drang hin zum ursprünglichen Zustand gibt, der aller Phänomenalität vorausgeht, in dem alles Verlangen nach phänomenalen Objekten ausgelöscht ist."(147)
„Alle bemühen sich permanent um Glück und bleiben doch unglücklich. Sie erkennen nicht, daß es diese willentliche Anstrengung ist, die das Unglücklichsein hervorbringt. Nur durch dieses Verstehen erreicht der Gesegnete das Erwachen." (148)
„ Glück gehört nur dem Meister der Untätigkeit,für den sogar der natürliche Vorgang, die Augen zu öffnen und zu schließen eine Anstrengung zu sein scheint." (149)
„ Ist der mind frei von den Paaren der Gegensätze wie, dies ist getan, aber jenes noch nicht', erreicht er einen Gleichmut gegenüber Rechtschaffenheit, Besitz und Verlangen nach Sinnesfreuden sowie nach Befreiung." (150)
„ Der, der eine Abneigung gegenüber Sinnesobjekten empfindet, wird als Entsagender betrachtet, und wer sie begehrt, wird als sinnlich bezeichnet. Aber der, der weder zurückweist noch begehrt, wird von ihnen nicht beeinßußt." (151)
„Verlangen liegt an der Wurzel der Unwissenheit, und solange Verlangen besteht, muß das Gefühl für das Annehmbare und Nichtannehmbare, das die Zweige und Knospen vom Baume des samsara sind, notwendigerweise weiter bestehen." (152)
„Aktivität erzeugt Bindung, Verweigerung von Aktivität schafft Unlust. Befreit von der Bindung an Gegensätze lebt der Weise verankert im Selbst wie ein Kind." (153)
„Wer sich an samsara gebunden fühlt, will es aufgeben, um sich selbst vom Elend zu befreien. Aber der, der ungebunden ist, fährt fort, in samsara zu sein und lebt doch glücklich."(154)
„Wer als individueller Sucher nach Erleuchtung strebt und fort fährt, sich mit dem Körper zu identifizieren, ist weder ein jnani noch ein yogi, er leidet unter Trübsal." (155)
„Bevor nicht alles vollkommen aufgegeben und vergessen wurde, kannst Du nicht im Selbst verwurzelt sein, nicht einmal wenn Shiva, Vishnu oder Brahma deine Lehrer sind."(156)
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