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Junior Member
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4.Kapitel
Ashtavakra sprach:
„Es bedeutet Bindung, wenn der mind etwas wünscht oder um etwas trauert, irgend etwas zurückweist oder akzeptiert, sich freut oder sich über irgend etwas ärgert." (79)
„Es bedeutet Befreiung, wenn der mind weder etwas wünscht noch bekümmert ist, weder annimmt noch verweigert, sich weder glücklich noch ärgerlich fühlt." (80)
„Es ist Bindung, wenn der mind an irgendwelche Erfahrungen der Sinne gebunden ist. Es bedeutet Befreiung, wenn der mind sich von allen Sinneserfahrungen gelöst hat." (8l)
„Wenn aas Ego anwesend ist, ist dies Bindung, wenn es abwesend ist, ist dies Befreiung. Wenn das verstanden wird, sollte es Dir leicht fallen, Dich von jeglichem Akzeptieren oder Verweigern fernzuhalten." (82)
„Wen gehen die zwei Pole der Gegensätze, wie Pflichten, die erfüllt und Taten, die vermieden werden, etwas an? Wann enden diese und für wen enden sie? So forschend — durch Gleichgültigkeit gegenüber der Welt —fahre fort ohne Verlangen und Wollen zu sein." (83)
„Selten in der Tat, mein Kind, ist jene gesegnete Person, deren Verlangen nach Leben, Vergnügen und Wissen, nur durch das Beobachten der Wege der Welt erloschen ist. "(84)
„Ein Mensch von Weisheit wird gelassen, er erkennt diese Welt als vergänglich und überschattet vom dreifachen Elend *; ohne Substanz ist sie keiner Beachtungwert und zu verwerfen." (85)
„ Gibt es einen Zustand oder eine Zeit, in der Menschen nicht von Gegensätzen beeinflußt wurden? Wer sich von diesen Einfluß löst und zufrieden annimmt, was immer spontan des Weges kommt, erlangt Vollkommenheit." (86)
„Wie kann jemand nicht zur Gelassenheit gelangen, der um die Verschiedenheit der Meinungen der vielen Seher, Heiligen und Yogis weiß, wie sollte er nicht völlig gleichmütig werden?" (87)
„Ist nicht er der wahre guru, der sich seiner Natur als reines Bewußtsein gewahr ist, der sich durch Gelassenheit, Gleichmut und logisches Denken von der Seelenwanderung des samsara gerettet hat?" (88)
„Erkennst Du einmal die verschiedenen Phänomene des Universums als das, was sie wirklich sind, d.h. verschiedene Muster und Kombinationen derselben fünf Grundelemente, löst sich augenblicklich Deine Bindung auf. Du verweilst in Deinem wahren Selbst."(89)
„Absichten sind die Wurzel von samsara. Daher bedeutet der Verzicht auf Pläne und Wollen Leidenschaftslosigkeit gegenüber der Welt. Dann ist die Welt Dein zu Hause." (90)
„ Gib das Verlangen auf, das der Feind ist, materiellen Wohlstand, der zu großem Schaden führt, und auch die Ausübung guter Taten mit dem Ziel, etwas zu erreichen, das die Ursache dieser Zwei ist—sei losgelöst von allem." (91)
„Betrachte deine Freunde, Länder, Reichtum, Häuser, Frauen, Geschenke und alle anderen Dinge eines guten Schicksals als einen Traum oder die Show eines Magiers, die von kurzer Dauer ist."(92)
„Wisse, wo es Wünsche gibt, gibt es samsara. Gehe mit aufrichtiger, intensiver Leidenschaftslosigkeit über alles Verlangen hinaus, und so sei glücklich." (93)
„Im Verlangen liegt die Bindung. Befreiung liegt in der Vernichtung des Verlangens. Alkin durch das Nichtgebunden-sein an die phänomenale Welt erreicht man die immerwährende Freude der Verwirklichung des Selbst." (94)
„Du bist das reine Bewußtsein. Das phänomenale Universum ist bewegungslos und illusorisch. Auch Unwissenheit ah solche existiert nicht. Warum also verlangst du nach Wissen?"(95)
„Königreiche, Söhne, Frauen, Körper und Vergnügungen der Sinne gingen dir Geburt nach Geburt verloren, obwohl du an sie gebunden warst." (96)
„ Genug daher des Reichtums, der Wünsche und der guten Taten. Der mindfand keine Ruhe in der trübseligen Wüste von samsara." (97)
„Wie viele Leben lang hast du nicht harte, schmerzhafte Arbeit mit diesem Körper, dem mind und der Sprache geleistet? Lasse doch wenigstens jetzt davon ab." (98)
„In der Überzeugung, daß fortwährender Wechsel und endgültige Auflösung nach einer gewissen Zeitdauer die wahre Natur aller phänomenalen Erscheinungen ist, bleibt der Weise gelassen, frei von Elend und entspannt in seiner Haltung."(99)
„In der Überzeugung, daß die phänomenale Manifestation nichts anderes ist als das Noumen, das allen Phänomenen innewohnt, bleibt der Weise zufrieden und gelassen im Umgang mit allen Wünschen. Er ist völlig in Frieden und unberührt von allem, was geschieht." (100)
„Die Überzeugung, daß Not und Wohlstand aufgrund der Kausalität das Resultat vergangener Taten sind, ist der Weise, mit seinen Sinnen in passiver Zurückhaltung, wunschlos, unbekümmert." (101)
„In der Überzeugung, daß Unglück und Glück, Geburt und Tod Teile eines natürlichen Prozesses der Kausalität sind, bleibt der Weise ohne Verlangen, etwas zu vollbringen. Frei von Ängsten identifiziert ersieh nicht mit dem, was er gerade tut."(102)
„Die Überzeugung, daß die Angst und nichts anderes die Ursache allen Elends dieser Welt ist, läßt den Weisen, nachdem er alle Wünsche ausgelöscht hat, frei von Angst, glücklich und zufrieden sein." (103)
„Die Überzeugung, Ich bin nicht der Körper, noch ist der Körper mein — Ich bin reines Bewußtsein', gibt dem Weisen Gelassenheit gegenüber allem, was erreicht wurde, und erreicht werden kann. Erlebt in einem natürlichen Zustand von Wunschlosigkeit, der dem noumenalen Zustand ähnelt." (104)
„Die Überzeugung,Ich bin allen phänomenalen Erscheinungen innewohnend, von Brahma bis zu einem Grashalm 'gibt dem Weisen Freiheit von jeder Konzeptualisierung oder Objektivierung. Gleichgültig gegenüber Erreichtem oder Unerreichtem, bleibt er zufrieden und verweilt in Ruhe." (105)
„Die Überzeugung, daß das manifestierte Universum, so wundersam es in seiner Vielfältigkeit und Verschiedenheit seiner Erscheinungen auch sein mag, in Wahrheit nur eine Illusion ist, gibt dem Weisen Wunschlosigkeit. Identifiziert mit dem reinen Bewußtsein verweilt er im noumenalen Frieden." (106)
Geändert von myra (15.06.2006 um 07:52 Uhr)
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