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Thema: Acarya Madhva
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Alt 20.02.2006, 10:44   Acarya Madhva Beitrag #1 (permalink)
dvaitavada
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Beiträge: 77
Standard Acarya Madhva

Acarya Madhva



Gemäss den Sri Kurma Inschriften Narahari Tirthas, wurde sein direkter Schüler, Sripad Madhavacarya 1238 geboren und lebte 79 Jahre lang, bis 1317 A.D. Dies wird im Anu-Madhva-Carita bestätigt. Gemäß den autorisierten Biographien, die von seinen Schülern kurz nach seinem Verscheiden verfaßt wurden, wurde Sripad Madhva im Dorf Tulunada geboren, welches sich ungefähr acht Meilen südöstlich der Stadt Udipi in Karnataka befindet.



Er kam aus einer Familie von sivalli-brahmanas und war der Sohn von Madhyageha Bhatta. In seinem Kommentar zum Caitanya Caritamrta (Cc Madhya 9.245), erläutert Bhaktivedanta Swami folgendermaßen: "In seiner Kindheit war Madhvacdarya als Vasudeva bekannt und es gibt einige wunderbare Geschichten die ihn umgeben.

Es wird gesagt, daß sein Vater viele Schulden anhäufte und Madhvacarya verwandelte Tamarindensamen in echte Münzen, um sie abzubezahlen. Als er fünf Jahre alt war, wurde ihm die heilige Schnur angeboten. Ein Dämon namens Maniman lebte in der Nähe seiner Wohnung, in der Form einer Schlange und im Alter von fünf Jahren, tötete Madvacarya die Schlange mit dem Zehen seines linken Fußes. Wenn seine Mutter sehr beunruhigt war, erschien er mit einem Satz vor ihr. Er war selbst in seiner Kindheit ein großer Gelehrter und obwohl sein Vater nicht zustimmte, nahm er im Alter von zwölf Jahren sannyasa. Als Madhvacarya nur zwölf Jahre alt war, verließ er sein Zuhause und nahm die entsagte Stufe des Lebens, unter der Führung von Acyutapreksa, seinem sannyasa-guru, an. Madhvas sannyasa-Name war Purnaprajna Tirtha.



Sein tiefes Studium der Schriften war einmalig, und hatte ihn von der Nutzlosigkeit der Advaita-Interpretation des Vedanta überzeugt. Er war inspiriert, die ursprüngliche und reine Auslegung des Vedantas wiederzubeleben, die den persönlichen Theismus förderte. Er sollte dies auf der Grundlage einer profunden und innovativen Auslegung der Schriften machen, für die er berühmt werden sollte. Diese Auslegung ist bekannt als Dvaita-dvaita-vada, oder reiner Dualismus. Nach seiner Einweihung verbrachte Purnaprajna einige Zeit im ashrama Acyutaprekshas, wo er die Vedanta-Kommentare verschiedener acaryas genau studierte, beginnend mit dem Istasiddhi von Vimuktatman. Aber bald wuchs Purnaprajnas Expertise, in der Diskussion der Schriften und seine Entschlossenheit den persönlichen Theismus als die Schluss-folgerung des Vedanta einzuführen, bis zu dem Punkt, wo er Acyutapreksha in der Diskussion besiegen konnte. Acyutapreksha anerkannte Purnaprajnas überlegene Gelehrsamkeit und machte ihn zum Leiter seines ashramas. Es wurde Purnaprajna auch der Titel Ananda Tirtha verliehen.



In verschiedenen Schriften wird unter diesem Namen auf ihn Bezug genommen. Nachdem er die Tempelautorität im ashrama Acyutaprekshas wurde, fing Purnaprajna an, Schüler auszubilden, predigte seine Auslegung des Vedanta und widerlegte viele Gelehrte aus verschiedenen Schulen der Philosophie, einschließlich Buddhisten, Jains, Advaitins und verschiedene Unpersönlichkeits-anhänger, Agnostiker, Logiker und Praktizierende materialistischer Religion. Sein Erfolg im Widerlegen aller entgegengesetzten Gelehrten inspirierte ihn, eine Reise durch Südindien zu machen, im Bemühen, die Philosophie des persönlichen Theismus und der Hingabe an Visnu weit und breit zu predigen. Zu dieser Zeit hatte er alle Details seines philosophischen Systems vollständig ausformuliert, es aber noch nicht zu Papier gebracht.



