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Zitat von Timediver
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Zitat von Arjuna Deva
wenn dir ein wertvolles Sektglas runterfällt und kaputt geht, kannst du dich maßlos darüber aufregen und dem nächsten, der dir in die Quere kommt, mit Groll begegnen.
WARUM aber tust du das? Wird das Glas dadurch wieder heile?
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Keine Frage, Arjuna, natürlich ist Groll in so einem Fall eine völlig überflüssige Reaktion. Das Problem ist aber, daß sie manchmal einfach passiert, die Groll-Gefühle sind da und mit Einsicht nicht so schnell zu eliminieren.
Eben ging es mir so mit einer überraschenden Rechnung. Der frühere Vermieter will ausgerechnet jetzt vor Weihnachten über 1000 Euro Nebenkostennachzahlung. Ich fühlte mich, als wäre mir der Boden unter den Füßen weggezogen worden und es hat eine Weile gedauert, bis ich wieder klar wurde und mir dachte, es ist halb so schlimm, mich aufzuregen lohnt nicht.
>>Den emotionalen Automatismus in dir kannst du täglich hundertfach beobachten und immer wieder kann du versuchen zu erkennen, wer es ist, der sich da gerade aufregt und warum. Du erreichst dadurch ein Bewusstsein für deinen Reiz/Reaktions-Mechanismus und mit der Zeit lernst du, in Frieden mit heruntergefallenen Sektgläsern zu leben, weil du blitzartig erkennst, dass das völlig verschwendete Energie ist, sich jetzt darüber aufzuregen. Das Stichwort ist Bewusstheit, werde dein eigener Beobachter.<<
Das ist ein Weg, den Automatismus loszuwerden, sehe ich auch so. Allerdings kann das Jahre dauern. Ich bin mit dieser neuen Sicht der Dinge schon vor mindestens 8 Jahren das erste Mal in Berührung gekommen, die Zeit zwischen Emotion und Einsicht hat sich seitdem tatsächlich um einiges verkürzt, aber immer noch gibt es Situationen, da gehen die Pferde mit mir durch. Ich finde diesen Weg sehr langatmig und schwierig.  Ob es die einzige Möglichkeit ist?
Liebe Grüße, Chameli
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Hallo Chameli,
bei mir hat es auch sehr lange gedauert und ich bin ständig aus der Beobachterrolle hinausgefallen und das passiert auch jetzt noch.
Ich kann aber sagen, daß es bei mir daran liegt, daß ich mich, den Beobachter, immer wieder in das "ich", welches ich eigentlich mit Denken gleichsetze, reingezogen habe.
Oh man... ich finde es sooo schwer hier, die richtigen Worte zu finden.
@Arjuna: Ich finde, du hast das alles sehr schön beschrieben.