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Junior Member
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Weil mir die Übersetzung besser gefällt, hier nach und nach die Übertragung von Balsekar:
1. Kapitel
Janaka sprach:
„Wie kann Wissen erlangt werden? Wie kann Befreiung erreicht werden? Wie kann Entsagung geschehen?" (1)
Ashtavakra antwortet:
„Mein Kind, wenn Du Befreiung suchst, dann meide die Sinnesobjekte wie Gift; suche Vergebung, Ernsthaftigkeit, Freundlichkeit, Zufriedenheit und Wahrheit wie Du Nektar suchen würdest." (2)
„Du bist weder Erde, noch Wasser, noch Feuer, noch Luft, noch Raum. Du bist der Beobachter dieser fünf Elemente als Bewußtsein. Dies zu Verstehen, ist Befreiung." (3)
„Wenn Du dich von der Identifikation mit dem Körper befreist und entspannt in und als Bewußtsein verweilst, wirst Du in genau diesem Moment glücklich sein, in Frieden, frei von Bindung." (4)
„Du gehörst nicht irgendeiner Kaste an, wie der der Brahmanen, noch bist du irgendeiner Lebensstufe zugehörig. Du bist nicht das Objekt irgendwelcher Sinne. Losgelöst und formlos bist Du der Beobachter des gesamten Universums. Wisse dies, und sei glücklich." (5)
„Richtig und falsch, Glück und Sorgen sind Attribute des Verstandes, und nicht die Deinen, Oh, alles durchdringende Einheit. Du bist weder der Handelnde noch der Genießer, Du, der Du immer und ewigfrei von all diesen Verhaftungen gewesen bist." (6)
„Du bist der eine Beobachter und als solcher warst Du in der Tat immer frei. Deine einzige Bindung war, daß Du jemanden anderen für den Beobachter hieltest." (7)
„Du bist von der tödlichen, schwarzen Schlange des Egos gebissen worden und glaubst deshalb der Täter zu sein. Trinke den Nektar des Vertrauens, daß Du nicht der Handelnde bist und sei glücklich." (8)
„Nachdem Du das Dickicht der Unwissenheit mit dem Feuer der Überzeugung, Ich bin das Eine, Reine Bewusstsein niedergebrannt hast, laß allen Kummer gehen und sei glücklich." (9)
„Du bist jenes Bewußtsein —höchste Glückseligkeit—in dem diese phänomenale Manifestation erscheint, so wie die Illusion von der Schlange als Seil. Lebe glücklich."(10)
„Wer sich selbst für frei hält, ist in der Tat frei. Wer sich gefangen glaubt, bleibt gefangen. Was man denkt, das wird man', ist sicherlich ein wahrer Ausspruch." (11)
„Atman ist der einige Zeuge, das alles durchdringende, vollkommen freie Bewußtsein — tatenlos, ungebunden, wunschlos und in Frieden mit sich selbst. Nur in der Illusion scheint er in samsara verstrickt zu sein." (12)
„ Gib die Illusion auf, ein individuelles Selbst zu sein, zusammen mit allen äußeren und inneren Selbst-Veränderungen, und meditiere über Atman, dem unveränderbaren, nicht-dualen Bewußtsein." (13)
„Liebes Kind, lange warst Du in den Fesseln der Identifikation mit dem Körper gefangen. Durchschneide sie mit dem Schwert des Wissens und sei glücklich." (14)
„Du bist ungebunden, aktionslos, von innen strahlend, makellos. Tatsächlich ist es Deine Meditation, die Deine Bindung erzeugt." (15)
„Du bist es, der das gesamte Universum durchdringt, und dieses Universum existiert in Dir. Deine wahre Natur ist das reine Bewußtsein. Sei nicht kleinmütig". (16)
Verweile in jenem Bewußtsein, das Du bist - unkonditioniert, unveränderlich, formlos, gelassen, unerschütterlich, von unergründlicher Intelligenz." (l 7)
„Wisse, daß das, was eine Form besitzt, nicht real ist und daß das Formlose real ist. Wenn Du dieses Prinzip verstanden hast, gibt es keine Wiedergeburt mehr."(18)
„ So wie die Oberfläche eines Spiegels innerhalb und außerhalb des reflektierten Bildes im Spiegel existiert, so existiert das höchste Selbst sowohl innerhalb und außerhalb des Körpers." (19)
„So wie der alks-durchdringende Raum sowohl innerhalb als auch außerhalb des Topfes ist, so ist das ewige und alles durchdringende Bewußtsein allen Wesen und Objekten innewohnend." (20)
2.Kapitel
Janaka sprach:
„Ich bin wahrlich das fleckenlose, glasklare Bewußtsein, völlig getrennt vom phänomenalen Universum. Wie lange hat mich doch die Illusion unnötigerweise verwirrt!" (21)
„So wie Ich selber diesen Körper erstrahlen lasse, so offenbare Ich auch das ganze Universum. Daher ist das gesamte Universum allein Mein, oder nichts ist Mein ". (22)
„Wird der Körper zusammen mit dem Rest der Manifestation aufgegeben, wird wie durch ein Wunder das höchste Selbst wahrgenommen." (23)