Seine Südindien-Tour war ziemlich ausgedehnt. Sie brachte ihn von Udipi bis zur südlichsten Spitze Indiens (Kanyakumari), und von dort nach Rameshvaram, Shri Rangam und vielen anderen wichtigen heiligen Pilgerorten. Wo immer er hinging, diskutierte er mit den führenden Gelehrten der Unpersönlichkeitsschule und zerschmetterte ihre Auslegungen des Vedanta durch sein brilliantes Eintreten für den dualistischen Theismus. Seine vernichtende Kritik an Shankaracaryas unpersönlichem Vedanta traf auf zähen Widerstand, aber niemand konnte ihn in der Diskussion der Schriften und Logik bezwingen. Es wird gesagt, daß Madhva, als er in Kanyakumari war von einem großen Unpersönlichkeits-Gelehrten der Shankara Schule herausgefordert wurde, seinen eigenen Kommentar zum Vedanta zu schreiben, wenn er mit den Lehren des Meisters nicht einverstanden sei. Es wird gesagt, daß Madhva zu dieser Zeit versprach, seinen eigenen Kommentar zum Vedanta zu schreiben, der die richtigen Schlußfolgerungen des persönlichen Theismus voll und ganz ausführen würde.



In Shri Rangam brachte er ein gewisses Maß an Unzufriedenheit gegenüber den Schlußfolgerungen Ramanujas visistadvaita-vada zum Ausdruck, indem er sagte, er würde nicht weit genug gehen, um die gefährliche spekulative Philosophie Shankaracaryas zu widerlegen. Dies trug weiter zur festen Entschlossenheit Madhvas bei, eines Tages seinen eigenen Kommentar, der seine eigene einzigartige Auslegung beinhaltet, zu verfassen. Nachdem Madhva seine Südindienreise beendet hatte, entschloß er sich, Nordindien ebenfalls zu bereisen. Da sein Vorsatz, seinen eigenen Vedanta-Kommentar zu vervollständigen täglich wuchs, war er begierig darauf, die Arbeit zu beginnen. Doch Madhva wollte die Segnungen des Autors des Vedanta, Vedavyasa selbst, bevor er ein solch anspruchsvolles Projekt begann.



Er begab sich sodann auf die Reise nach Nordindien und in die Himalayas, um die Segnungen Vedavyasas zu bekommen, denn es wurde gesagt, daß Vyasa, der unsterblich ist, immernoch in seinem ashrama in Badarinatha wohne, obwohl er sich sterblichen Augen niemals sichtbar mache. Nach einer langen Reise zu Fuß, kam Shripad Madhva schließlich an der Anantamatha in Badarinatha an. Er blieb dort sieben Wochen, absorbiert in Fasten, Gebet und hingebungsvoller Meditation. Von Innen her inspiriert, wanderte er weiter hoch in die Berge nach Badarikasrama, im oberen Badari, wo Vyasadeva seine Einsiedelei hat. Dort traf er Vedavyasa und erklärte seinen Kommentar zur Bhagavad-gita Vyasa selbst, welcher ihn guthieß. Als er Vyasa traf, hat er einen shalagrama-shila erhalten, der als Ashtamurti bekannt ist. Nach einer Diskussion über die Schriften mit Vyasadeva, wurde Sripad Madhvacaryas Verständnis ihrer inneren Bedeutung sogar noch tiefer. Er blieb einige Monate in Badarikashrama, bis er seinen Kommentar zur Bhagavad-gita fertiggestellt hatte, woraufhin er zur Anantamatha zurückging. Zu dieser Zeit schrieb Madhvas Begleiter, Satya Tirtha den gesamten Kommentar auf. Ebenfalls zu dieser Zeit schrieb Madhva seinen Kommentar zum Vedanta. Madhva sagte Lebewohl zu Badarinatha und begann mit seiner langen Heimreise.



