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Zitat von bettina
worauf willst du eigentlich hinaus?
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Hallo Bettina,
klar ist das "trennend", was ich sage, das ist mir bewusst. Dennoch, ich halte die Gefahren, die von bestimmten Teilen des Islam ausgehen, für so groß, dass man nicht umhin kommt, das zu sagen, auch wenns sich nicht schön anhört. Das ist mein Punkt.
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Zitat von bettina
ich habe aber das gefühl, dass du die liberale auffassung des islam, so wie er von vielen menschen hier gelebt wird, mit den "hardlinern" in einen topf wirfst.
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Ich versuche das so differenziert zu sagen, wie möglich, ohne hier seitenlang die verschiednen Strömungen im Detail zu erörtern.
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Zitat von bettina
ganz konkret: von den muslimischen menschen, die mir in deutschland persönlich begegnet sind, lebte wohl keiner nach der scharia - auch wenn das nur ein verschwindend geringer anteil an der muslimischen weltbevölkerung ist.
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Wohl wahr, aber all diese eher liberalen Muslime bilden meist kein Gegengewicht gegen kleine, aber orthodoxe bzw. fundamentalistische Gruppen. Wie das funktioniert zeigt vielleicht eine kleine Geschichte, die mir selbst passiert ist.
Bei einer Pause in der Fahrt im Überlandbus in der Türkei gingen zwei ältere, sehr fromm-muslimische Männer in die Moschee nebenan um das vorgschriebene Ritalgebet zu verrichten. Ein dritter Frommer blieb am Bus.
Die Zeit der planmäßigen Abfahrt kam und die beiden anderen waren noch am Beten. Der gesamte Bus wurde ungeduldig und zornig, der Busfahrer begann damit zu drohen einfach abzufahren, wie es die Vorschriften sagen.
Da begann der Fromme mit Koransprüchen zu argumentieren und daran zu erinnern, dass all diejenigen, die wütend wurden, ja eigentlich auch Muslime seinen und so weiter. Ich habe nicht alles verstanden. Die anderen hatten da keine Argumente.
Klar wurde dadurch, dass man, auch wenn man liberal eingestellt ist, jedoch die Regeln nicht prinzipiell in Frage stellt, keine guten Karten hat bei solch einer Auseinandersetzung.
Die Regeln im Islam prinzipiell in Frage zu stellen ist, das merken auch in Europa immer mehr Menschen, ist aber ein hochgefährliches Unterfangen.
Die internen Diskussionen laufen ganz oft so, wie oben beschrieben. Ich hätte da noch weitere Beispiele.
Außerden gibt es die Logik der Gewalt. Wenige hundert Dschihadisten beherrschen mit ihrer Gewalt ganz schnell Millionen.
Das sind Machtstrukturen, die ganz tief sitzen im Islam und schon auf die Herrschaft Mohammeds zurückgehen.
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Zitat von bettina
buddhisten und christen sind jedenfalls tendenziell "die guten" - richtig?
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So einfach ist es nicht! Auch Christen und Buddhisten bauen sehr viel ******, sind oft nicht "die Guten", aber Buddhismus und Christentum machen es den Vernüftigen leichter sich durchzusetzen, weil es da übergeordnete, abstrakte Prinzipien gibt, auf die man sich in solchen Situationen erfolgreich berufen kann.
Judentum und Hinduismus stehen, was die Regelwerke angeht, irgendwo in der Mitte zwischen den beiden Polen.
Das jetzt hier zu diskutieren, würde hier aber vielleicht zu weit führen.
Die Islamdiskussion ist schwierig, ich weiß, aber ich fürchte, die Probleme werden sich nicht einfach so verflüchtigen. Bleibt nicht anderes als zu versuchen, vernünfig damit umzugehen.