„So wie Wellen, Schaum und Blasen nichts anderes als das Wasser sind, so ist auch das phänomenale Universum, das im Bewußtsein erscheint, nicht verschieden von diesem." (24)
„So wie ein Tuch nach einer Untersuchung nur aus Fäden besteht, so wird eine intelligente Wahrnehmung feststellen, daß die phänomenale Manifestation des Universums nichts anderes als das Bewußtsein ist." (25)
„So wie der aus Zuckerrohrsaft gewonnene Zucker völlig vom Zuckerrohrsaft durchdrungen ist, so wird auch das phänomenale Universum, das in Mir entsteht, vollständig von Mir durchdrungen." (26)
„Die Unkenntnis desAtman läßt das phänomenale Universum real erscheinen. Diese Illusion löst sich in der Verwirklichung der eigenen, wahren Natur auf. So wie die Illusion des Seils als Schlange allein durch Unwissenheit entstehen kann, so löst sie sich nur auf, wenn das Seil als solches erkannt wird." (27)
„Licht ist meine wahre Natur. Ich bin nichts als Licht. Wahrlich das ,Ich' leuchtet, wenn sich das Universum manifestiert." (28)
„Das Entstehen des phänomenalen Universums, das in Mir erscheint, vermittelt den Eindruck von Realität aufgrund der Unwissenheit, so wie Perlmutt als Silber erscheint, das Seil als Schlange und die Strahlen der Sonne als Wasser in einer Fata Morgana." (29)
„ So wie sich ein Topf in Ton auflöst, eine Welle in Wasser oder ein Schmuckstück in Gold, so wird sich auch das phänomenale Universum, das in Mir erschaffen wurde, sich in Mir auflösen." (30)
„ Oh, welches Wunder Ich bin! Ich grüße Mich Selbst, der keinen Verfall kennt und selbst die Zerstörung des gesamten Universums, vom Schöpfer Brahma bis zum kleinsten Grashalm, überlebt." (31)
„ Oh, welches Wunder Ich bin! Ich grüße Mich Selbst, der, obwohl mit einem Körper versehen, nirgendwo hingeht, von nirgendwo kommt, sondern immer in Ruhe verweilt, das Universum durchdringend."(32)
„ Oh, welches Wunder Ich bin! Ich grüße Mich Selbst. Niemand ist fähiger, die Last des gesamten Universums zu tragen, ohne es auch nur mit seinem Körper zu berühren. "(33)
„Oh, welches Wunder Ich bin! Ich grüße mich Selbst, nichts oder alles besitzend, das für Gedanken und Worte erreichbar ist." (34)
„Das Wissen, der Wissende und das Verstehen, als Dreiklang, existieren nicht in der Realität. Ich bin jenes makellose Bewußtsein, in dem dieser Dreiklang durch Unwissenheit erscheint." (35)
„ Oh, die Wurzel des Elends liegt in der Tat im Dualismus. Es gibt kein anderes Heilmittel als die Realisierung, daß alle Objekte unserer Erfahrungen unwirklich sind, daß Ich das eine, reine Bewußtsein bin." (36)
„Ich bin das reine Bewußtsein, doch durch Unwissenheit habe Ich mir Grenzen auferlegt. Mit dieser ständigen Überzeugung verweile Ich ohne zu konzeptualisieren im Bewußtsein." (37)
„Die Illusion von Bindung und Befreiung, ihrer Grundlage (der Unwissenheit) entzogen, existiert nicht länger. Oh, das Universum ist aus mir hervorgegangen, aber es ist nicht in mir." (38)
„Ich bin jetzt überzeugt, daß das gesamte Universum, einschließlich dieses Körpers, ohne Substanz ist, und daß Ich reines Bewußtsein bin. Wie kann die Konzeptualisierung jetzt noch eine Basis haben?"(39)
„Körper, Himmel und Hölle, Bindung und Freiheit, sogar Angst, all dies sind nur Konzepte. Was habe Ich damit zu tun, Ich, das reine Bewußtsein?" (40)
„Oh, es gibt absolut keinen Dualismus für mich. Sogar in einer Menschenmenge fühle Ich mich, als sei Ich allein. An was sollte Ich mich binden?" (41)
„Ich bin nicht dieser Körper, noch besitze Ich irgendeinen Körper, denn Ich bin kein getrenntes Individuum. Ich bin reines Bewußtsein. Meine einzige Bindung war mein Hunger nach dem Leben." (42)
„ Oh, die Bewegungen im mind haben in Mir, dem grenzenlosen Ozean, die vielen Welten geschaffen, so wie der Wind die Wellen auf dem Ozean entstehen läßt." (43)
„In Mir, dem grenzenlosen Ozean, versinkt das Schiff des konzeptuellen Universums, wenn der Wind sich legt und der mind zur Ruhe kommt: Dies bedeutet Unglück für den Handlungsreisenden in Sachen individueller Personen."(44)
„Wie wunderbar! In Mir, dem grenzenlosen Ozean, erscheinen die Wellen der Individuen gemäß ihrer gegebenen Natur. Sie treffen sich, sie spielen für eine gewisse Zeit miteinander und verschwinden dann wieder." (45)
Geändert von myra (15.06.2006 um 07:50 Uhr)
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