Auf dem Weg traf er erneut viele Gelehrten verschiedener philosophischer Schulen und wiederlegte sie. Er reiste durch Bihar, Bengalen, Orissa und Andhradesa. Das Madhva-vijaya beschreibt, wie, als Madhva Ganjama, an den Ufern des Flusses Godavari erreichte, er zwei führende Gelehrte traf, die in allen wichtigen Schriften gut bewandert waren: Sobhana Bhatta und Swami Sastri. Nachdem er sie zu seiner Schule bekehrt hatte, wurden diese Gelehrten als wichtige Nachfolger Shripad Madhvas berühmt. Sie wurden bekannt als Padmanabha Tirtha und Narahari Tirtha und werden als Haupt-acaryas der Madhva-Schule, nach Madhva selbst, betrachtet. Narahari Tirtha is berühmt für seine Kommentare zu Madhvas Gita-bhasya und Karma-nirnaya. Er war der Premierminister von Kalinga, von 1271 bis 1293. Padmanabha Tirtha schrieb zu vielen von Madhvas Werken Kommentare, einschließlich Madhvas Brahma-sutra-bhasya, seinem Anuvyakhyana und seinen Dasha-prakaranas. Er war der erste Kommentator vieler Hauptwerke Madhvacaryas. Nachdem Shripad Madhvacarya Sobhana Bhatta und Swami Sastri bekehrt hatte, reiste er durch Andhrapradesha, Maharastra und Karnataka und kam zuletzt in Udipi an.



Bei seiner Rückkehr nach Udipi aus Nordindien, trat Madhva Acyutapreksha gegenüber, der sich vorher geweigert hatte, seine Vorstellungen zu akzeptieren. Man bemerke: die Rollen wurden vertauscht - der guru wurde zum Schüler und der Schüler zum guru. Madhva bekehrte Acyutapreksha von Shankaras Vedanta zur Sache des Vaishnavismus und akzeptierte ihn als Nachfolger. Aufgrund von Madhvas Erfolg im Widerlegen entgegengesetzter Gelehrter und gurus, verbreitete sich sein Ruf und seine Begeisterung für sein neues System der Vedanta-Philosophie wuchs. Als seine Kommentare zur Bhagavad-gita und zum Vedanta immer weitläufiger Anerkennung fanden, begannen Anhänger und neue Bekehrte aus ganz Indien sich seinem Lager anzuschließen; angezogen von seiner charismatischen Persönlichkeit, unüberwindlichen Logik, seinem Wissen über die Schriften und von seinem inspirierten Glauben. Als er sich in Udipi aufhielt, pflegte Madhva regelmäßig im Ozean zu baden. Eines Tages saß er, in Meditation über Shri Krsna versunken, am Strand. Zu dieser Zeit machte er ein Schiff aus, das nach Dvaraka fuhr und drauf und dran war auf eine Sandbank aufzulaufen. Er signalisierte dem Schiff, daß es vorsichtig sein solle und so konnte es sicher das Ufer erreichen. Der Kapitän des Schiffes wollte Shri Madhvacarya ein Geschenk geben, welcher ein großes Stück gopi-chandana-tilaka annahm. Als es dem acharya übergeben wurde, brach das große Stück Tilak entzwei und gab eine riesige Bildgestalt Krsnas preis. Alle waren erstaunt eine Bildgestalt Krsnas in einem Klotz Tilak vorzufinden, aber für Madhvacaraya waren Wunder nichts ungewöhnliches und er nahm es als die Gnade des Herrn an. Zu dieser Zeit verfaßte er einige wunderbare Gebete, zur Verherrlichung Shri Krsnas und kurz danach wurde jene Bildgestalt im Tempel in Udipi installiert, wo sie heute noch ist. Die Bildgestalt wog so viel, daß selbst dreißig Männer Schwierigkeiten hatten, sie zu bewegen. Madhva jedoch, war übermenschlich kräftig - man sagt, daß er eine Inkarnation Vayus war und es fertigbrachte, die Bildgestalt alleine nach Udipi zu tragen.
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